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Watch Dogs 2: San Francisco - Gelobte Stadt der Hacker

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Vorschau zu Watch Dogs 2 | Action-Adventure | PC, PS4, Xbox One  

San Francisco: Gelobte Stadt der Hacker

20.07.2016, 10:48 Uhr | Olaf Bleich (jr / tz), Medienagentur plassma

Watch Dogs 2: San Francisco - Gelobte Stadt der Hacker. San Francisco, ein cooler Hacker und ungeahnte Freiheiten: Watch Dogs 2 scheint alle Zutaten zu haben, um den soliden Vorgänger hinter sich zu lassen und zum Blockbuster zu avancieren (Quelle: Ubisoft)

San Francisco, ein cooler Hacker und ungeahnte Freiheiten: Watch Dogs 2 scheint alle Zutaten zu haben, um den soliden Vorgänger hinter sich zu lassen und zum Blockbuster zu avancieren (Quelle: Ubisoft)

Neue Marken haben es in der Spiele-Industrie heutzutage schwer, sich gegen etablierte Größen und deren eingeschworene Communities durchzusetzen. Diese Erfahrung musste auch der französische Spiele-Hersteller Ubisoft machen. Sein 2014 erschienenes Open-World-Hacker-Abenteuer "Watch Dogs" erhielt zwar wohlwollende Kritiken, war aber aufgrund vieler kleiner Macken gegen Konkurrenten wie "GTA 5" chancenlos. Das soll beim Ende 2016 für PS4, Xbox One und PC erscheinenden zweiten Teil anders werden: "Watch Dogs 2" arbeitet viele Schwächen des etwas sperrigen Vorgängers auf und bietet jede Menge frische Ideen.

Die Straßen von San Francisco

Spielte das erste Watch Dogs noch im finsteren Chicago, entführt der Nachfolger den Spieler ins sonnige San Francisco. Die offene Spielwelt erstreckt sich dabei über die gesamte Stadt und sogar in angrenzende Bereiche wie Oakland oder Silicon Valley. Das verfügbare Areal ist den Entwicklern zufolge mehr als zweieinhalb Mal so groß wie im ersten Teil.

Mit dem neuen Schauplatz geht aber auch eine Veränderung der Stimmung einher: San Francisco wirkt deutlich freundlicher und verspielter als Chicago. Beispielsweise beobachtet man Touristen am berühmte Anleger Fisherman's Wharf und sieht, wie sie Selfies von sich machen oder einfach ihre Zeit bei den Seehundbänken genießen. Kurzum: Die Szenerie erscheint bunter, lebendiger und natürlicher als im Vorgänger. 

Trendiger Smartphone-Junkie

Diese Leichtigkeit findet sich auch im neuen Helden wieder. War Aiden Pearce im Vorgänger noch eher der unsympathische Racheengel, erinnert der neue Protagonist Marcus Holloway an eine Mischung aus US-Rapper Kanye West und Deutschlands Fußballnationalspieler Jerome Boateng. Marcus gehört der Hacker-Organisation DedSec an und entpuppt sich als humorvoller und gleichermaßen intelligenter Tausendsassa, ohne dabei zu klischeehaft zu wirken.

In Watch Dogs 2 kämpft der Spieler in der Rolle des Hackers für Freiheit und gegen ein korruptes System. Sein größter Widersacher ist das Unternehmen ctOS 2.0: Es gaukelt den Menschen vollkommene Datensicherheit vor, doch in Wirklichkeit benutzt es Social-Media-Plattformen wie "Invite", um seine politische Meinung zu streuen und die Bürger zu überwachen. Spannend: Ubisoft greift gekonnt aktuelle Streitthemen wie Datensicherheit auf und verpackt sie in einem komplexen Open-World-Spiel, das dem Spieler unzählige Möglichkeiten bieten soll.

Ich glaube, es hackt

Marcus Holloway ist ein gut ausgerüsteter und gleichermaßen athletischer Computerspezialist. Da ist es nur konsequent, dass die Entwickler in Watch Dogs 2 das Hacking noch mehr in den Fokus rücken: Marcus benutzt regelmäßig sein Smartphone und kann damit nahezu alles beeinflussen und verändern. Er manipuliert damit zum Beispiel die Elektronik von Fahrzeugen und kann diese fernsteuern. Bei der Infiltration von Gebäuden hackt er sich hingegen in das lokale Netzwerk und nutzt die Sicherheitskameras zu seinem Vorteil.

Darüber hinaus verschafft er sich auch Zugang zu fremden Mobiltelefonen. Dadurch greift er auf die Nutzerdaten der Menschen zurück und kann diese modifizieren. Im Kampf lässt er die Geräte kurz klingeln und lenkt somit seine Widersacher ab. Das Hacken wird zum essenziellen Bestandteil jeder Mission, ist aber längst nicht der einzige Weg, um diese zu lösen.

Ballern, Sprinten, Prügeln

In der zuletzt vorgestellten Vorschau-Mission muss sich Marcus Zugang zu einer Penthouse-Wohnung verschaffen, um dort sensible Daten zu sichern. Das klingt zunächst nicht sonderlich spannend. Allerdings soll es laut Ubisoft eine Vielzahl von Möglichkeiten geben, um die Situation zu meistern. Allein für diesen Einsatz sollen mehr als 100 Ansätze existieren - theoretisch muss Marcus nicht einmal das Gebäude betreten, damit er an die benötigten Informationen gelangt. In seinem Rucksack verstecken sich nämlich allerlei nützliche Hilfsmittel.

Mit der Drohne erkundet er etwa das Areal und kann gleichzeitig bestimmte Mechanismen wie etwa einen Kran kurzschließen. Kommt es dann doch einmal zum Konflikt mit ctOS-Wachleuten, kann Marcus aber auch kräftig zuschlagen, greift zum Elektroschocker aus dem 3D-Drucker oder gar zum Maschinengewehr. Apropos Schießereien: Watch Dogs 2 besitzt erneut ein Deckungssystem, damit sich der Spieler vor Beschuss in Sicherheit bringen kann. Darüber hinaus spurtet der Hauptdarsteller wie Parkour-Profi Faith aus "Mirror's Edge Catalyst" über die Dächer, rollt sich ab oder hangelt sich an Wänden empor.

Ein bisschen was von der Ubisoft-Produktion "Assassin's Creed" steckt also auch in diesem Hacker-Abenteuer, obwohl sich die Macher laut eigener Aussage von der einstmals berüchtigten Open-World-Formel spürbar entfernen. So ist die gesamte Stadt von Beginn an frei zugänglich, und auch die Nebenaufgaben werden besser in den Gesamtzusammenhang eingebunden sein.

Ähnlich wie im MMO-Shooter "Tom Clancy's The Division" können Spieler zudem mühelos miteinander interagieren und Missionen gemeinsam bestreiten. Wie diese Mehrspieler-Komponente genau aussehen soll und ob sie nicht die Spielbalance aus den Angeln hebt, bleibt abzuwarten. 

Was uns gefällt 

Ubisoft scheint aus Fehlern des Vorgängers zu lernen. War Aiden Pearce noch ein wahrer Unsympath, bringt Marcus Holloway frischen Wind in die Serie. Er agiert nicht als alleiniger Racheengel, sondern kämpft für das Wohl der Menschen und für die Meinungsfreiheit. San Francisco passt daher ganz ausgezeichnet zu dem neuen Hauptdarsteller. Die Stadt wirkt lebendig, frisch und unverbraucht. Zugleich aber ist sie auch Spielwiese für Marcus' Hacker-Fertigkeiten und bietet offensichtlich mehr Möglichkeiten zur Bewältigung von Missionen als der Vorgänger. 

Was uns nicht gefällt

Ubisoft ist es in den vergangenen Jahren nur selten gelungen, tolle Charaktere mit einer spannenden und gut strukturierten Geschichte zu erschaffen. Bereits im Vorfeld störten sich viele Spieler an der exzentrischen Attitüde von Marcus Holloway. Ob er zum Publikumsliebling taugt? Auch ist fraglich, ob Watch Dogs 2 wirklich so viele Freiheiten bietet, wie Ubisoft verspricht. In diesem Fall entscheidet letztlich die Spielbalance darüber, ob nicht vielleicht doch Waffengewalt die leichteste und schnellste Methode ist. 

Fazit

San Francisco, ein cooler Hacker und ungeahnte Freiheiten: Watch Dogs 2 scheint alle Zutaten zu haben, um den soliden Vorgänger hinter sich zu lassen und zum Blockbuster zu avancieren. Nun muss Ubisoft die einzelnen Puzzle-Teile nur noch richtig zusammensetzen, dann dürfen sich Fans offener Spielwelten im November auf einen echten Leckerbissen freuen.  

Infos zum Spiel

Titel: Watch Dogs 2 
Genre: Action-Abenteuer 
Hersteller / Publisher: Ubisoft 
Release-Termin: 12. November 2016  
Preis: Noch nicht bekannt  
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt 
Einschätzung: Sehr gut

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