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Pokémon Go: Fake-Version für PC verbreitet Erpressungs-Trojaner

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Ransomware  

Pokémon Go: Fake-Version für PC verbreitet Erpressungs-Trojaner

16.08.2016, 09:57 Uhr | jr / ams

Pokémon Go: Fake-Version für PC verbreitet Erpressungs-Trojaner. Das Mobile Game Pokémon Go für iOS und Android gehört derzeit zu den beliebtesten Smartphone-Anwendungen weltweit. (Quelle: Screenshot)

Das Mobile Game Pokémon Go für iOS und Android gehört derzeit zu den beliebtesten Smartphone-Anwendungen weltweit. (Quelle: Screenshot)

Nintendo warnt aktuell dringend vor der Installation einer angeblichen PC-Version von Pokémon Go. Wer diese auf seinem System installiert, läuft Gefahr, den PC mit einem Erpressungs-Trojaner ("Ransomware") zu infizieren, der den Zugriff auf den Rechner sperrt und im Hintergrund Nutzerdaten verschlüsselt. Tatsächlich gibt es gar keine offizielle Version von Pokémon Go für den PC - lediglich eine funktional stark eingeschränkte Studie für Windows-Phone. 

Ransomware-Alarm wegen gefakter Pokémon Go-PC-Version

Wer seinen PC danach wieder nutzen will, wird dazu aufgefordert, ein Lösegeld zu bezahlen. Die Kontaktaufnahme findet über eine Gmail-Adresse statt. Aktuell bedroht sind vor allem Nutzer im arabischen Raum - die Erpresserbotschaft ist in Arabisch verfasst. 

Nach Erkenntnissen des Sicherheitsexperten Michael Gillespie wird über den getarnten Admin-Account "Hack3r" zusätzlich eine Hintertür im Windows-System angelegt. Darüber hinaus versucht der Verschlüsselungs-Trojaner über eine Autorun-Datei, angedockte USB-Festplatten und USB-Sticks zu infizieren, um sich weiter zu verbreiten. Weiterhin wird eine bis dato aber noch nicht aktiv genutzte Netzwerk-Freigabe eingerichtet. 

Die Ramsomware ist allerdings aktuell noch fehlerbehaftet. Beispielweise nutzen die Erpresser einen statischen AES-Key. Diese Schlüssel werden normalerweise dynamisch erstellt und dann an den Kontrollserver übermittelt. 

Mögliche Schutzmaßnahmen

Wer sich vor Ransomware wie dem Pokémon Go-Trojaner schützen will, sollte Software-Downloads aus unseriösen Quellen vermeiden und das Betriebssystem mit Updates immer auf dem neuesten Stand halten. Zudem ist die Aktivierung einer Firewall und der Einsatz einer aktuellen Antivirensoftware dringend anzuraten. Ebenso wichtig sind regelmäßige Datenbackups auf externe Datenräger, die nach dem Sicherungslauf wieder vom PC getrennt werden.

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