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Monster Hunter: Generations - Großwildjagd im Taschenformat

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Test zu Monster Hunter: Generations | Action-Rollenspiel | 2DS, 3DS, New Nintendo 3DS  

Großwildjagd im Taschenformat

18.07.2016, 16:34 Uhr | Sönke Siemens (jr / tz), Medienagentur plassma

Monster Hunter: Generations - Großwildjagd im Taschenformat. Speziell im Verbund mit drei anderen Jägern läuft Monster Hunter: Generations zur Hochform auf. (Quelle: Nintendo)

Speziell im Verbund mit drei anderen Jägern läuft Monster Hunter: Generations zur Hochform auf. (Quelle: Nintendo)

Mit über 32 Millionen verkauften Exemplaren weltweit haben die "Monster Hunter"-Spiele mittlerweile sogar dem Capcom-Maskottchen "Street Fighter" den Beliebtheitsrang abgelaufen. Kein Wunder also, dass die Japaner die kunterbunte 3D-Monsterhatz kontinuierlich ausbauen. Nächster Kandidat im Terminkalender ist das am 15. Juli 2016 erscheinende "Monster Hunter: Generations" für Nintendo 3DS. Doch bietet der Best-of-Mix aus zwölf Jahren Seriengeschichte wirklich genug Anreize, um als Vollpreis-3DS-Titel zu überzeugen? 

Altbekanntes Spielprinzip

Wie es der Untertitel schon vermuten lässt, hat sich am Gameplay-Grundprinzip von "Generations" im Vergleich zu den zahlreichen Vorgängerspielen nicht allzu viel geändert. Noch immer schlüpft der Spieler in die Rolle eines agilen Jägers, um alleine oder mit bis zu drei Mitstreitern sagenumwobene Kreaturen aus der Third-Person-Perspektive zur Strecke zu bringen. Je nach gerade gestarteter Quest findet die Hatz in grafisch sehr unterschiedlichen Szenarien statt, die alle aus einzelnen, durch kurze Ladebildschirme miteinander vernetzten Arealen bestehen.

Wo sich das zu jagende Monster befindet, verrät (unter bestimmten Bedingungen) die Levelkarte auf dem unteren 3DS-Bildschirm. Wie es um die Gesundheit der Bestie bestellt ist, wird dagegen bewusst nicht angezeigt. Für Einsteiger zunächst ziemlich frustrierend, auf lange Sicht jedoch ein echter Garant für hochspannende Duelle. Schließlich weiß man nie genau, wann der Gejagte nun endlich leblos zu Boden kracht.

Auf das Rüstzeug kommt es an 

Bevor die kräftezehrende Pirsch beginnt, steht aber zunächst einmal die Wahl der Ausrüstung auf der Agenda. Serientypisch definiert die Entscheidung für eine bestimmte Waffe (14 insgesamt), welche Fähigkeiten die Spielfigur einsetzen darf. Entscheiden Sie sich zum Beispiel für eine Kombination aus Lanze mit hoher Reichweite und großflächigem Schild, ist Ihr Held ziemlich träge unterwegs. Wirbeln Sie dagegen mit zwei leichtgängigen Krummsäbeln umher, legt die Figur ein deutlich höheres Tempo an den Tag. 

Fernkämpfer kommen natürlich ebenfalls voll auf ihre Kosten, etwa mit zwei Versionen des zielsicheren Bogengewehrs oder einem Bogen mit hoher Schussfrequenz. Oder wie wäre es mal mit einem Felyne? Die katzenartigen Unterstützungs-Charaktere treten in Generations nicht nur als engagierte KI-Begleiter auf, sondern stehen im sogenannten Pirscher-Modus auch als spielbare Helden zur Auswahl. Ihre großen Stärken: Sie verfügen über unendlich viel Ausdauer und spezielle Kombos, müssen keine Heiltränke mitschleppen und können Ressourcen schnell wieder erneuern, indem sie Fische und Insekten fangen beziehungsweise nach Bodenschätzen buddeln. 

Prima: Einsteiger führt das Spiel mit einem sehr ausführlichen Tutorial langsam an die anfangs recht komplexe Materie heran. Ressourcen sammeln, Gegenstände craften, den Umgang mit Hammer und Jagdhorn meistern – Schritt für Schritt bildet ein witzig eingedeutschter Trainer den Spieler zum Monster-Hunter-Kadetten aus. 

Hauptsache stilvoll 

Ganz neu: Erstmals in der Reihe darf man aus vier verschiedenen Jagdstilen wählen. Den Anfang machen der ausgewogene Gildenstil und der auf Nahkämpfer zugeschnittene Schlägerstil. Beide erinnern stark an bisherige Monster-Hunter-Teile und erlauben die Auswahl von zwei, respektive drei Spezialattacken – auch Jagdtechniken genannt. Ganz anders der Luftkampfstil: Diesen selektiert, kann sich der Held von Monstern, Verbündeten und ausgewählten Umgebungsobjekten abstoßen, um kraftvolle Sprungangriffe einzuleiten.

Das sieht ziemlich lässig aus und zeigt speziell gegen flinke Kreaturen Wirkung. Bliebe noch der Konterstil. Hierbei steht das Blocken mit der R-Taste sowie das Ausweichen mittels B-Taste im Mittelpunkt – am besten kurz bevor der Feind angreift. Stimmen Timing und Position zum Gegner, lässt die Spielfigur eine verheerende Konterattacke vom Stapel, die selbst den dickhäutigsten Dino nicht kalt lässt. Und einmal mehr zeigt sich, dass sich aus der betagten 3DS-Hardware ziemlich schicke Effekte herauskitzeln lassen.

Mit Spezialattacken zum Sieg

Dem gegenüber stehen die sogenannten Jagdtechniken. Sie erlauben es, besonders mächtige Aktionen durchzuführen. Damit das klappt, muss die Spielfigur durch erfolgreiche Treffer einen Technikbalken aufladen. Anschließend reicht ein Tipper auf das entsprechende Symbol am unteren Bildschirm, um wuchtige Rammattacken, pfeilschnelle Ausweichmanöver und dergleichen in die Wege zu leiten. Für Taktiker interessant: Sowohl Jagdstile als auch Jagdtechniken dürfen im Vorbereitungsgebiet beziehungsweise im Haus des Helden nach Belieben gewechselt werden. Zunächst eine unscheinbare Funktion, im Kampf gegen die richtig garstigen Bestien allerdings immens wichtig.

Zähnefletschende Störenfriede

Apropos Bestien: Rückt man in den Aufwärm-Quests lediglich vergleichsweise harmlosem Getier auf die Pelle, geht’s im Duell gegen die großen Monster richtig zur Sache. Auch weil jede Kreatur mit einem ganz eigenen Repertoire an Fähigkeiten ums Überleben kämpft. Der wie eine Kreuzung aus Velociraptor und Paradiesvogel anmutenden Groß-Maccao zum Beispiel nutzt seinen stabilen Schweif wie eine Art Pogo-Stab. Mit dieser Technik hüpft er sodann auf seine Widersacher zu, während er ihnen gleichzeitig mit seinen nach vorne gerichteten Klauen Schaden zufügt.

Oder nehmen wir Malfestio. Der blau gefiederte Riesen-Uhu verwirrt seine Opfer zunächst mit einer Schrei-Attacke und stürmt dann wie ein Kamikaze-Pilot auf sie zu. Witzig: Der Verwirrzauber des Federviehs äußerst sich unter anderem in einer temporären Spiegelung der Joystick-Achse. Drückt man nach links, läuft der Held nach rechts - und umgekehrt. 

Das Todes-Quartett 

Doch Groß-Maccao und Malfestio sind erst die Vorhut einer ganzen Horde von erstklassig animierten, ohne die richtige Technik kaum zu knackenden Bosse. Ganz oben in der Nahrungskette stehen die Fatalen Vier: Gammoth – ein reißzahnbewehrtes Mega-Mammut. Astalos – ein Stromschläge verteilender Wyvern. Mizutsune – ein vierbeiniger Leviathan, der seine Beute mit Blubberblasen lähmt. Sowie Glavenus, ein Kampfdrache mit schwertartigem Schwanz. Wer ihnen die Lebenslichter ausbläst, hat es in Monster Hunter: Generations weit gebracht und dafür einen gehörigen Batzen Zeit aufgewendet.

Weiterer Motivationsfaktor: Wenn alte Bekannte aus anderen Spielen der Serie zurückkehren - etwa Rathian und Tigrex -, dann in der Regel mit zahlreichen neuen Fähigkeiten, die man so nicht auf dem Schirm hatte. 

Was uns gefällt

Speziell im Verbund mit drei anderen Jägern - egal, ob nur lokal via WiFi-Direktverbindung oder online via Nintendo Network - läuft Monster Hunter: Generations zu Hochform auf. Denn jetzt können mehrere Spieler ihre Fähigkeiten optimal aufeinander abstimmen, koordiniert zuschlagen und dann gemeinsam jubeln. Zwar dauern die Kämpfe gegen einzelne Bosse mit einem erfahrenen Team kaum mehr als jeweils zehn Minuten, in dieser Zeit allerdings wird man bestens unterhalten. Schön zudem, dass der Netzwerk-Code im Test stabil lief und der 3D-Effekt so unglaublich plastisch rüberkommt. 

Was uns nicht gefällt 

Abgesehen vom etwas langatmigen Einstieg für Anfänger und den mäßig mitreißenden Story-Elementen stört die Tatsache, dass man meist sehr überschaubare Areale erkundet. Ein Umstand, der allerdings der Rechenpower des 3DS geschuldet ist. Nicht auszudenken, wie sich Monster Hunter in einer echten offenen Welt anfühlen würde.

Weiteres Manko - oder zumindest ein optionaler Kostenfaktor: Fernkämpfer mit Nintendo 3DS beziehungsweise Nintendo 3DS XL, die in jeder Lebenslage optimale Kontrolle behalten wollen, zielen mit dem Schiebepad Pro Adapter deutlich entspannter und präziser. Für den normalen 3DS kostet das Zubehör zirka 15 Euro, für den 3DS XL knapp 35 Euro. New-3DS-Nutzer müssen sich mit der Problematik dagegen nicht auseinandersetzen – sie nutzen einfach den C-Stick des Handhelds, um die Kamera pixelgenau und ohne Fingerverrenkungen zu justieren.  

Fazit 

Wer die Faszination Monster Hunter noch nicht hautnah erlebt hat, wird von Generations behutsam an die Thematik herangeführt und Dutzende Stunden bestens unterhalten. Das Spielprinzip fesselt, die Komplexität gefällt, die Grafik kann sich sehen lassen und der 4-Spieler-Modus begeistert. Langjährige Fans werden ebenfalls jede Menge Spaß haben, sollten sich aber bewusst darüber sein, dass sie viele Gegner und Orte womöglich schon aus anderen Monster-Hunter-Teilen kennen. 

Infos zum Spiel 

Titel: Monster Hunter Generations 
Genre: Action-Rollenspiel 
Hersteller: Capcom 
Publisher: Nintendo 
System: 2DS, 3DS, New Nintendo 3DS 
Preis: zirka 40 Euro 
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren 
Wertung: Sehr gut 

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