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Sea of Thieves: Ahoi, Online-Piraten voraus!

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Preview zu Sea of Thieves | Online-Actionspiel | Xbox One , PC  

Ahoi, Online-Piraten voraus!

12.09.2016, 15:19 Uhr | Olaf Bleich (tz/ams), Medienagentur plassma

Sea of Thieves: Ahoi, Online-Piraten voraus!. Sea of Thieves (Quelle: Microsoft)

Sea of Thieves (Quelle: Microsoft)

Schätze finden, Schiffe plündern und zwischendurch einen ordentlichen Becher Rum kippen - das Piratenleben hat seinen Reiz. Zuletzt bewies Ubisoft mit "Assassin's Creed: Black Flag", wie unterhaltsam das Freibeuterleben sein kann. Nun versucht sich das populäre Entwicklerstudio Rare an einem MMO zur Thematik: "Sea of Thieves" verwandelt das Internet in einen gewaltigen Ozean und Spieler in Mannschaften von Piratenschiffen.

Neues vom britischen Kult-Entwickler

Rare gilt unter Videospiel-Kennern als Kult-Entwickler: Die Briten sind unter anderem für Titel wie "Banjo-Kazooie", "Killer Instinct" oder "Perfect Dark" verantwortlich. In den vergangenen Jahren aber bröckelte das Image des Studios aufgrund halbgarer Kinect-Werke à la "Viva Piñata" oder "Kinect Sports". Immerhin konnten Nostalgiker zuletzt mit "Rare Replay" für Xbox One noch einmal die größten Hits des Entwicklers nachholen. Trotzdem hatten viele Fans auf die Neuauflage einer der bekannten Marken gehofft.

Doch Rare hatte andere Pläne und arbeitete an einem komplett neuen Spiel: Sea of Thieves, das ein "Shared World Adventure Game" (kurz: SWAG) sein soll. Spieler übernehmen darin die Rolle eines Freibeuters, der sich aus der Ego-Perspektive auf dem Ozean durchschlagen muss. Eigentlich klingt das nach einem typischen Team-Spiel, doch auch Solisten sollen Rare zufolge das Ruder in die Hand nehmen dürfen. Auf der Gamescom war erstmals eine ausführliche Demo-Version mit fünf Teilnehmern auf einem Schiff spielbar.

Eine Mannschaft sollt ihr sein

Einzelspieler erhalten in Sea of Thieves ein kleines Boot, das sie alleine steuern können. Eine wirkliche Gefahr sollen sie damit aber nicht darstellen. Vielmehr geht es eher darum, das Meer mit Leben zu füllen. Wer Rares Piratenabenteuer ernsthaft angehen möchte, schließt sich einer Mannschaft an. In der anspielbaren Vorschauversion betraten fünf Teilnehmer das Deck und erhielten gleich verschiedene Aufgaben. Einer stieg in den Ausguck und musste von dort aus Kommandos brüllen: Wo befindet sich die nächste Insel? Sieht man vielleicht ein Schiff am Horizont? Oder gibt es gar einige Felsen zu umschiffen?

Kommunikation ist Pflicht

Ein weiterer Spieler übernahm das Ruder und kontrollierte den Kahn. Andere wiederum kümmerten sich um die Segel und stellten diese immer wieder in den Wind. Kommt es hingegen zum Kampf, bedient die Crew die Kanonen oder nagelt gar entstandene Einschusslöcher mit Brettern zu. Schnell wird klar, dass man in diesem Spiel effektiv zusammenarbeiten muss. Ohne ständige Befehle und Absprachen rauscht das Schiff gerne mal in Felsen oder wird von anderen Piraten versenkt. Speziell die Kommunikation zwischen Steuermann und Ausguck muss stimmen. Timing ist zuweilen auch vonnöten: Um besonders flotte Kurven zu fahren, gilt es nämlich, den Anker im richtigen Moment auswerfen.

Das Piratenleben in vollen Zügen genießen

Die Schlachten sind aufgrund ihrer Dynamik zweifellos der Höhepunkt des Spiels. Jeder Matrose sieht das Geschehen aus der Ich-Ansicht und kann nicht nur die Kanone bedienen, sondern darf auch selbst zu Muskete oder Säbel greifen. Aufgrund der Größe der Spielwelt sind derlei Gefechte jedoch vergleichsweise selten, deshalb wird es laut Rare auch verschiedene andere Methoden geben, um sich die Zeit zu vertreiben.

Beispielsweise ist es möglich, in der schiffsinternen Kneipe eine Runde Rum auszugeben und sich mit anderen Spielern zu betrinken. Danach schwankt man mit schweren Schritten über die Planken und kann nur hoffen, dass nicht plötzlich ein anderes Piratenschiff angreift. Weiterhin soll es auch verschiedene Arten der Schatzsuchen geben. So verstecken sich Gold und Edelsteine zum einen auf Inseln, zum anderen aber auch unter Wasser. Teams müssen also einen Weg finden, diese zu bergen und an Bord zu bringen. Natürlich könnten sich mehrere Schiffsmannschaften auch zu einer Armada zusammenschließen und damit die Meere unsicher machen. Rare lässt den Spielern offensichtlich freie Hand, hält bislang aber noch viele Details zurück.

Welche Rolle etwa die bereits auf Bildern gezeigten Seeungeheuer und Meerjungfrauen in Sea of Thieves spielen werden, ist noch unklar. Auch wurde noch nicht erklärt, wie der eigentliche Spielfortschritt funktioniert und zu welchem Preis das Piratenabenteuer in die Läden kommen wird.

Was uns gefällt

Wie im Klassiker "Sid Meier's Pirates!" wird in Sea of Thieves der Traum von Hobby-Piraten wahr: Spieler können nun endlich Seeräuber spielen und sich mit anderen duellieren. Die Schlachten mit mächtigen Piratenschiffen machen aufgrund des charmanten Grafikstils schon jetzt einen prima Eindruck. Darüber hinaus überzeugt das Teamwork, das notwendig ist, um ein Schiff zu steuern. Wenn alles glatt läuft, wird Sea of Thieves ein motivierendes Multiplayer-Spiel mit unverbrauchtem Setting und interessanten Ideen. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass Rare genügend Inhalte implementiert, um Langzeitmotivation zu garantieren.

Was uns nicht gefällt

Die erforderliche Zusammenarbeit der Spieler könnte gleichwohl zum großen Problem für Sea of Thieves werden. Schließlich besitzen viele Gamer kein Headset oder setzen es nur sehr ungerne ein, um mit anderen zu kommunizieren. Rares Piraten-Epos dagegen funktioniert nicht ohne Absprachen. Es bleibt abzuwarten, wie der britische Entwickler diese mögliche Hürde umschifft. Ähnlich unklar ist, wie man die Spielwelt mit Leben und Aufgaben füllen wird. Bislang wirkt Sea of Thieves noch wie ein riesiger Sandkasten, aber ein roter Faden scheint zu fehlen.

Fazit

Derzeit fehlen noch wichtige Informationen, um Sea of Thieves zuverlässig einschätzen zu können. So viel Spaß das gemeinsame Kommandieren des Piratenschiffs in der ausführlichen Anspielrunde auch machte, so fraglich ist auch, ob ein Online-Actionspiel mit dieser Thematik bei der breiten Masse funktioniert. Bis Rare neue Details veröffentlicht, können sich Möchtegern-Seebären Sea of Thieves aber ruhig auf die Wunschliste schreiben. Hier reift womöglich ein echter ein Insider-Tipp heran.

Infos zum Spiel

Titel: Sea of Thieves
Genre: Online-Actionspiel
Hersteller: Rare
Publisher: Microsoft
Release-Termin: 2017
Preis: zirka 60 Euro
System: PC, Xbox One
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Eindruck: Gut

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