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Ghost Recon: Wildlands im Preview - Drogenhatz im Anden-Hochland

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Vorschau zu Ghost Recon: Wildlands | Taktik-Shooter | PC, PS4, Xbox One  

Drogenhatz in den Anden

04.08.2016, 16:42 Uhr | Sönke Siemens (jr / ams), Richard Löwenstein

Ghost Recon: Wildlands im Preview - Drogenhatz im Anden-Hochland. Bolivien als Schauplatz für Ghost Recon: Wildlands begeistert und sorgt gleich reihenweise für Postkarten-Motive.  (Quelle: Ubisoft)

Bolivien als Schauplatz für Ghost Recon: Wildlands begeistert und sorgt gleich reihenweise für Postkarten-Motive. (Quelle: Ubisoft)

Zu den Klassikern des Taktik-Shooter-Genres gehört ohne Zweifel "Ghost Recon“, das - seit 15 Jahren am Markt - in schöner Regelmäßigkeit von Ubisoft fortgesetzt wird. Mit "Ghost Recon: Wildlands" für PC, PS4 und Xbox One soll nun am 7. März 2017 die nächste Evolutionsstufe der Marke gezündet werden. Dabei will man weg von Level-basierten Aufträgen und hin zu 4-Spieler-Koop-Action in einer offenen Welt. 

Willkommen in Südamerika 

Bolivien - das bedeutet für viele Touristen vor allem malerische Gebirgsstraßen, exotische Kartoffelspeisen und tolle Ausblicke auf den größten Salzsee der Welt. In "Ghost Recon: Wildlands", das Entwickler Ubisoft Paris in einer fiktiven Version der Anden-Republik ansiedelt - ist es hingegen vorbei mit der Hochland-Idylle. Denn das Santa-Blanca-Kartell verbreitet Angst und Schrecken unter der Bevölkerung. Schlimmer noch: Angeführt von einem gewissen El Sueño ist die brutale Verbrecherorganisation mittlerweile zum größten Kokain-Exporteur der Welt aufgestiegen. So einflussreich, dass selbst den Amerikanern etwas mulmig wird. 

Die Geister sollen es richten

Da jedoch niemand im Pentagon einen offenen Krieg anzetteln will, muss ein Plan B her. Gemeint ist die fiktive US-Spezialeinheit "Ghosts", die seit ihrem Debüt im Jahr 2001 Gangstern, Ganoven und Terrorpaten weltweit das Fürchten lehrt. Die Idee der Geheimdienst-Strategen: Vier Mann dieser mit allen Wassern gewaschenen Truppe sollen unbemerkt hinter feindlichen Linien abgesetzt werden. Dort angekommen, besteht ihre Aufgabe darin, den Feind von innen heraus zu schwächen und letztendlich zu zerstören.

Sprengstoff-Attacken auf Drogendepots, das Kidnapping wichtiger Informanten, die Tötung von ranghohen Kartell-Gangstern - zu tun gibt es in "Wildlands“ genug. Wie genau man dabei vorgeht, kann jeder für sich entscheiden. Das gilt auch für die Entscheidung, ob man mit bis zu drei KI-Kollegen losprescht oder sich alternativ drei menschliche Gefährten ins Boot holt. 

Jagd nach El Pozolero

Was das in der Praxis bedeutet, verdeutlicht ein Blick auf eine frühe, kürzlich von Ubisoft präsentierte Vorabversion. Missionsziel? El Pozolero aus dem Verkehr ziehen. Der "Tatortreiniger" mit Schnauzbart und Gummi-Overall hat sich in einer schwer bewachten Basis verschanzt und übernimmt dort für El Sueño den Job, den sonst keiner machen will: Leichen mit Sodium-Hydroxid entsorgen - und zwar restlos. Was ihm wohl auch den Namen "Stewmaker" eingebracht hat.

Als die Ghosts, aufgeteilt in zwei 2er-Teams, aus unterschiedlichen Himmelsrichtungen anrücken, vergeht dem Säure-Mischer gleichwohl das Grinsen. Nicht zuletzt weil die Geister ihrem Namen zunächst alle Ehre machen und völlig unbemerkt in die Basis eindringen. Mal indem sie erst den Lärm eines vorbeifahrenden Zuges abwarten und zeitgleich Feinde gezielt ausschalten, mal indem sie eine ferngesteuerte Drohne losschicken, um Gegner aus der Luft zu orten und dann lautlos an ihnen vorbeischleichen. 

Chaos mit Konsequenzen

Doch kurz vorm Showdown mit der Zielperson geht ein Schuss daneben. Panisch schlagen die verbleibenden Gangster Alarm - Pozolero nimmt die Beine in die Hand und flüchtet in einer weißen Limousine. Was folgt, ist eine rassig inszenierte Verfolgungsjagd. Ein Ghost-Team auf Motorrädern, das andere in einem SUV. Reifen quietschen, Leitplanken zerbersten, Granaten explodieren, Häuser fliegen in die Luft. Spätestens jetzt dreht der neue Ghost Recons-Spross richtig auf und fühlt sich fast schon wie ein Just Cause 3 mit Koop-Modus an. 

Vielversprechend, aber noch nicht konkreter gezeigt: Sämtliche Taten des Teams sollen sich früher oder später auf die Spielwelt auswirken. Wer also beispielsweise über einen längeren Zeitraum Santa-Blanca-Offiziere auslöscht, muss sich nicht wundern, wenn El Sueño aus Rache an friedlichen Dorfbewohnern ein grausames Exempel statuiert. Frei nach dem Motto: "Wenn ihr uns nicht in Ruhe lasst, werden noch mehr Unschuldige dafür büßen." 

Den Feind mit den eigenen Waffen schlagen

Auch spannend: Etwas taktische Raffinesse vorausgesetzt, kann man gegnerische Fraktionen gegeneinander aufhetzen. Das gelingt vor allem dann, wenn sich zwei Gangstergruppen ohnehin misstrauisch gegenüberstehen und durch ein weiteres Ereignis - etwa einen ferngezündeten Sprengsatz - endgültig den Respekt voreinander verlieren. Das wiederum spart Munition und Nerven und beschert jede Menge generisches Rüstzeug, welches für gewöhnlich nach dem Abklingen des Kugelhagels überall herumliegt. 

Was uns gefällt 

Seien es nun schwindelerregende Passstraßen, kilometerlange Salzseen, reißende Gebirgsbäche, grasende Lama-Herden oder mit viel Liebe zum Detail ausgeschmückte Dorfkirchen: Das fiktive Bolivien als Schauplatz begeistert und sorgt gleich reihenweise für Postkarten-Motive. Das gilt insbesondere dann, wenn die gelungene Wettersimulation sowie der dynamische Tag-/Nachtwechsel ihre Muskeln spielen lassen. Ebenfalls top: Derzeit beziffert Ubisoft den Fuhrpark auf über 60 Vehikel, darunter Boote, Flugzeuge, Helikopter, Wüsten-Buggys und Dirtbikes. 

Was uns nicht gefällt

Leider lässt sich Wildlands immer nur miteinander spielen. Wer den Open-World-Champion GTA 5 mal länger im Mehrspieler-Modus probiert hat, wird einen Versus-Modus daher umso mehr vermissen. Schade zudem, dass die an sich schicke Grafik auf nähere Distanz qualitativ etwas abbaut, die Feind-KI noch nicht allzu viel Schlagfertigkeit beweist und einige liebgewonnene Spielelemente älterer Teile fehlen - etwa die Countdown-Funktion, wenn mehrere Spieler gemeinsam Feinde mit dem Snipergewehr ausknipsen. Abzuwarten bleibt ferner, wie genau und präzise man KI-Kameraden befehligen kann, wenn man als Solo-Spieler losmarschiert. Hierzu schwieg sich Ubisoft bisher aus. 

Fazit 

Sofern die Story den Spieler - wie größtenteils in der Demo gezeigt - von einem Höhepunkt zum nächsten peitscht und die gesamte Spielwelt tatsächlich kontinuierlich auf die Taten der Ghosts reagiert, hat das hier das Zeug zum Koop-Kassenschlager. Speziell wenn Ubisoft der KI noch mehr Raffinesse einimpft und auch Solo-Spielern ausreichend taktische Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Mangelt es dagegen auf längere Sicht an Spannungsbögen und Abwechslung, besteht die Gefahr, dass Wildlands trotz riesiger Spielwelt hinter den hochgesteckten Erwartungen zurückbleibt. Ein Schicksal, das bekanntlich schon so manchen ambitionierten Ubisoft-Titel ereilt hat. 

Infos zum Spiel

Titel: Ghost Recon - Wildlands
Genre: Taktik-Shooter 
Hersteller: Ubisoft Paris  
Publisher: Ubisoft  
Release-Termin: 7. März 2017 
Preis: zirka 55 Euro (PC) / zirka 65 Euro (Konsole) /  Calaveras Collectors Case Edition ab 149 Euro (nur im U-Play Store) 
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt  
Eindruck: Gut 

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