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Dishonored 2: Preview zum Action-Adventure für Xbox und PS4

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Vorschau Dishonored 2 | Action-Adventure | PC, PS4, Xbox One  

Tödliches Vater-Tochter-Gespann

05.09.2016, 15:55 Uhr | Olaf Bleich (tz/ta), Medienagentur plassma

Dishonored 2: Preview zum Action-Adventure für Xbox und PS4. In Dishonored 2 bauen die Entwickler auf den Stärken des Vorgängers auf und würzen sie mit Emily als neuer Heldin. (Quelle: Bethesda Softworks)

In Dishonored 2 bauen die Entwickler auf den Stärken des Vorgängers auf und würzen sie mit Emily als neuer Heldin. (Quelle: Bethesda Softworks)

Reine Solo-Abenteuer sind im Jahr 2016 eine Rarität. Viel zu oft versuchen Entwickler, die Lebenszeit ihrer Spiele mit halbgaren Mehrspielerelementen zu verlängern. Anders das Open-World-Abenteuer "Dishonored: Die Maske des Zorns" von 2012: Der Rachefeldzug von Corvo Attano, dem einstigen Bodyguard der Kaiserin, überzeugte Kritiker wie Spieler mit einem anspruchsvollen Mix aus Action und Schleicherei sowie einer künstlerisch unorthodoxen Spielwelt. Der am 11. November 2016 für PC, PS4 und Xbox One erhältliche Nachfolger "Dishonored 2: Das Vermächtnis der Maske" setzt auf ähnliche Tugenden, bietet aber gleich zwei Helden mit fantastischen Fähigkeiten.

Ein Attentäter und seine Tochter

Im ersten Teil wurde Corvo des Mordes an der Kaiserin Jessamine Kaldwin bezichtigt. Nur mit Hilfe des Zeichens der Outsiders entkam er aus dem Gefängnis und konnte auf die Suche nach dem wahren Täter gehen. Dennoch schien es eine Verbindung zwischen dem Wachmann und Emily, der Tochter der Kaiserin, zu geben. Nach den Missionen ereilten das Mädchen nämlich Visionen, die sie in teils düsteren Bildern zu Papier brachte. Emily reagierte so auf Corvos Aktionen. Je brutaler er vorging, desto verstörender waren ihre Kunstwerke. Später wurde klar: Corvo ist Emilys Vater.

Dishonored 2: Das Vermächtnis der Maske spielt 15 Jahre nach diesen Geschehnissen. Und diesmal geht es darum, Emily Kaldwin zurück auf den Thron von Dunwall zu bringen. Zu diesem Zweck reisen Corvo und Emily in die Küstenstadt Karnaca, wo sie die Lösung des Problems vermuten. Erstmals haben Spieler somit die Wahl zwischen zwei Helden, die über unterschiedliche Eigenschaften und Fähigkeiten verfügen.

Assassinen im Doppelpack

Wer Corvo schon aus dem ersten "Dishonored" kennt, wird im Nachfolger keine Überraschungen erleben. Der Attentäter setzt nahezu vollständig auf das bereits bekannte Arsenal an Talenten und kann sich beispielsweise teleportieren. Neu ist dagegen ein üppiger Fähigkeitenbaum, mit dessen Hilfe Spieler Corvo weiter anpassen. Denn erneut vermischt Dishonored geschickt Action- und Schleichelemente mit den Superkräften seiner Hauptcharaktere. Wie gnadenlos und brutal Sie schließlich vorgehen, entscheiden Sie selbst – das Spiel gibt Ihnen keinen perfekten Lösungsweg vor.

Emily auf der anderen Seite besitzt eine neue Palette an Fertigkeiten. Der Schattengang beispielsweise erinnert leicht an den Horrorspiel-Klassiker "The Darkness (dt. Version)": Emily verwandelt sich in dunkle Nebelschwaden und kann so nahezu unbemerkt den Standort wechseln. Somit bringt sie sich lautlos in Position für neue Attentate. Zu diesem Zweck beschwört sie beispielsweise einen Doppelgänger, der entweder als Ablenkungsmanöver oder als tatkräftige Unterstützung im Kampf dient. Besonders praktisch ist die Domino-Funktion: Bis zu vier Gegner kann Emily so markieren und mit nur einer Aktion erwischen. Schießt sie also etwa ihrem ersten Ziel mit der Pistole in den Kopf, explodieren auch die Schädel der drei verbliebenen Widersacher.

Natürlich besitzt Emily einen eigenen Fähigkeitenbaum, den man im Spielverlauf mit Talentpunkten befüllt. Es bleibt abzuwarten, wie es Entwickler Arkane Studios gelingt, die Balance zwischen Corvo, Emily und ihren Feinden aufrecht zu halten. Der Vorgänger krankte zuweilen daran, dass der Attentäter durch seine Fertigkeiten einfach zu übermächtig war.

Ungewöhnlich und wunderschön

Die offene Spielwelt von Dishonored 2: Das Vermächtnis der Maske füllt Arkane Studios abermals mit stilsicheren Schauplätzen und kreativem Leveldesign. In der Gamescom-Präsentation beispielsweise infiltrierte Emily das Maschinenhaus. Dieses erreicht sie zunächst über eine wilde Achterbahnfahrt, ehe sie im Inneren das Aussehen des Gebäudes selbst beeinflusst. Mit Hebeln lässt sie Treppen auf- und abfahren, Wände rauschen herunter, drehen sich und formen so vollkommen neue Bereiche. Wie schon im ersten Teil begeistert das Spiel mit seinem künstlerischen Ansatz und dem individuellen Charakterdesign. Dishonored 2 besitzt einen ganz eigenen Stil, den man in sonst keinem anderen Spiel findet.

Was uns gefällt

Dishonored 2: Das Vermächtnis der Maske setzt genau dort an, wo der Vorgänger aufhörte. Erneut kommt es darauf an, die Talente der Assassinen clever einzusetzen und möglichst bedacht vorzugehen. Die Mischung aus Schleichen, Action und den Superkräften der Hauptdarsteller macht hier den Reiz aus.

Darüber hinaus bringen die Macher dank der zwei wählbaren Hauptfiguren mehr Abwechslung ins Spiel. Die weitläufigen Areale dienen Corvo und Emily als Spielwiese und sehen obendrein auch noch ungemein hübsch aus. In puncto Grafikstil macht Dishonored 2 jedenfalls niemand etwas vor.

Was uns nicht gefällt

Bereits im Vorgänger war die Spielbalance die größte Hürde. Attentäter Corvo war seinen Gegnern einfach zu überlegen, was hin und wieder ordentlich Spielspaß kostete. Darüber hinaus muss man abwarten, wie die Entwickler die komplexen Fertigkeiten der Protagonisten ans Gamepad anpassen. Die Steuerung des Vorgängers war nicht zu jedem Zeitpunkt perfekt.

Fazit

Arkane Studios ist mit Dishonored 2: Das Vermächtnis der Maske definitiv auf dem richtigen Weg. Die Entwickler bauen auf den Stärken des Vorgängers auf und würzen die üppigen Schauplätze mit Emily als neue spielbare Heldin. "Dishonored 2" gehört damit zu den Hit-Kandidaten dieses Winters.

Infos zum Spiel

Titel: Dishonored 2 - Das Vermächtnis der Maske
Genre: Action-Adventure
Hersteller: Arkane Studios
Publisher: Bethesda Softworks
Release-Termin: 11. November 2016
Preis: zirka 60 Euro
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Eindruck: Sehr gut

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