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Preview zu Elex | Action-Rollenspiel | PC, PS4, Xbox One  

Meteoriten-Einschlag mit Folgen

27.09.2016, 13:54 Uhr | Olaf Bleich (jr / ams), Medienagentur plassma

Meteoriten-Einschlag mit Folgen. Die gigantische Spielwelt und die vielfältigen spielerischen Möglichkeiten von Elex lassen auf ein Genre-Glanzlicht hoffen. (Quelle: THQ Nordic)

Die gigantische Spielwelt und die vielfältigen spielerischen Möglichkeiten von Elex lassen auf ein Genre-Glanzlicht hoffen. (Quelle: THQ Nordic)

Der deutsche Entwickler Piranha Bytes ist für einige der markantesten Rollenspiele überhaupt verantwortlich. Mit der "Gothic"- und der "Risen"-Saga zeigten die Essener bereits, dass sie in der Lage sind, Großes auf die Beine zu stellen. Mit "Elex" geht das Studio nun noch einen Schritt weiter: Mit nur 25 Mitarbeitern will man 2017 das bis dato größte Action-Rollenspiel in der Firmengeschichte für PC, PS4 und Xbox One in die Läden bringen.

Foto-Serie mit 8 Bildern

Elex über alles

Der Planet Magalan war einstmals der Erde gar nicht unähnlich. Doch dann verändert der Einschlag eines  Meteoriten alles. Der Fels aus dem Weltall bringt nämlich das Metall Elex mit. Dieses erlaubt den Bau fortschrittlicher Technologien und dient als Treibstoff, ist aber auch eine bewusstseinserweiternde Droge.

Schnell entbrennen Kämpfe um den seltenen Rohstoff, es bilden sich Fraktionen, die darum streiten. Die Kleriker nutzen Elex zum Bau von Waffen und Technik, die Outlaws dagegen nehmen sich den Kinofilm "Mad Max" zum Vorbild und berauschen sich am Elex. Die Berserker dagegen verwandeln es in Mana und bringen damit den Urwald zurück ins Ödland Malagans.

Doch Elex besitzt fatale Nebenwirkungen: Wer es zu lange konsumiert, verliert seine Emotionen. Genau das ist dem dem namenlosen Helden passiert, den man als Spieler in dem Action-Rollenspiel durch das Ödland steuert. Er muss sich selbst und seine Gefühle wiederfinden und gerät dabei zwischen die Fronten der drei Spielfraktionen.

Zwischen Science-Fiction und Mittelalter

Die Spielwelt von Elex lässt sich nicht so leicht in eine Schublade stecken, denn Piranha Bytes verbindet Science-Fiction-Elemente geschickt mit Mittelalter-Motiven. So schwirren zwar in der Gamescom-Demo Raumschiffe durch die Luft, aber zugleich greift der Protagonist für den Nahkampf bevorzugt zum Schwert. Auf Distanz wappnet er sich wiederum mit der Laser-Kanone.

Auch die Städte bleiben von dem wilden Mix nicht verschont. Im Zentrum der Karte befindet sich die Hauptstadt. Doch anstatt einer Burgmauer zieht sich eine blaue Energiekuppel über die Metropole. Der Hauptdarsteller selbst hat noch keinen Zutritt und muss sich diesen erst erarbeiten.

Hoch hinaus

Auch wenn die Mischung aus Moderne und Vergangenheit anfangs ungewohnt erscheint, ist sie zugleich ungemein reizvoll. Dazu trägt auch die Einbindung eines Jetpacks bei: Im Gegensatz zu früheren Titeln von Piranha Bytes können Spieler nun mit Hilfe dieses Hightech-Gadgets wirklich jeden Winkel der Spielwelt erforschen, Berge erklimmen und auf Schatzsuche gehen. Das bedeutet für die Entwickler zusätzliche Arbeit, schließlich verstecken sie - alte Fans wird's freuen - überall kleine Anspielungen auf frühere Titel oder nützliche Objekte für Sammler.

Dynamische Welt

Ansonsten, so versprechen es die Entwickler, wird man in Elex alle Möglichkeiten haben, die es auch schon in früheren Werken von Piranha Bytes gab. Das Angebot reicht vom Herstellen von Gegenständen über Liebesbeziehungen bis hin zur Auswahl der eigenen Fraktion.

Der Schlüsselpunkt in der Spielmechanik ist allerdings die Dynamik, mit der das Spiel Aktionen mit in die Welt einbezieht. Theoretisch könnte man nämlich jeden Computercharakter einfach erschlagen. Nur wenige NPCs sind für bestimmte Hauptmissionen vonnöten. Meuchelt man sich aber durch Magalan, hat das Konsequenzen: Einige Aufträge würden womöglich gar nicht starten, andere wiederum würden an die neuen Gegebenheiten angepasst.

Die kurzfristigen Aktionen des Spielers hinterlassen ebenfalls ihre Spuren. Wer die verlassenen Behausungen nach nützlichen Objekten durchforstet, kommt ungeschoren davon. Stiehlt man allerdings privates Eigentum unter den Augen der Besitzer, gibt es schnell Streit. Selbst das Ziehen der Waffe im falschen Moment kann für mächtig Unruhe sorgen. Ähnliche Funktionen kennt man schon aus Risen und Gothic, hier aber sollen sie noch einmal verfeinert werden.

Was uns gefällt

Elex vereint die Tugenden früherer Titel von Piranha Bytes mit einem ungewöhnlichen Setting. Gerade das Kampfsystem scheint von der Mischung aus archaischem Kriegsgerät und futuristischen Laserwaffen zu profitieren. Die dynamische Spielwelt sorgt zudem dafür, dass man sich über sämtliche Aktionen Gedanken machen muss und beispielsweise nicht brandschatzend durch die Dörfer ziehen kann.

Es bleibt aberabzuwarten, wie die deutschen Entwickler den Charakterfortschritt regeln werden. Der Held soll offenbar durch Level-Aufstiege vom Schüler zum Meister heranwachsen. Auf der Gamescom 2016 war davon leider noch nichts zu sehen.

Was uns nicht gefällt

Wenn man Elex zu diesem frühen Zeitpunkt etwas vorwerfen will, dann sicherlich die nicht ganz zeitgemäße Grafik. Die auf der Gamescom gezeigte Demoversion konnte optisch nicht vollends überzeugen. Die Animationen der Spielfigur wirkten noch zu hüftsteif, dazu erschien auch so manch Textur nicht detailliert genug. Ob das Spiel in Sachen Präsentation mit Konkurrenten wie "Fallout 4" oder "The Witcher 3: Wild Hunt" mithalten kann, wird sich zeigen müssen.

Fazit

Piranha Bytes beweist einmal mehr Mut für Innovationen und ungewöhnliche Ideen. Die gigantische Spielwelt und die vielfältigen spielerischen Möglichkeiten von Elex lassen auf ein Genre-Glanzlicht hoffen. Wir drücken, die Daumen, dass das kleine Studio das Monsterprojekt stemmen kann. Denn sollte dies reibungslos gelingen, könnte Elex problemlos ganz oben mitspielen.

Infos zum Spiel

Titel: Elex
Genre: Action-Rollenspiel
Hersteller: 2K Marin, Irrational Games, Blind Squirrel Games 
Publisher: 2K Games
Release-Termin: 16. September 2016
Preis: zirka 50 Euro
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Ab 18 Jahren 
Wertung: Sehr gut

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