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Xbox One S im Test: Sexy und zierlich

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Neue Spielkonsole von Microsoft  

Sexy und zierlich: Die Xbox One S im Visier

03.08.2016, 10:30 Uhr | (jr / ams), Richard Löwenstein

Xbox One S im Test: Sexy und zierlich. Das attraktive Äußere und die erhebliche Platzersparnis der Xbox One S entfalten durchaus eine verführerische Wirkung. (Quelle: Microsoft)

Das attraktive Äußere und die erhebliche Platzersparnis der Xbox One S entfalten durchaus eine verführerische Wirkung. (Quelle: Microsoft)

Jetzt wissen wir, wofür das S im Namen von Microsofts überarbeiteter Xbox-One-Konsole wirklich steht: Nicht für Slim, also schmal, sondern in Wirklichkeit für sexy. Am 2. August 2016 erscheint mit der Xbox One S eine begehrenswerte Alternative zur vertrauten Xbox One - schöner und kompakter, mit 4K-Videowiedergabe, Ultra HD Blu-ray und einigen anderen praktischen Verbesserungen. Einiges davon kommt auch Besitzern der vertrauten Xbox One zugute.

Foto-Serie mit 11 Bildern

Zeit, das sich was dreht  

Microsoft musste reagieren. Der Blick auf die Software-Verkaufscharts verrät es: Die Xbox One verliert Monat für Monat Marktanteile an eine zunehmende erstarkende Playstation 4. Das Rad herumreißen soll nun die Xbox One S, ein überarbeitetes Modell der Xbox One. 

Die geschrumpfte Xbox  

Die neue S-Box demonstriert mit zurückhaltender Erscheinung in schlichtem Weiß den Willen zur Veränderung. Angenehm klein ist die Konsole geraten, nicht mehr so klobig wie das Original. Zum Leben erwacht die Konsole nach Drücken des Einschaltknopfs mit leichtem Kraftaufwand. Das bloße Antippen eines berührungssensiblen Sensors - die viel User nicht gut fanden, weil ihnen die haptische Rückmeldung fehlte - ist Geschichte. Das ansprechende Äußere versteckt modifizierte Technik und sogar - hurra - das Netzteil. Der Wegfall des klobigen Original-Netzteils und die sichtbar reduzierte Grundfläche der Konsole spart ernsthaft Platz. 

Im Vergleich zur Original-Xbox One ist die S mehr als zierlich: Die Entwickler haben das Volumen der Konsole von 7,6 Liter auf 4,6 Liter reduziert. Der alte Kinect-Sensor kann auch weiter verwendet werden - sofern man einen USB-Adapter dazwischenschaltet. 

Wenig Veränderungen bei der Hardware

Bei der im Inneren verbauten haben die Entwickler nach einem "Shrink"-Prozess beim Design die Chipgröße um ein Drittel reduziert. Zur Verfügung stehen zwölf Compute-Units und acht Jaguar-Kerne sowie wie zuvor 768 Shader-Einheiten. Die geringfügige Leistungssteigerung der von AMD stammenden Prozessoren (GPU und CPU sind wieder als "System on a Chip" verbaut) und die Aktualisierung des HDMI-Ports auf Version 2.0a dienen vorrangig einem Zweck: Die Xbox One S zeigt Ultra HD Blu-rays und Videostreams aus dem Internet in 4K-Auflösung. Damit das funktioniert, muss ein stolzer Besitzer nach dem Kauf seiner Xbox One S allerdings zunächst einen mehrere GB großen Day-One-Patch aus dem Internet laden. 

Die Komponenten der Xbox One S laufen effizient und kühl, so dass wenig Lüfterlärm das cineastische Erlebnis beeinträchtigt. Die Leistungsaufnahme der Konsole haben die Entwickler im Spielbetrieb von 110 auf unter 80 Watt reduziert, bei der Blu-ray-Wiedergabe von 60 auf 40 Watt - das reduziert den Kühlaufwand und damit die Eigengeräusch-Kulisse

Spiele sehen unverändert aus

Auch Games skaliert die Xbox One S auf maximal 4K. Sie sehen dann etwas schärfer aus als bei den üblichen 1080p-Full HD-Auflösung, zeigen aber grundsätzlich denselben Detailgrad und laufen genauso schnell wie auf der Xbox One. Wenn Games auf einem topmodernen TV-Gerät trotzdem brillanter aussehen, liegt das am neu integrierten High-Dynamic-Range (HDR)-Videoverfahren. Das Kürzel HDR steht für eine im Vergleich mit der aktuellen Xbox One weiter gespreizte Farbpalette. Auf der Xbox One S sieht ins-besondere das Schwarz dunkler und das Weiß strahlender aus. Das TV-Gerät muss HDR allerdings unterstützen.

Für Games gilt dasselbe: Sie müssen extra dafür entwickelt sein. Das gilt zum Beispiel für den Brachialshooter "Gears of War 4" und das japanophile Actionfest "Scalebound". Vorhandene Games zeigen keine einzige Farbnuance zusätzlich. Updates sind zwar prinzipiell möglich, wurden aber bisher nicht konkret angekündigt.

Neuerungen auch für die vertraute Xbox

Viele praxisnahe Verbesserungen sind aber selbst nach Einsatz eines Schraubendrehers nicht zu sehen - und funktionieren sogar auf der vertrauten Xbox One. Denn sie kommen durch Updates des Betriebssystems zustande. Microsoft integriert mit dem jüngsten Firmware-Update von der Community häufig geforderte Funktionen. Sie erlauben beispielsweise endlich die unabhängige Einstellung von Region und Sprache. Dann entscheidet jeder selbst, ob er Dialoge auf deutsch oder englisch besser findet. Wer viel Zeit in einem Spiel verbringt, würde manchmal sicher gern eigene Musik dazu hören - auch das ist jetzt möglich. 

Gute Community-Ideen 

Etliche Komfortfunktionen verbessern das Online-Gaming-Erlebnis. Beispielsweise können befreundete Xbox-Live-Spieler offene und geschlossene Clubs bilden. Eine Gruppen-Suchfunktion unterstützt mit verschiedenen Filtern (Kein Trash-Talk, Hilft Einsteigern et cetera) die Suche nach angenehmen Online-Mitspielern.

Die sogenannte Arena-Funktion zielt dagegen auf Profiplayer, die sich gerne in Online-Wettbewerben mit anderen messen. Die Funktion sammelt und sortiert Informationen zu Competitions aus verschiedenen Games. Die Xbox erinnert einen dann per Bildnachricht beispielsweise daran, dass im Rennspiel "Forza Horizon 3“ ein neuer Community-Wettkampf ansteht - und startet das Game auf Tastenkommando automatisch.

Überarbeiteter Xbox One S-Controller

Außerdem liegt der Xbox One S ein geringfügig modifizierter Controller bei. Die neue Version enthält Bluetooth-Funktionen und nimmt so problemlos mit anderer Bluetooth-Hardware Verbindung auf, einem Windows-PC zum Beispiel. Über ein Online-Design-Lab können Fans sogar ihren individuellen Controller zusammenstellen und für 60 Euro ordern. Verschiedene Farben und Designs für Gehäuse und Tasten addieren sich laut Microsoft auf insgesamt acht Millionen Varianten. Das klappt ab Herbst in USA und Kanada, der deutschprachige Raum folgt 2017.

Keine Exklusivgames mehr für die Xbox One

Die Unterstützung der Softwareindustrie für die Xbox lässt trotzdem nach, oder besser gesagt: Sie verlagert sich. Auf der Spiele-Fachmesse E3 Mitte Juni hatte Microsoft zwar ein starkes Lineup an Produktionen aus eigenen und verbündeten Studios vorzuweisen - aber Sony konterte mit einem Mehrfachen an Top-Games für die PS4. Außerdem ist fraglich, wohin Microsofts mutige "Xbox Play Anywhere"-Strategie führen soll. Als Abspielgerät für Exklusivsoftware verliert die Xbox One jedenfalls stark an Reiz, weil es schlichtweg keine neuen Exklusivgames für Xbox One mehr geben wird: Microsoft wird ab sofort alle inhouse produzierten Games - und die verbündeter Studios - für Xbox One und Windows 10 gleichzeitig veröffentlichen. 

Um vom verbesserten Bildmaterial wirklich zu profitieren, braucht man ein 4K-fähiges, idealerweise mit HDR ausgestattetes TV-Gerät. An einem herkömmlichen 1080p-Full-HD-Fernseher ist die Grafikqualität von Xbox One und Xbox One S nahezu identisch - allerdings steht den Studios bei letzterer ein bisschen mehr Leistung für HDR zur Verfügung. Bei der Tonausgabe werden Dolby Digital Plus und True HD unterstützt. 

Fazit: Das Design macht an

Ob der Kauf einer Xbox One S lohnt? Wenn Sie Gamer sind und bereits eine Standard Xbox One besitzen, dann lohnt der Umstieg eher nicht, da sich bis auf HDR-Video und die frontseitig angebrachte USB-Buchse für den komfortablen Anschluss eines leeren Controller-Akkus keine nennenswerten Vorteile im Alltag ergeben.

Allerdings entfalten das attraktive Äußere und die erhebliche Platzersparnis der neuen Konsole im Microsoft-Stall durchaus eine verführerische Wirkung. Highend-Cineasten könnten zusätzlich den Verlockungen der überarbeiteten Videoausgabe erliegen. Es gibt momentan keinen preiswerteren Player für hochauflösende UHD-Blu-Rays und Videostreams. Wenn Sie keine Xbox One besitzen und sowieso mit dem Kauf liebäugeln, dann ist die Sache klar. Dann muss es das S-Modell sein. 

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