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Pokémon Go: Spieler sorgen für Verkehrschaos in Kassel

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Polizei appelliert an Mini-Monsterjäger  

Pokémon Go-Jäger sorgen für Verkehrschaos

22.07.2016, 18:31 Uhr | jr

Pokémon Go: Spieler sorgen für Verkehrschaos in Kassel.  (Quelle: Screenshot)

Spielt man Pokémon Go, kommt es schon einmal vor, dass einem auf dem Weg zur Arbeit ein niedliches Pummeluff erscheint. (Quelle: Screenshot)

Das Smartphone-Spiel "Pokémon Go" schlägt weiter Wellen. In Kassel brach unter dem Ansturm von Verkehrsregeln-resistenten Pokémoniern am Donnerstagabend kurzzeitig der Verkehr vor die Elisabeth-Kirche nahe dem Friedrichsplatz zusammen, weil mehrere Hundert Spieler an beieinander liegenden Pokémon-Hotspots auf der Jagd nach seltenen Exemplaren waren. Das Ende vom Lied: Polizei und Ordnungsamt sorgten gegen 22:30 Uhr in einer konzertierten Aktion für die Räumung der Gegend. 

Pokémon-Hatz: Polizei bittet um Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln 

In Pokémon Go werden auf dem Display virtuelle Monster in die reale Umgebung eingeblendet. Auf der Jagd nach den Figuren sind die Spieler dabei häufig so in das Spiel vertieft, dass mancher von seinem Umfeld kaum etwas wahrnimmt - und die Rücksicht auf Verkehrsregeln und Nachtruhe ganz weit hinten an stellt. So war der Verkehr laut Polizeibericht so stark, dass in den Straßen rund um den Hotspot nichts mehr ging. Die Beamten zählten 70 Autos, die im Halteverbot standen oder in zweiter Reihe parkten. 

Für die anstehenden Jagdszenen am Wochenende bittet die Polizei darum, die Straßenverkehrsordnung und die Vorschriften zum Schutz der Nachtruhe der Anwohner zu achten. Am besten sei es, per ÖPNV anzureisen. 

Überhaupt hatte die Polizei mit Pokemoniern schon viel Stress: Turnbegabte Jäger auf dem Dach eines Einkaufszentrums erhielten ihre Belohnung in Form einer Anzeige wegen Hausfriedensbruch. Andernorts störten Pokémon-Begeisterte die Totenruhe auf dem Friedhof oder waren in so geballter Form unterwegs, dass ein Anwohner die Polizei verständigte, weil er die Pokémon-Jäger für bewaffnete Kriminelle hielt. 

Ein Problem sind auch die witzigen Zeitgenossen - oder diejenigen, die sich zumindest dafür halten - wie "Vine"-Star Logan Paul, der sich im Central Park von New York den Spaß machte, in der Nähe eines Pokémon-Hotspots "Dragonite" (der englische Name des seltenen Pokémon Dragoran) zu brüllen, ohne das dieses sich dort tatsächlich materialisiert hatte. Worauf ein wahrer Massenansturm einsetzte, bei dem zum Glück trotz der Überquerung einer befahrenen Straße niemand zu Schaden kam. 

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