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Test zu Champions of Anteria: Weder Siedler noch Diablo

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Test zu Champions of Anteria | Action-Rollenspiel | PC  

Weder Siedler noch Diablo

01.09.2016, 15:44 Uhr | Olaf Bleich (jr / ams), Medienagentur plassma

Test zu Champions of Anteria: Weder Siedler noch Diablo. Champions of Anteria ist ein solider Action-Rollenspiel-Mix mit stimmiger Präsentation und vielen kleinen und großen Macken. (Quelle: Ubisoft)

Champions of Anteria ist ein solider Action-Rollenspiel-Mix mit stimmiger Präsentation und vielen kleinen und großen Macken. (Quelle: Ubisoft)

"Champions of Anteria" hat einen langen Weg hinter sich: Zunächst als Gratis-Strategiespiel "Die Siedler: Königreiche von Anteria" angekündigt, baute Entwickler Blue Byte das PC-Projekt nach einem misslungenen Beta-Test um.

Herausgekommen ist ein preisgünstiges Action-Rollenspiel mit Taktikelementen, das zwar reichlich Umfang bietet, aber inhaltlich und spielerisch längst nicht vollends überzeugt. 

Neue Helden braucht das Land

Die Fantasy-Welt von Anteria wurde durch eine finstere Macht besetzt. Infolgedessen leben die Bewohner in Angst und verbarrikadieren sich hinter den Mauern ihrer Hauptstadt. Um dieser Bedrohung Herr zu werden, bedarf es fünf wagemutiger Helden, die das Reich Stück für Stück zurückerobern.

Spiele-Videos 
Champions of Anteria: Neues Strategiespiel von Blue Byte

Ehemaliges Siedler-Spiel kommt in völlig anderer Form. Video

Blue Byte erzählt die Geschichte von Champions of Anteria in liebevoll gezeichneten Comic-Sequenzen. Mit leichtem Humor gewürzt, überzeugt dabei sowohl die deutsche als auch die englische Sprachausgabe. Durch die sympathische Präsentation fällt der Einstieg in das Mittelalterszenario leicht, und auch sonst passt zumindest die technische Umsetzung des Action-Rollenspiels. Egal, ob man verschneite Schlösser erkundet oder in dunklen Wäldern unterwegs ist - Champions of Anteria besitzt einen angenehmen Charme, der einen bei der Stange hält.

Kampf der Elemente 

Spielerisch lehnt sich Blue Bytes aktuelles Projekt an Games wie "Diablo 3" oder auch das MOBA "League of Legends" an. Denn um besagte Sektoren zu befreien, wählt man sie zunächst aus und schickt drei Helden in die Schlacht. Jede Figur in Champions of Anteria gehört einer Elementarstufe an. Haudrauf Vargus beispielsweise ist ein Metall-Charakter, Mönch Anslam dagegen ein Blitzzauberer und Oona eine Wasserkriegerin.

Das Element entscheidet darüber, wie viel Schaden die Figuren anrichten und wogegen sie besonders anfällig sind. Einfachstes Beispiel: Wasser-Heldin Oona ist der Schreck aller Feuermonster. So entsteht ein erweitertes Schere-Stein-Papier-System, das man sich immer wieder zunutze machen sollte. Für ein wenig "Diablo"-Feeling sorgen die steten Stufenaufstiege der Helden, mit deren Hilfe der Spieler neue Fertigkeiten aktiviert und bis zu vier Zusatzattacken pro Mission auswählt.

Daheim ist es doch am Schönsten

Als Zentrale für jeden Einsatz fungiert die Hauptstadt Anterias. Sie wirkt wie ein Relikt aus früheren "Die Siedler"-Zeiten, kann sie doch mit Gebäuden wie dem Steinbruch, der Schmiede oder dem Wasserträger ausgebaut werden. Leider gibt es keine traditionellen Produktionsketten oder gar ein ausgefeiltes Ressourcen-Management mehr. Stattdessen dienen die Bauten nur zum Beschaffen neuer Rohstoffe. In erweiterten Gebäuden wie der Apotheke oder dem Schmied können Sie zudem rollenspieltypische Objekte wie Tränke, Rüstungen oder Waffen anfertigen, die Sie später Ihren Helden mit auf den Weg geben.

Neue Funktionen schaltet man wiederum mit dem Einsatz von Ansehenspunkten frei. Diese erhält man für das Erobern von Sektoren und setzt sie im unübersichtlichen Technikbaum für Erweiterungen ein. Obwohl es dem ganzen System sichtlich an Tiefe fehlt, macht der Ausbau von Helden und Stadt durchaus Laune.

Chaos auf dem Schlachtfeld 

Die eigentlichen Missionen überzeugen gerade bei einer Spieldauer von 20 bis 30 Stunden nur begrenzt. Die Aufgaben wiederholen sich zu schnell. Ständig muss man Wellenangriffe überstehen, während man entweder einen Transport eskortiert, Schlüsselpunkte abklappert oder Verteidigungsgebäude wieder hochzieht. Taktische Herausforderungen? Gibt es kaum. Meist reicht es vollkommen aus, die kleinen Karten abzusuchen und alle Gegner zu besiegen.

Ähnlich wie im Rollenspiel-Klassiker "Baldur's Gate" lassen sich die Kämpfe pausieren. So hat man ausreichend Zeit, um Befehlsketten anzulegen und Spezialattacken zu koordinieren. Leider spielt das Schere-Stein-Papier-Prinzip keine große Rolle. Vielmehr arten die Gefechte immer wieder in pures Chaos aus. Denn die KI-Helden führen viele Aktionen zu spät aus oder ignorieren im Pausenmodus gegebene Kommandos gar komplett. Dazu nervt eine katastrophale Wegfindungsroutine, die dafür sorgt, dass die Figuren oftmals enorm lange Wege in Kauf nehmen. Bei nur drei Helden entstehen so oft Probleme durch Unterzahl, die nur mit Heiltränken behoben werden können.

Champions of Anteria bringt nur gelegentlich etwas Abwechslung mit Bossen und Nebenzielen in die Einsätze. Einen Großteil der Spielzeit aber prügelt sich der Spieler durch immer ähnliche Kämpfe mit wechselnden Widersachern.

Was uns gefällt 

Nach der holprigen Entwicklungsphase ist Champions of Anteria trotz aller Schwächen noch zu einem solide spielbaren Action-Rollenspiel gewachsen. Vor allem die Präsentation ist dabei sehr gut gelungen. Die Comic-Optik, die hübschen Zwischensequenzen und die schöne Akustik passen sehr gut zueinander und kreieren eine stimmige Atmosphäre.

Spielerisch fallen der ordentliche, aber etwas deplatziert wirkende Aufbaupart sowie das im Kern durchdachte Kampfsystem auf. Leider reichen aber die guten Ansätze nicht aus, um Champions of Anteria zu einem rundum gelungenen Diablo-Klon zu machen.

Was uns nicht gefällt

Man merkt immer wieder, dass Blue Byte offenbar noch wenig Erfahrung im Umgebung mit Echtzeitkämpfen hat. Gerade beim Gegner- und Heldenverhalten nervt das Spiel mit langen Laufwegen. Dazu reagieren die Figuren oftmals verspätet auf Befehle, sodass gerade Flächenattacken häufig ins Leere gehen. Darüber hinaus stören die sehr ähnlichen Missionsabläufe sowie die mangelnde Tiefe in nahezu allen Bereichen des Spiels.

Fazit

Keine vollkommene Katastrophe, aber leider auch kein Überraschungserfolg: Champions of Anteria ist ein solider Action-Rollenspiel-Mix mit stimmiger Präsentation und vielen kleinen und großen Macken. Gerade die Steuerung und die KI benötigten noch mehr Feinschliff, ehe man das Spiel ohne Stirnrunzeln weiterempfehlen kann. 

Infos zum Spiel 

Titel: Champions of Anteria 
Genre: Action-Rollenspiel 
Publisher: Ubisoft 
Hersteller: Blue Byte 
Release-Termin: Im Handel
Preis: zirka 30 Euro 
System: PC 
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
Wertung: Befriedigend

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