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Redungeon: Im Verlies der tausend Tode

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Test zu Redungeon | Action-Rollenspiel | iOS, Android  

Verlies der tausend Tode

05.08.2016, 14:08 Uhr | Manuel Fritsch (jr / ams) , Medienagentur plassma

Redungeon: Im Verlies der tausend Tode. Der charmante Pixel-Look und die Musik, gepaart mit dem intuitiven und fordernden Spielprinzip, laden ständig zu weiteren Redungeon-Runden ein. (Quelle: Eneminds)

Der charmante Pixel-Look und die Musik, gepaart mit dem intuitiven und fordernden Spielprinzip, laden ständig zu weiteren Redungeon-Runden ein. (Quelle: Eneminds)

Gefährliche Abgründe, mit Messern bestückte Fallen, eklige Schleimmonster und jede Menge ungeborgene Schätze, das sind die Zutaten eines guten Abenteuerspiels. Der Free-to-Play-Titel "Redungeon" für iOS und Android verbindet diese mit dem erfolgreichen Genre der Endless-Runner und einem Bushaltestellen-kompatiblen Spielprinzip für zwischendurch. Das macht großen Spaß, der lediglich durch das Monetarisierungskonzept gelegentlich ausgebremst wird.

Diablo für unterwegs 

Auch wenn manche das denken - Dungeoncrawler gibt es nicht erst seit dem Blizzard-Klassiker "Diablo". Auf mobilen Geräten wurde dieses Genre aufgrund der limitierten Steuerungsmöglichkeiten bisher jedoch eher stiefmütterlich behandelt - oder oft auch nur halbgar umgesetzt.

Die Entwickler von Eneminds starten nun mit Redungeon einen neuen Versuch, das beliebte Genre in eine handliche Form zu pressen. Doch sie haben dabei lediglich das Grundkonzept beibehalten, möglichst lange in einem gruseligen Verlies gegen Gefahren und Monster zu überleben. Um dem Medium gerecht zu werden, wurden Steuerung und Spielprinzip extrem vereinfacht.

Einfach und intuitiv 

Per Fingerwisch in eine der vier Himmelsrichtungen bewegt man die Spielfigur in der in Kacheln unterteilten Spielwelt. Mehr muss der Spieler nicht lernen und kann sich direkt ins Abenteuer stürzen. Das Spielziel ist klar definiert: Es gilt, möglichst weit in das dunkle Verlies vorzudringen, Fallen und Gegnern auszuweichen und dabei so viele Münzen einzusammeln wie nur möglich. Einfach ist das nicht, denn Gefahren lauern überall: Man kann wahlweise von Messern zerteilt, von Pfeilen durchbohrt, von Fledermäusen gebissen, von Schleimmonstern eingeschleimt, von Spinnennetzen gefangen oder von sich bewegenden Wänden zerquetscht werden.

Und weil das noch nicht gefährlich genug ist, kann man auch versehentlich nach einem beherzten, aber falsch getimten Sprung in die Tiefe stürzen. Um den Druck auf den Spieler weiter zu erhöhen, nähert sich vom unteren Bildschirmrand noch eine gnadenlose Wand dunkler Schatten, die Sie einholt, sollten Sie sich zu lange an einem Fleck aufhalten.

Tempel des Todes

Wie auch im echten Leben gilt bei Redungeon: Irgendwann ist immer Schluss, der Tod ereilt uns alle in der einen oder anderen Form. Das ist das typische Spielprinzip der sogenannten "Endless-Runner", zu denen sich im Grunde auch Redungeon zählen lässt. Der Weg ist hier das Ziel - es gibt es kein klassisches Level-Ende oder einen Endboss. Das möglichst lange Überleben steht im Fokus.

Je weiter der Spieler kommt, desto mehr Münzen kann er einheimsen und desto lukrativer werden die Schätze. Weiteren Anreiz bietet die Möglichkeit, seine Leistungen mit denen von Freunden vergleichen zu können. Wenn man nach tausend Toden endlich einen neuen Rekord aufgestellt hat, motiviert das ungemein!

Jeder Anlauf ist anders

Die Vorsilbe "Re-" in Redungeon spielt auf die ständigen Neuversuche an. Damit diese permanente Wiederholung nicht langweilig wird, generiert das Spiel den Levelaufbau bei jedem Durchlauf komplett neu und zufällig. Zwar sind die Arten der Fallen und Gegner gleich, aber Anordnung und Reihenfolge variieren bei jedem Durchlauf.

Für zusätzliche Abwechslung sorgen die unterschiedlichen Charaktere, mit denen Sie einen Anlauf in das Verlies unternehmen können. Insgesamt stehen acht unterschiedliche Abenteuertypen zur Auswahl. Vom klassischen Ritter über eine verfluchte Vogelscheuche oder auch einem mit Graf Dracula verwandten Blutsauger ist die Auswahl vielfältig.

Jäger der verlorenen In-App-Käufe 

Abseits des Ritters Gylbard müssen die zusätzlichen Charaktere allerdings mit den erspielten Münzen freigeschaltet werden. Da Redungeon in der Grundversion kostenlos ist, wird die Anforderung hier entsprechend hochgedreht. Um alle Charaktere freizuschalten, die stellenweise 5000 oder gar 10.000 Münzen kosten, müssen Sie einige Stunden und mehrere hundert Anläufe im Spiel starten, wenn Sie kein zusätzliches Geld ausgeben wollen. Für zirka vier Euro bekommen Sie alternativ 50.000 Münzen im In-App-Store, mit denen Sie dann alle Charaktere freischalten können.

Weiterbildungsprogramm für Schatzjäger

Jede Figur lässt sich zusätzlich noch zwischen drei und fünfmal aufrüsten und verbessern. Diese neuen Fähigkeiten bringen eine zusätzliche Ebene ins Spiel, die unterschiedliche Taktiken und Möglichkeiten eröffnet. Investieren Sie zum Beispiel in das Weiterbildungsprogramm des Vampirs, schalten Sie dessen Flugfähigkeit frei, die Sie vor Abstürzen rettet oder das Umfliegen von Fallen ermöglicht. Auch Fledermäuse lieben den bluttrinkenden Adligen und greifen ihn per se nicht an. Als hochgelevelter Ritter steht Ihnen hingegen alternativ ein Schwert zum Angreifen zur Verfügung, und als Vogelscheuche müssen Sie sich nicht mehr vor Spinnweben fürchten . 

Was uns gefällt 

Der charmante Pixel-Look und die Musik, gepaart mit dem intuitiven und trotzdem fordernden Spielprinzip, laden immer wieder dazu ein, "nur noch einen Versuch" zu starten. Gut gefällt uns auch, dass das Spiel trotz der zufälligen Level-Generierung nie unfair ist. Wenn man stirbt - und das tut man oft -, weiß man immer sofort, warum. Und nicht selten muss man sich zähneknirschend eingestehen, dass man den Bildschirmtod selbst verschuldet hat. 

Was uns nicht gefällt

Auch wenn es natürlich erstmal gut klingt, dass das Spiel kostenlos ist: Die Monetarisierung via Münzkauf steht dem Spielkonzept direkt konträr gegenüber. Wenn Sie sich für 3,99 Euro 50.000 Münzen kaufen, um alle Charaktere freizuschalten - welche Motivation bleibt denn dann eigentlich noch, dieses Spiel weiterzuspielen? Andererseits geizen die Entwickler mit den zu findenden Münzen im Dungeon, schließlich soll der Münzkauf im Store ja angekurbelt werden. Es hätte dem Spiel gut getan, hätten die Entwickler lieber ehrlich und direkt vier Euro verlangt, statt auf ein Free-to-Play-Modell zu setzen und dafür die Belohnungen im Dungeon höher und schneller zu verteilen. 

Fazit

Ein wirklich tolles Spielkonzept, das die Beschränkungen des mobilen Mediums perfekt mit der Atmosphäre und dem Reiz eines großen Dungeoncrawlers paart. Das Freischalten und Entdecken der Charaktere und ihrer sehr unterschiedlichen Fähigkeiten macht großen Spaß, und jede neue Figur verändert das Spielgefühl spürbar. Redungeon motiviert und ist das perfekte Spiel für zwischendurch. Schade nur, dass das Monetarisierungskonzept und die Werbeeinblendungen so aggressiv sind, dass einem die Lust am Spiel gelegentlich vergehen kann. 

Infos zum Spiel 

Titel: Redungeon 
Genre: Action-Rollenspiel 
Publisher: Nitrome 
Hersteller: Eneminds 
Release: Im Handel  
Preis: Free-to-Play / finanziert über In-App-Käufe) 
System: iOS, Android
USK-Freigabe: Ab 6 Jahren
Wertung: Gut

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