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Wiedersehen macht Freude: Test zu Bioshock - The Collection

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Test zu Bioshock - The Collection | Ego-Shooter | PC, PS4, Xbox One  

Wiedersehen macht Freude

26.09.2016, 14:15 Uhr | (jr / ams), Richard Löwenstein

Wiedersehen macht Freude: Test zu Bioshock - The Collection . Die Bioshock Collection enthält nachbearbeitete Fassungen dreier dramatisch inszenierter, intelligent erzählter und mit viel Spannung aufgeladener Ego-Shooter. (Quelle: 2K Games)

Die Bioshock Collection enthält nachbearbeitete Fassungen dreier dramatisch inszenierter, intelligent erzählter und mit viel Spannung aufgeladener Ego-Shooter. (Quelle: 2K Games)

Frischzellenkur für Bioshock, Bioshock 2 und Bioshock Infinite: Hersteller 2K Games unterzieht drei Klassiker des Egoshooter-Genres einer Aktualisierung für moderne Hardware-Plattformen und packt sie als Trilogie in ein Paket. Das Ergebnis: Etliche Abende voller Drama und Hochspannung auf PC und - als Debüt - auf PS4 und Xbox One. 

Bioshock: Höhepunkt des Action-Genres

Teil Eins aus der Bioshock-Reihe gilt neben Doom und Half-Life als einer der großen Klassiker des Actiongenres. Das Spiel behandelt den Überlebenskampf eines Mannes in Rapture, einer utopischen Stadt unter dem Meer. Sie wurde laut Handlung in den 1940er-Jahren als Rückzugsort für die Elite der Menschheit gebaut, letztlich aber von Machtkämpfen, Technologie- und Drogenmissbrauch zerrüttet.

Wahnsinn und Verfall prägen das Bild, als der Held die Stadt 1960 erreicht. Kostümierte Kreaturen terrorisieren die Korridore, verzweifelte Menschen dopen ihre Körper mit Beißzangen und Gentechnik. Der Untergang scheint unvermeidlich. Packende Atmosphäre, bewegende Momente und intelligentes Gameplay addierten sich beim Bioshock-Debüt im Jahr 2007 zu reihenweise Bestwertungen und Auszeichnungen.

Bioshock Infinite bleibt unverändert 

Mit einem Tick mehr Drama und einem Hauch weniger Leerlauf setzte Bioshock 2 drei Jahre danach sogar noch einen drauf. Weitere drei Jahre später fokussierte Bioshock Infinite erneut auf eine spannungsreiche Mischung aus Egoshooter-Action, Rollenspiel-Elementen und Survival- Horror. Das Game verlagerte aber die Handlung von der düsteren Tiefsee nach Columbia, eine bunte Stadt über den Wolken - rückblickend betrachtet doch ein allzu starker Bruch mit der vertrauten Atmosphäre.

Keine inhaltlichen Veränderungen

Die Bioshock-Collection vereinet nun alle drei Bioshock-Teile in einem Paket. Präzise gesagt reden wir über inhaltlich unveränderte Singleplayer-Kampagnen - der belanglose Multiplayer-Part aus Bioshock 2 fehlt und wird auch nicht vermisst. Als Bonus kommen "Minerva´s Den", "Protektor-Prüfungen" und einige weiteres Singleplayer-Add-ons mit überschaubaren, von der Handlung losgelösten Spezialaufträgen dazu.

Alle drei Spiele sind vorbildlich gealtert. In Sachen Inzenierung, Spielfluss, Atmosphäre und Spannung halten alle drei Augenhöhe mit den besten modernen Egoshootern. Das geradlinig strukturierte Gameplay reiht erzählerische Höhepunkte, abwechslungsreiche Feuergefechte und intensive Bossgegnerkämpf in schneller Folge aneinander.

Gelungene Nachbearbeitung

Technisch allerdings zieht der Hersteller Blind Squirrel Games die Daumenschrauben an. Bioshock und Bioshock 2 zeigen sich nach der Überarbeitung in äußerst vorzeigbarer Verfassung. Anpassung der Videoausgabe an 1080p, höher aufgelöste Texturen, zusätzliche Polygongeometrie, Bildaufbau mit 60 Frames auf PS4 und Xbox One - das sind die technischen Eckdaten der Aktualisierung.

Das Ergebnis überzeugt vor allem bei Bioshock 2. Grafikdetails und Bildeffekte halten den Vergleich mit modernen Produktionen stand. Zeitgenössische Musik und treffsichere Soundeffekte bleiben original, tragen so entscheidend zum Gesamterlebnis bei. Das jüngste Bioshock-Spiel Infinite ist ein Sonderfall. Das Spiel bleibt technisch unverändert und wurde lediglich vom PC auf PS4 und Xbox One portiert.

Überzeugende Eindeutschung

Minimale Kritikpunkte gibt's trotz Remastering. Beispielsweise sind Reklame- und Texttafeln in den Kulissen nach wie vor englisch beschriftet. Wer alle Facetten der Handlung erleben möchte und englische Texte nicht nebenbei wahrnehmen kann, muss seine Konzentration zeitweise auf deutsche Erklärungen in den Untertiteln lenken. Das stört dann insbesondere bei Bioshock Infinite doch den Spielfluss.

Insgesamt ist die Eindeutschung aber hervorragend gelungen: Die meisten Texte und praktisch alle Dialogszenen und Audiodokumente sind mit sehr viel Gefühl übersetzt und synchronisiert.

Was uns gefällt

Trotz ihres Alters bieten alle drei Bioshock-Spiele im Vergleich mit den meisten aktuellen Titeln mehr Spieltiefe und Erzählstruktur. Die Trilogie nutzt Dialogszenen, Tonaufnahmen, Werbeplakete und Graffitis zur Infusion politischer, religiöser und gesellschaftlicher Facetten in die Action. Wer sich die Zeit nehmen mag, kann also viel über die Umwelt und die darin mitwirkenden Figuren erfahren.

Bioshock ist auch nicht einfach nur ein Überlebenskampf, sondern integriert moralische Facetten. In Teil Eins kann der Spieler beispielsweise entscheiden, ob er Little Sisters - genmanipulierte kleine Mädchen - tötet oder rettet. Tut er letzteres, wird er mit einem geänderten Finale belohnt und erlebt einen der bewegendsten Momente der Videospielgeschichte.

Was uns nicht gefällt

Der Spieler muss sich beim Wechsel zwischen Bioshock, Bioshock 2 und Bioshock Infinite an veränderte Handgriffe gewöhnen, da die Steuerung nicht harmonisiert wurde. Angriffe zum Beispiel lassen sich teils ausschließlich über die Schultertasten des Controllers auslösen, teils zusätzlich über weitere Aktionstasten. Auch die Ladepausen zwischen den Kapiteln könnten etwas kürzer sein.

Der integrierte Rundgang durch das "Museum der verwaisten Konzepte" mit geschnittenem Developer-Material ist eine gute Idee, aber lieblos umgesetzt. Man spaziert an ein paar virtuellen Ausstellungsstücken vorbei und erfährt so gut wie nichts darüber, warum und wieso manche davon im Game zum Einsatz kommen und andere eben nicht.

Fazit

Die Bioshock Collection enthält nachbearbeitete Fassungen dreier dramatisch inszenierter, intelligent erzählter und mit enorm viel Spannung aufgeladener Egoshooter. Bioshock und Bioshock 2 gelten als unantastbare Klassiker des Actiongenres, Bioshock Infinite verfehlt diesen Status nur knapp. Inhaltlich unverändert, gelingt der Trilogie durch die technische Aktualisierung der Sprung ins Jahr 2016. Pflichtkauf für alle, die die Serie nicht oder nicht vollständig kennen. Und Kenner? Sollten die Anschaffung zumindest überlegen - das Wiedersehen vertrauter Elemente im aufgehübschten Ambiente macht Freude.

Infos zum Spiel

Titel: Bioshock - The Collection
Genre: Ego-Shooter
Hersteller: 2K Marin, Irrational Games, Blind Squirrel Games 
Publisher: 2K Games
Release-Termin: 16. September 2016
Preis: zirka 50 Euro
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Ab 18 Jahren 
Wertung: Sehr gut

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