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Hands-on-Preview Watch Dogs 2

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Hands-on-Preview Watch Dogs 2 | Open-World-Abenteuer | PC, PS4, Xbox One  

Stadt der Hacker

23.09.2016, 14:39 Uhr | Olaf Bleich (ams), Medienagentur plassma

Hands-on-Preview Watch Dogs 2. Nebst den sehr unterhaltsamen Missionen ist es vor allem die Spielwelt selbst, die in Watch Dogs 2 begeistert. (Quelle: Ubisoft)

Nebst den sehr unterhaltsamen Missionen ist es vor allem die Spielwelt selbst, die in Watch Dogs 2 begeistert. (Quelle: Ubisoft)

Das Open-World-Abenteuer Watch Dogs 2 entführt den Spieler nach San Francisco. In der originalgetreu nachgestalteten US-Westküstenmetropole treibt er mit Hacker Marcus Holloway sein Unwesen. Neben der umfangreichen Kampagne bietet der Action-Titel auch dynamische Mehrspieleroptionen, die direkt in die Spielwelt eingebunden sind. Auf der Gamescom wurden die Online-Komponenten erstmals vorgestellt – und sorgten schon für spannende Katz-und-Maus-Spielchen.

Der Protagonist des zweiten "Watch Dogs"-Spiel heißt Marcus Holloway, ist Hacking-Spezialist und Teil der Untergrundorganisation DeadSec. Gemeinsam mit seinen Teamkollegen will er die Social-Media-Plattform Invite lahmlegen. Denn diese verspricht zwar alle virtuellen Freiheiten, sammelt aber private Daten und spioniert die gesamte Bevölkerung aus. Ubisoft präsentierte auf der diesjährigen Gamescom gleich zwei Demos zu Watch Dogs 2. Der erste Spielabschnitt begann mit einer Einführung in die durchaus komplexe Steuerung.

Untergrundkampf mit Köpfchen

Spielerisch erinnert Watch Dogs 2 an Offene-Welt-Abenteuer wie "GTA 5". Ubisoft baute für sein aktuelles Projekt San Francisco nach, sogar Gebiete wie Oakland oder das Silicon Valley können im Spielverlauf besucht werden. In der Anfangsphase aber kämpft der Spieler mit Guerilla-Taktiken gegen einen übermächtigen Großkonzern. Marcus Holloway bricht beispielsweise in Büros ein und sabotiert dort Rechner. Dabei helfen ihm allerlei Gadgets: Mit seinem Smartphone kann er die Elektronik sämtlicher Objekte in seiner näheren Umgebung hacken. Dazu finden in seinem Rucksack eine Drohne und ein ferngesteuertes Auto Platz, die zum Auskundschaften, aber auch zum Angriff dienen.

Die Entwickler betonen immer wieder, dass es jedem Spieler freisteht, wie er eine Mission absolviert. Zwar ist leises Vorgehen ratsam, aber theoretisch kann Marcus Holloway wie ein Action-Held in die Zielgebiete stürmen und die Wachleute über den Haufen ballern. In der Demo erwies sich dies jedoch noch als kniffliges Unterfangen, deshalb erhielt die Redaktion Unterstützung von einem der Entwickler.

Einer gegen alle

Ähnlich wie im Ubisoft-Kollegen "The Division" funktioniert der Online-Modus ohne größere Unterbrechungen – man kann sich per Einladung direkt Freunde in die eigene Spielwelt "beamen". Zugleich trägt diese Mehrspielerkomponente auch überraschende Früchte. Auf der Gamescom zeigte Ubisoft erstmals den unterhaltsamen Spielmodus "Kopfgeldjagd". Sind die Online-Funktionen aktiviert, startet diese Hatz automatisch, wenn man sich mit der Polizei angelegt hat.

Dann können nämlich bis zu drei andere Teilnehmer die Spielwelt infiltrieren und dürfen den Delinquenten dingfest machen. Damit dieser nicht vollkommen chancenlos gegen die Übermacht ist, erhält er Unterstützung von einem Online-Kumpel. Gemeinsam müssen die Spieler versuchen, zu entkommen. In der Anspiel-Version stand zufällig ein Sportwagen zur Flucht bereit, mit dem man sich schnell aus dem Staub machen konnte. Doch die Computer-Cops und die Jäger sind nicht faul: Die Polizei stellt Straßensperren auf und legt mittels EMP-Einsatz die Funktionen des Autos lahm.

Aber Achtung, allerspätestens nach einigen Karambolagen fängt der Sportwagen Feuer. Das schnelle Wechseln des fahrbaren Untersatzes ist daher besonders wichtig. Spannend: In der Welt von Watch Dogs 2 kann man nicht nur Autos und Motorräder kapern, sondern sogar Segelschiffe.

Als Gejagter verteidigt man sich in Watch Dogs 2, indem man Ampeln manipuliert oder selbst die Fahrzeuge der Konkurrenz attackiert. Selbst als Fahrer greift man per Tastendruck auf die Hacking-Funktionen zu, kann aber auch die Pistole einsetzen.

Vom Gejagten zum Jäger

Nach zwei Runden als Vogelfreier wechselten im Probespiel die Rollen. Als Sheriff muss man deutlich aggressiver vorgehen und offener die Konfrontation suchen. Auch Absprachen mit den anderen Spielern sind dringend notwendig. Schließlich bekommt der Gejagte einen kleinen Vorsprung, sodass die Verfolger sich zunächst koordinieren müssen. In der Demo gelang es den Angreifern, das Fahrzeug ihres Ziels auszuschalten und an einer Leitplanke zu verkeilen. Danach genügten einige Salven mit dem Maschinengewehr, um die Jagd erfolgreich abzuschließen.

Verbesserte Technik, sympathischerer Held

Löblich: Im Vergleich mit dem Vorgänger fällt auf, dass Ubisoft an der Darstellung seiner Spielwelt gearbeitet hat. San Francisco wirkt deutlich farbenfroher und lebendiger als Chicago im ersten Teil. Auch Marcus Holloway scheint ein sympathischerer und zeitgemäßerer Held zu sein als Rache-Engel Aiden Pearce. Die Fahrphysik wurde zudem spürbar angepasst. Die in der Demo verfügbaren Vehikel wie Sportwagen oder Motorräder spielten sich jeweils sehr unterschiedlich, waren dabei aber jederzeit hervorragend kontrollierbar.

Was uns gefällt

Nach dem ordentlichen, wenn auch nicht überragenden "Watch Dogs" wagt Ubisoft im zweiten Teil einen Neuanfang. Mit einem frischen Schauplatz, neuem Helden und vielen kleinen Innovationen machte das Open-World-Abenteuer auf der diesjährigen Gamescom Lust auf mehr. Die spielerische Freiheit steht hier eindeutig im Vordergrund und wird durch die zahlreichen Gadgets untermauert. Hinzu kommen gelungene Online-Optionen, die für zusätzliche Dynamik innerhalb der Welt sorgen. San Francisco wird damit zur hübschen Spielwiese für Solisten, aber auch für Gamer, die gerne mit anderen interagieren möchten.

Was uns nicht gefällt

Der Vorgänger krankte in erster Linie an kleinen spielerischen Mängeln und einer wenig nachvollziehbaren Story. Mit einem neuen, coolen Helden könnte Watch Dogs 2 diese Problematik umschiffen. Trotzdem dürfte nicht jeder Spieler das Hacker-Abenteuer mögen und wird sich vielleicht nur schwer mit den modernen Guerilla-Taktiken identifizieren können. Obendrein erwies sich die Steuerung als gewöhnungsbedürftig, und auch die Technik wirkte in der Anspielversion noch etwas wackelig.

Fazit

Ubisoft präsentierte Watch Dogs 2 in der Gamescom-Demo abwechslungsreicher als erwartet: Hacken, schleichen, ballern, dazwischen eine Runde im Online-Modus austoben – das macht richtig Laune. Das Open-World-Abenteuer zeigt sich zwei Monate vor Erscheinen in guter Frühform und könnte endlich das Spiel werden, das sich Fans und Kritiker bereits vom Vorgänger erhofft haben.

Infos zum Spiel

Titel: Watch Dogs 2
Genre: Action
Hersteller: Ubisoft Montreal
Publisher: Ubisoft
Release-Termin: 15. November 2016
Preis: zirka 60 Euro
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Eindruck: Sehr gut

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