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Quartalszahlen vorgelegt  

Pokémon Go hilft nicht: Nintendo macht Verlust

27.07.2016, 11:07 Uhr | jr / ams

Pokémon Go hilft nicht: Nintendo macht Verlust. Pokémon Go: Irre Monsterjagd mit Suchtpotenzial und Risiken (Quelle: dpa/Andrea Warnecke)

Pokémon Go: Irre Monsterjagd mit Suchtpotenzial und Risiken (Quelle: Andrea Warnecke/dpa)

Der Boom des im Juli gelaunchten Augmented-Reality-Spiels Pokémon Go konnte noch nicht viel dabei helfen, die Kasse von Nintendo aufzufüllen: Dazu ist die Summe zu gering, den der japanische Konzern anteilmäßig einstreicht. Stattdessen haben die stark zurückgegangenen Wii U-Verkäufe und der Mangel an Top-Sellern im Spiele-Bereich bei der Nintendo-Bilanz für Q1 2016 voll ins Kontor geschlagen. 

Nintendo schreibt Quartalsverlust  

Rund 49 Millionen Dollar Verlust im ersten Geschäftsquartal 2016 (April bis Juni), dazu ein um zirka 30 Prozent auf 587 Millionen gesunkener Umsatz: Nintendos Geschäftszahlen aus Q1 2016 stimmen bedenklich. Ausschlaggebend war neben dem stärkeren Yen vor allem das im Vergleich zum Vorjahresquartal um 50 Prozent auf 220.000 verkaufte Exemplare zurückgegangene Geschäft mit der Wii U-Konsole. 

Um hier auf Sicht für Umschwung zu sorgen, muss Nintendo sein neues Eisen im Feuer - die im März 2017 debütierende NX-Konsole - schon mächtig zum Glühen bringen. Auch die spielerische Begleitmusik dazu - das hoch gelobte Action-Rollenspiel The Legend of Zelda: Breath of the Wild - sollte als Zugpferd besser nicht ins Stolpern kommen. 

Laut einem Bericht von Eurogamer ist die NX als Tablet-Konsolen-Hybridgerät mit abnehmbaren Controllern und einer TV-Docking-Station konzipiert. Die Teststationen bei den Spiele-Entwicklern sind angeblich mit einem Tegra-M1-Mobilechip von Nvidia bestückt. Dem Bericht zufolge setzt Nintendo seine altbekannte Strategie fort, mit einem einzigartigen Design und starken Spiel-Hausmarken bei den Fans punkten zu wollen - die Zuwendung in Richtung Hardcore-Gamer scheint man entgegen anders lautender Ankündigungen doch wieder der Konkurrenz von Sony und Microsoft zu überlassen. 

Dasselbe gilt für den Mobile Games-Bereich, wo der erste Versuchsballon - das Chat-Tool "Miitomo" - mit zehn Millionen Nutzern und 15,6 Millionen Dollar Umsatz einen ordentlichen, aber keinen überragenden Start hinlegte. Ausgerechnet beim sich anschließenden Hype-Titel Pokémon Go war man dann als Lizenzgeber über "The Pokémon Company" mit rund 32 Prozent nur anteilmäßig mit an Bord. Die noch in diesem Jahr erscheinenden Mobile Games-Titel "Fire Emblem" und "Animal Crossing" gehören zu den Hoffnungsträgern von Nintendo. Aber auch mit Hardware-Sonderaktionen wie der NES-Retro-Konsole will man finanziell wieder für Boden unter den Füßen sorgen.  

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