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No-go-Areas für Pokémon Go: Wo Spieler nicht unerwünscht sind

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Jagdverbote in aller Welt  

No-go-Areas für "Pokémon Go"-Jäger

29.07.2016, 11:09 Uhr | jr / ams, dpa

No-go-Areas für Pokémon Go: Wo Spieler nicht unerwünscht sind. Pokémon Go: Irre Monsterjagd mit Suchtpotenzial und Risiken (Quelle: dpa/Andrea Warnecke)

Pokémon Go: Irre Monsterjagd mit Suchtpotenzial und Risiken (Quelle: Andrea Warnecke/dpa)

Es geht in dem Game darum, virtuelle "Pokémon"-Monster zu fangen, die sich an verschiedenen Orten in der realen Welt verstecken. Zahlreiche Spieler sind in ihrem Jagdfieber nicht zu bremsen und kennen buchstäblich keine Grenzen beim Versuch, mit ihrem Smartphone möglichst viele der virtuellen Monster überall zu fangen.

Hersteller Niantic soll sensible Bereiche ausblenden

Dabei gehen sie aber oft zu weit - finden vor allem Sicherheitsbehörden und historische Stätten. Nun wird an den kalifornischen Spieleentwickler Niantic Labs appelliert, sensible Orte aus der App zu entfernen.

Auch No-go-Areas für "Pokémon Go" gibt es bereits. Eine Auswahl:

Deutschland: KZ-Gedenkstätten wollen von dem Spiel ausgenommen werden. So sollten nach Wunsch der verantwortlichen Stiftung die ehemaligen Konzentrationslager Dachau und Flossenbürg als mögliche Spielorte aus der App herausgenommen werden. Auch Gelände der Bundeswehr könnten bald "Pokémon"-freie Zone werden: Militärische Liegenschaften wie Kasernen, Übungsplätze und Schießbahnen seien keine Spielplätze, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.

Japan: Auch vor den Gedenkstätten der Atombombenopfer in Nagasaki und Hiroshima hatten die Jäger keinen Halt gemacht. Das ging den Stadtoberen zu weit. Sie forderten die Spielemacher der Smartphone-App auf, die Friedensgedenkstätten aus dem Spiel zu entfernen. "Der Friedenspark ist kein Ort für Spieler", sagte ein Stadtvertreter in Nagasaki vor den Gedenkfeiern zum Jahrestag der US-Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August.

USA: Das Holocaust-Museum und der Nationalfriedhof Arlington in Washington haben ebenfalls mit nicht zu bremsenden "Pokémon"-Jägern zu kämpfen: Sie appellierten über Twitter an die Besucher, sich respektvoll zu verhalten und das Spielen der App beim Besuch der historischen Stätten zu unterlassen.

Saudi-Arabien: Das gesamte Königreich hält nichts von virtueller Monster-Jagd. Die höchste islamische Institution des Landes bestätigte laut der Nachrichtenseite Arab News kürzlich ein Rechtsgutachten, das das Spiel im ganzen Land verbietet. Nach Ansicht des Ständigen Komitees für Rechtsfragen handelt es sich um ein Glücksspiel, was im Islam grundsätzlich untersagt ist.

Israel: Das Land verbannt "Pokémon Go" aus allen israelischen Botschaften weltweit. Auch auf Militär-Stützpunkten und im Außenministerium ist die Monster-Jagd verboten. "Wegen Sicherheitsaspekten muss man vorsichtig sein", sagte ein Sprecher. 

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