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Pokémon Go: Wo Sie die iOS- und Android-App nicht benutzen dürfen

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AR-Mobile Game für iOS und Android  

Risiken und Nebenwirkungen: Pokémon-Jäger bekommen die rote Karte gezeigt

14.07.2016, 11:00 Uhr | jr, AP, AFP, dpa

Pokémon Go: Wo Sie die iOS- und Android-App nicht benutzen dürfen. Pokémon Go hat ein riesiges Potenzial - allerdings bleibt das Gameplay noch weitgehend im Dunkeln. (Quelle: The Pokémon Company)

Um in "Pokémon Go" Fortschritte zu erzielen, muss man in jedem Fall raus an die frische Luft. (Quelle: The Pokémon Company)

Institutionen und Bürger wehren sich gegen die Monsterjagd von Spielern von "Pokémon Go" in ihren Einrichtungen. Besucher seien aufgerufen, von der Nutzung der neuen Smartphone-App abzusehen, teilten das Holocaust-Museum und der Arlington-Nationalfriedhof am Dienstag mit. Am selben Tag hatte die überbordende Begeisterung für das Smartphone-Spiel Pokémon Go in einem Krankenhaus in Amsterdam für unliebsame Vorfälle gesorgt. Auswüchse gab es auch in Australien - und die kuriose Geschichte nimmt weiter Fahrt auf. Immerhin - wer als Pokemonier unabsichtlich Schäden anrichtet, genießt nach Auskunft des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) weiter Versicherungsschutz.

Nichts ist sicher vor Pokémon Go  

"Pokémon Go" ist ein Spiel der sogenannten erweiterten Realität - englisch "Augmented Reality" - das Spielern aufträgt, in der wirklichen Welt versteckte Monsterfigürchen mit Handy-Bildschirmen aufzuspüren und zu fangen.  Bei der App sind "Pokémon"-Figuren an den verschiedensten Orten platziert. Um sie auf dem Smartphone-Bildschirm zu sehen und zu fangen, muss der Spieler sich in die unmittelbare Nähe begeben. DAbei kann viel passieren, doch wer nicht vorsätzlich Schaden stiftet, bleibt laut GDV weiter Versichert

  • Verletzungen durchs Spielen: Wenn ein schwerer Unfall zu gesundheitlichen oder finanziellen Folgen führt, greift die private Unfallversicherung. In der Regel sei man auch beim Spielen auf dem Smartphone versichert, erläutert der GDV. Es spiele auch grundsätzlich keine Rolle, ob man beim Spielen leichtsinnig oder gar leicht oder grob fahrlässig gehandelt habe. 
  • Verletzungen im Straßenverkehr: Es gibt auchnoch die Kfz-Haftpflichtversicherung eines Autofahrers, der einen Spieler erfasst. Grundsätzlich zahlt diese bei einem Verkehrsunfall mit einem Fußgänger. Doch: Ist dieser etwa geistesabwesend und ins Spiel versunken über die Straße gegangen, kann er unter Umständen eine Mitschuld am Unfall tragen - was die Leistungen mindern würde. 
  • Schäden durchs Spielen: Wer ins Spiel versunken einen Schaden verursacht - ob aus Leichtsinn, Missgeschick oder Vergesslichkeit - ist durch eine private Haftpflichtversicherung abgesichert. Sie greift aber nicht, wenn der Schaden vorsätzlich angerichtet wird

Irrende und verirrte Pokémon Go-Spieler

Das Akademische Medizinische Zentrum (AMC) in der niederländischen Metropole sah sich am Dienstag gezwungen, Besucher aufzufordern, beim Spielen von Pokémon Go nicht mehr in nicht-öffentliche Bereiche des Krankenhauses einzudringen. "Es gibt tatsächlich ein krankes Pokémon im AMC, aber wir sorgen gut für es. Bitte besucht es nicht", teilte die Klinik im Kurznachrichtendienst Twitter mit. Beigefügt war ein Bild der Pokémon-Figur Pikachu neben einer Taschentücher-Box. 

In Australien brachen wegen der großen Nachfrage am Dienstag zeitweise die Server für den Download des Spiels zusammen. Die Polizei im Bundesstaat Western Australia betonte zudem auf Facebook, beim widerrechtlichen Betreten eines Geländes oder Gebäudes helfe die Ausrede "Ich wollte Pokémons sammeln" nichts. 

In Sydney spazierten bereits am Sonntag tausende Spieler mit dem Smartphone vor der Nase zum Hafen, um in der Nähe der Oper und des Botanischen Gartens Monster zu fangen. In Darwin riet die Polizei auf Facebook, es sei nicht nötig, die als "Pokéstop" dienende Polizeistation auch zu betreten - Vorräte gebe es auch so. 

Hunderte spielverrückter Australier haben mitten in der Nacht auf der Suche nach virtuellen Pokémon-Figuren so viel Krach gemacht, dass die Polizei kommen musste. Es sei das komplette Chaos gewesen, berichteten Anwohner der Zeitung "Sydney Morning Herald". Einige Anwohner haben nach Medienberichten im Sidneyer Vorort Rhodes kübelweise Wasser aus ihren Fenstern geschüttet, um dem nächtlichen Radau ein Ende zu machen, aber vergeblich. Schließlich riefen sie die Polizei. Die verwarnte einige Spieler und löste die Ansammlung auf. 

In New York hat Pokémon Go für das abrupte Ende einer Beziehung gesorgt. Der Betroffene fing nach einem Liebesabenteuer ein Pokémon im Haus seiner Exfreundin ein, was der eigentlichen Freundin des Schwerenöters später auf der GPS-Karte einen eindeutigen Hinweis lieferte. Diese setzte den untreuen Freund daraufhin vor die Tür. 

Spieler und die virtuellen Taschenmonster machen selbst vor dem Weißen Haus in Washington nicht Halt. Dort errichtete ein besonders eifriger Spieler bereits eine "Gym"-Station, wie die Website "Kotaku" berichtete. Ein Screenshot wurde als Beweis auf Twitter veröffentlicht. Hat sich möglicherweise US-Präsident Barack Obama selbst diesen Spaß erlaubt und ist Besitzer des ersten "Pokémon" im Weißen Haus? 

Der New Yorker Central Park war zwischenzeitlich zu einer Art Hauptquartier von "Pokémon-Go"-Spielern geworden. Wie auf Twitter verbreitete Video-Aufnahmen zeigen, strömten die Menschen in Scharen mit ihren Smartphones in die sonst beschauliche Großstadt-Oase und machten sich dort auf die Suche nach Taschenmonstern und neuen Herausforderungen. 

Keine virtuelle Monsterjagd in realen Hospitälern und Gedenkstätten

Auch das Holocaust-Museum und der Militärfriedhof in Washington sind in der App als möglicher Aufenthaltsort von "Pokémon"-Monstern markiert. Es werde nun versucht, das Museum aus dem Spiel streichen zu lassen, sagte Sprecher Andrew Hollinger. Die App in einer der Opfer der Nazis gewidmeten Gedenkstätte zu spielen, sei "extrem unangemessen", ergänzte er.

Am Arlington-Militärfriedhof in Virginia sagte Sprecher Stephen Smith, bei dem Stopphinweis für "Pokémon-Go"-Spieler handele es sich eher um eine Vorbeugungsmaßnahme als um ein konkretes Problem. Doch würde die Nutzung des Spiels auf "diesem heiligen Boden" nicht als angebracht betrachtet. Allerdings lasse sich nur schwer feststellen, ob ein Besucher gerade "Pokémon Go" spiele oder aber respektvoll auf seinem Smartphone die hauseigene App zur Navigation nutze, schränkte Smith ein. 

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