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Test zu Metroid Prime: Federation Force

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Test zu Metroid Prime: Federation Force | Actionspiel | 3DS  

Sci-Fi-Krieger gegen Weltraumpiraten

15.09.2016, 13:24 Uhr | ams, Richard Löwenstein

Test zu Metroid Prime: Federation Force. Metroid Prime: Federation Force (Quelle: Nintendo)

Metroid Prime: Federation Force (Quelle: Nintendo)

In den Köpfen vieler Gamer steht der Titel Metroid Prime für hochspannende Singleplayer-Abenteuer auf fernen Welten. Federation Force hat anderes im Sinn. Die kunterbunte Nintendo-Produktion für den 3DS-Handheld will vorrangig gesellige Scifi-Krieger für schnelle gemeinsame Laserkämpfe begeistern.

In den ersten paar Augenblicken verdichtet ein hochdramatisch vertontes Introvideo die Spannung. Die Kamera schwenkt durch ein fernes Sonnensystem, einige Textzeilen berichten vom Jahr 20X6 des kosmischen Kalenders. Seit den heroischen Taten der legendären Kopfgeldjägerin Samus Aran auf dem Planeten Phaaze sind Jahre vergangen. Doch die Bedrohung durch Weltraumpiraten und ihre Kreaturen existiert noch immer. Also werden mutige Sternenkrieger gesucht, die bösartiges Gesindel auf wechselnden Planeten zu Sternenstaub zerblasen.

Bunte Präsentation

Die folgenden Minuten lösen dann allerdings die Spannung auf und gemischte Gefühle stellen sich ein. Der Spieler darf seinen Krieger konfigurieren, doch die Kampfanzüge sehen merkwürdig infantil aus: Großer Kopf auf kleinem Körper – eine Karikatur von Samus Aran? Kunterbuntes Gelände und Alienangreifer in fröhlichen Lila- und Gelbfarben machen Schluss mit der allgegenwärtigen Bedrohlichkeit, die die Metroid-Reihe sonst kennzeichnet.

Dass Angreifer ihr Kommen häufig durch Soundeffekte deutlich ankündigen und so Schreckmomenten den Schrecken nehmen, ist als klarer Hinweis zu deuten: Federation Force versteht sich nicht als Science-Fiction-Thriller, sondern als Actiongame. Genauer gesagt als Punktejagd.

Action statt Abenteuer

Ganz Metroid Prime, wird Federation Force aus der Ego-Perspektive gespielt. Der Spieler betrachtet die Ereignisse aus der Ich-Perspektive. Er hat also Helmvisier vor Augen und diverse Anzeigen für Schirmenergie und Waffenstatus im Blick.

In kurzen Waffen- und Lauftrainings-Quickies macht einen das Spiel mit Zielautomatik, Visier-Nachführung per Bewegungssensor und anderen Finessen der Steuerung vetraut. Bereits im Training soll der Spieler Bewegungsmuster der Angreifer vorausahnen und das Visier entsprechend vorhalten, damit Projektile ihr Ziel treffen. Auch wird eine klare Unterscheidung zwischen Freund und Feind gefordert, weil es sonst Strafpunkte hagelt.

Reise zu drei Planeten

Anschließend können Einzelspieler im Rahmen der Kampagne diverse Alienmonstern ganz allein zu Sternenstaub zerblasen. Die Kampagne umfasst 22 Missionen und führt über Planeten mit den schönen Namen Excelcion, Bion und Talvania. Eine nennenswerte Rahmenhandlung mit einer spannungsvoll inszenierten Choreographie aus ruhigen Momenten und dramatisch inszenierten Bossgegner-Höhepunkten, wie man das beispielsweise aus Super Metroid oder dem ersten Metroid Prime kennt: Sowas fehlt.

Taktisches Mehrspieler-Vergnügen

Der Scifi-Krieger soll sich eher gegen Horden vieler kleine Angreifer durchsetzen, eine Handvoll versteckter Bonusitems entdecken und am Ende einen hohen Score erzielen. Dessen Höhe hängt von der Dauer des Einsatzes ab und welche Bonusaufgaben gefunden und gemeistert wurden. Eigentlich sind die überschaubaren Missionen auf kleinteiligen Karten aber auf die Kooperation von bis zu drei Mitspielern geeicht. Hier liegt die wahre Stärke von Federation Force. Variantenreiche Angreifermuster und ein ausbaufähiges Waffensystem mit besagter Vorhalte-Facette und anderen taktischen Nuancen addieren sich zu einem runden Mehrspieler-Vergnügen.

Was wir mögen

Das Spiel unterstützt den C-Stick der New-3DS-Konsole zur manuellen Nachführung der Kamera. Über die Download-Spiel-Funktion des Nintendo 3DS können Besitzer von Federation Force befreundete 3DS-Gamer auf eine lokale Mehrspieler-Partie im Minigame Metroid Prime: Blast Ball einladen. Außerdem verdient sich Nintendo wieder mal ein großes Kompliment für die Übersetzung. Sämtliche Bildtexte und Sprachausgaben sind stimmungsvoll eingedeutscht, inklusive einiger robotisch klingender Ansagen aus dem Sprechfunk.

Was wir nicht mögen

Bei einem derart auf Multiplayer geeichten Game ist der Verzicht auf einen Voicechat arg. Man kann lediglich vorgefertige Sprachfetzen hin- und herschicken, und selbst davon gibt es nicht allzu viele. Dass man die Stimme mit männlichem oder weiblichem Timbre einfärben und die Stimmlage nach unten und oben ausbalancieren kann, ist allerdings wiederum witzig.

Fazit

Im Vergleich mit anderen Teilen aus der Metroid-Prime-Reihe gewichtet Federation Force Action deutlich stärker als die Abenteuer- und Puzzle-Elemente. Die Nintendo-Produktion fokussiert auf das gemeinschaftliche Mehrspieler-Erlebnis und hohe Highscores. Der fröhliche Look verführt zu der Annahme, es handele sich um ein einfältiges Vergnügen. Eine Fehleinschätzung: Die bunten Pixel bauen auf einem vielschichtigen Gameplay auf, das taktische Ausprägungen, starke Extrawaffen und einige Bonusextras kennt.

Infos zum Spiel 

Titel: Metroid Prime: Federation Force
Genre: Nintendo
Hersteller: Nintendo
Publisher: Nintendo 
Release: Erhältlich
Preis: zirka 35 Euro  
System: Nintendo 3DS 
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
Wertung: Gut

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