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Counter-Strike: ProSieben zeigt keine Ego-Shooter-Partien mehr im TV

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Killerspiel-Debatte  

Counter-Strike: ProSieben cancelt E-Sport-Übertragungen

29.07.2016, 10:43 Uhr | jr / ams

Counter-Strike: ProSieben zeigt keine Ego-Shooter-Partien mehr im TV. Counter-Strike Taktik-Shooter von Valve (Quelle: Valve)

Counter-Strike Taktik-Shooter von Valve (Quelle: Valve)

Nach dem Amoklauf von München, zu dem bekannt wurde, dass der Täter zuvor in einem Counter-Strike-Team aktiv war, ziehen sich die ProSiebenSat.1 Media SE und ihr seit Anfang 2016 in der E-Sport-Szene aktiver Sender ProSieben Maxx wieder zurück. In Zukunft will man keine weitere Ego-Shooter-Partien mehr übertragen. 

Negativ-Image: ProSieben schießt Ego-Shooter ab 

Bisher hatte man "Counter-Strike: Global Offensive"-Matches in Online-Livestreams gezeigt und jeweils am Mittwoch Abend das Geschehen in einer Highlight-Sendung zusammengefasst, die gute Zuschauerquoten über dem Sender-Durchschnitt erzielte. DAs Zielpublikum von ProSieben Maxx sind vor allem Jugendliche und junge Erwachsene, meist Männer, weshalb das Film- und Serienprogramm schwerpunktmäßig alles andere als gewaltfreie Inhalte bietet.

Mit dem Rückzug hat man die ursprüngliche Absicht, Vorbehalte gegen Ego-Shooter auszuräumen und sowohl Fans als auch das reguläre Publikum über die E-Sport Szene aufzuklären, schnell ad acta gelegt. Entsprechend erbost ("Heuchler") wurde die Maßnahme in den sozialen Medien kommentiert. 

Für die nächsten beiden Wochenenden hat der Rechteinhaber der ausführenden Produktionsfirma 99Damage noch die eigenverantwortliche Ausstrahlung von Counter-Strike-Events via Twitch erlaubt, danach ist endgültig Feierabend.  

Nach Angaben der Ermittler in München spielte der Täter intensiv gewaltverherrlichende Computerspiele wie "Counter-Strike". Das sei typisch für Amokläufer. Bereits nach den Amokläufen von Erfurt (2002), Emsdetten (2006) und Winnenden (2009) hatten Politik und Gesellschaft über ein Verbot sogenannter "Ego-Shooter"-Spiele debattiert. 2005 stand die Forderung nach einem Verbot sogar im Koalitionsvertrag. 

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