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Gamescom 2016  

BIU will Anerkennung von Computerspielen als echte Sportart

16.08.2016, 12:30 Uhr | jr / ams, AFP

BIU will Anerkennung von Computerspielen als echte Sportart. Computerspiel-Event ESL One in der Frankfurter Commerzbank-Arena. (Quelle: dpa/Frank Rumpenhorst)

Computerspiel-Event ESL One in der Frankfurter Commerzbank-Arena. (Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa)

Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) hat den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) aufgefordert, elektronische Wettkämpfe per Computerspiel offiziell als Sportart anzuerkennen. "Wenn Deutschland hier nicht zeitnah mitzieht, droht die Gefahr, den Anschluss zu verlieren und damit großes wirtschaftliches Potenzial zu verschenken", begründete BIU-Geschäftsführer Maximilian Schenk in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Dienstag seinen Vorstoß.

In Sachen E-Sport nicht den Anschluss verlieren

Viele andere Staaten seien beim sogenannten E-Sport bereits viel weiter, sagte Schenk kurz vor der Eröffnung der Spiele-Messe Gamescom, die am Mittwoch in Köln beginnt. Der Branchenverband vertritt die Interessen der deutschen Computerspielhersteller. Rechtliche Privilegien, die der Gesetzgeber dem Sport zuerkenne, müssten auch für E-Sport gelten. Dazu gehörten vereinfachte Visa für Athleten, die Teilnahme an Fördermechanismen sowie die steuerrechtliche Anerkennung der Gemeinnützigkeit.

Schenk sprach sich darüber hinaus für die Anerkennung von E-Sport als eine olympische Disziplin aus. "E-Sport erreicht Zielgruppen, die sich sonst kaum noch für Olympia interessieren", sagte er dem Blatt. Für das IOC sei das eine Chance, die olympischen Spiele mit innovativen Entscheidungen in diesem Bereich für die Zukunft fit zu machen.

Die deutsche Computer- und Hightechbranche wirbt in jüngerer Zeit verstärkt um die Anerkennung von E-Sport als Sportart. Der BIU etwa gründete im Juni eine eigene E-Sport-Vereinigung. Der Dachverband Bitkom veröffentlichte vor rund zwei Wochen passend zur Eröffnung der Sommerspiele in Rio eine Umfrage, wonach fast jeder vierte Deutsche (23 Prozent) sich vorstellen kann, dass derartige Wettkämpfe olympisch werden.

E-Sportwettbewerbe werden nach Angaben der Branchenverbände vor allem in Disziplinen wie Echtzeit-Strategiespielen, Sportsimulationen und Ego-Shootern ausgetragen, bei denen Einzelspieler oder Teams gegeneinander antreten. Entsprechende Veranstaltungen finden teils in großen Hallen statt und ziehen mitunter etliche tausend Zuschauer an.

Bitkom verwies zur Begründung seiner Forderungen insbesondere auf die fortschreitende Professionalisierung des E-Sports, bei dem wie bei anderen anerkannten Sportarten "extrem schnelle Reaktionsfähigkeit, taktisches Geschick und strategisches Denken" gefragt seien. Die Spiele-Branche teile nicht die Auffassung des DOSB, das E-Sport nicht die "notwendige motorische Aktivität" erfordere, um als echter Sport zu gelten.

Der Verband verwies ferner darauf, dass sich Verbände wie die Electronic Sports League (ESL) schon seit Jahren national und international für die Anerkennung von E-Sport einsetzten, Gaming-Turniere zum Teil bereits ganze Stadien füllten und einige Staaten, darunter etwa Brasilien, E-Sport bereits offiziell als echte Sportart anerkannt hätten. 

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