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NBA 2K17: Bildschirm-Basketball der Spitzenklasse

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Test zu NBA 2K17 | Basketball-Simulation | PC, PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One  

Bildschirm-Basketball der Spitzenklasse

04.10.2016, 14:34 Uhr | Olaf Bleich (jr / ams), Medienagentur plassma

NBA 2K17: Bildschirm-Basketball der Spitzenklasse. Präsentation, Umfang und Spielbarkeit von NBA 2K17 rangieren auf allerhöchstem Niveau. (Quelle: 2K Games)

Präsentation, Umfang und Spielbarkeit von NBA 2K17 rangieren auf allerhöchstem Niveau. (Quelle: 2K Games)

"NBA 2K17" holt die Basketballer auf den virtuellen Court. Die Sportsimulation von Entwickler Visual Concepts überzeugte bereits in den vergangenen Jahren mit gewaltigem Umfang, innovativem Karrieremodus und starker Spielbarkeit. Der aktuelle Ableger legt gebührend nach: NBA 2K17 für PC, PS3, PS4, Xbox 360 und Xbox One ist trotz kleinerer Schwächen eines der derzeit besten Sportspiele auf dem Markt.

Foto-Serie mit 7 Bildern

Der Weg nach oben

Publisher 2K Games machte Fans schon vor der offiziellen Veröffentlichung des Spiels den Mund wässrig: In der weiterhin verfügbaren Demo-Version "The Prelude" dürfen sich Einsteiger einen Möchtegern-Profi zusammenbauen und die Anfänge des Karrieremodus ausprobieren. Den traditionellen Editor sollten Sie aber getrost vergessen, sondern stattdessen lieber auf die kostenlose App für iOS- und Android-Geräte zurückgreifen. Mit dieser scannt man sein Gesicht und kann es im Anschluss ins Spiel übertragen.

Übernahm im Vorgänger noch US-Regisseur Spike Lee die Federführung über den Story-Modus, schraubt 2K Games die Ansprüche dieses Jahr merklich zurück. Vorbei also die Zeiten von Pathos und Ghetto-Plattitüden - in NBA 2K17 startet man mit einem frisch gebackenen Talent am College und arbeitet sich Stück für Stück dem großen Ziel NBA entgegen.

Ein bisschen Glamour gibt es aber dennoch: In den Zwischensequenzen trifft man immer wieder auf den Konkurrenten Justice Young, gespielt durch Hollywood-Größe Michael B. Jordan aus dem Boxer-Drama "Creed". Die häufig eingestreuten Zwischensequenzen sind toll inszeniert, unterbrechen den Spielfluss aber spürbar.

Monotonie des Spieler-Alltags

Es scheint mitunter so, als würde ein junges Basketball-Talent weitaus weniger Zeit beim Training zubringen als eigentlich gedacht. Stattdessen hängt man oft am Smartphone, absolviert Sponsorenauftritte, stöbert im Kleiderschrank oder macht vielleicht auch mal gar nichts. Keine Frage, es gibt ausreichend Möglichkeiten, um sich in NBA 2K17 die Zeit zu vertreiben, doch mehr Sport wäre gelegentlich schön gewesen.

Nichtsdestotrotz überzeugt die Geschichte vor allem mit ihrer dichten Atmosphäre und der gelungenen Präsentation. Der Weg vom Talent bis zum Star-Spieler ist lang und erfordert Ausdauer. Durch Trainingssessions, Minispiele und Matches verdient sich der Spieler Punkte hinzu und kann damit seinen Charakter aufbauen. Die langsame Entwicklung der Spielfigur macht zweifellos den Reiz der Karriere aus. Denn anfangs wird man zwar als "Mega-Talent" bezeichnet, gehört aber zu den schwächsten Spielern der Liga.

Detailverbesserungen auf dem Platz

Auf dem Court setzen Visual Concepts und 2K Games in erster Linie auf Detailverbesserungen der bewährten Spielmechanik des Vorgängers. Gelegenheitsspieler werden daher kaum bahnbrechende Veränderungen feststellen, Profis dagegen erfreuen sich an dem deutlich aufgebohrten Animationssystem. Gerade bei Tricks wie Crossovers merkt man nun, wie gut die Bewegungen ineinandergreifen. Man hat dadurch nun deutlich mehr Kontrolle über das Geschehen.

Korbwürfe mit Hilfe des rechten Analog-Sticks sind zwar lediglich optional, bieten aber nun mehr Tiefe. Nur, wer den richtigen Punkt zum Springen und Werfen findet, versenkt den Ball auch. Verzieht man dagegen den Knüppel nur leicht, rutscht der Ball am Ring vorbei oder kracht gegen das Brett. Dazu wurde gerade die Körperlichkeit unter dem Korb gefördert. Bei Rebounds oder Tip-Ins kommt es regelmäßig zu Rangeleien in der Zone.

Grundsätzlich gilt, dass sich NBA 2K17 zwar sehr handlich und benutzerfreundlich spielt, aber dank der cleveren Gegner-KI enorm fordert. Wer nur auf die großen Stars setzt, wird ebenso scheitern wie Spieler, die bevorzugt mit dem Brecheisen zur Sache gehen. Vielmehr ist taktische Finesse und spielerische Klasse vonnöten, um die gegnerische Verteidigung auszuhebeln.

Für lange Winterabende

Neben dem Story-Modus hat NBA 2K17 noch jede Menge andere Spielvarianten zu bieten. Ähnlich wie in "Fifa 17" stellen Sie sich beispielsweise Ihre Wunschtruppe im MyTeam-Modus mit Hilfe von Spielkarten zusammen oder probieren sich an legendären Matches der NBA-Geschichte. In MyGM dagegen kümmert man sich in erster Linie um das Alltagsgeschäft seines Vereins und organisiert die nächsten Trainingseinheiten oder zieht Neuverpflichtungen an Land.

Sehr schön: Neben sämtlichen aktuellen NBA-Teams sind auch 21 europäische Mannschaften mit von der Partie - darunter die 16 Teilnehmer der Euro-League. Hinzu kommen umfangreiche Online-Spielarten wie beispielsweise das beliebte 5-on-5.

Nervige Mikrotransaktionen

2K Games hat in NBA 2K17 - zum Unmut vieler Spieler und Kritiker - erneut Mikrotransaktionen implementiert. Wer bereit ist, zusätzlich zum Kaufpreis für das Spiel noch einmal zur virtuellen Brieftasche zu greifen, kann den Fortschritt beschleunigen. Ärgerlich: Die Bezahloptionen sind leider allzu dominant und werden häufig beworben. Das stört mit der Zeit doch merklich, und eigentlich hätte ein Klassespiel wie NBA 2K17 solche Mechanismen gar nicht nötig.

Was uns gefällt

Wer sich auch nur ein wenig für Basketball interessiert, wird in NBA 2K17 eine neue Heimat finden. Der Umfang ist gigantisch, die Spielbarkeit gewohnt grandios und die Präsentation erneut exzellent. Speziell der englische Kommentar überzeugt vor und während der Spiele mit interessanten Anekdoten. Auch das Publikum reagiert diesmal noch dynamischer auf das Geschehen auf dem Platz. Der Karrieremodus wiederum punktet mit seiner authentischen Darstellung, verliert sich aber gelegentlich in der Masse seiner Möglichkeiten und der Jagd nach immer neuen Statuspunkten.

Was uns nicht gefällt

Bei NBA 2K17 herrscht in diesem Jahr Stillstand auf enorm hohen Niveau: Zwar merzt der Nachfolger einige Schwächen des Vorgängers aus, doch das eigentliche Spielgefühl bleibt sehr ähnlich. Entscheidend sind vielmehr die Veränderungen in den Spielmodi selbst. Leider stören die überrepräsentierten kostenpflichtigen Zusatzinhalte. Bei einem Vollpreisspiel sollten diese nicht derart intensiv beworben werden.

Fazit 

Selbst wenn man über die Mikrotransaktionen und die gelegentlichen Längen im Karrieremodus schimpfen kann, so ist NBA 2K17 in diesem Jahr eine Klasse für sich. Präsentation, Umfang und Spielbarkeit rangieren weiterhin auf allerhöchstem Niveau - kein Sport-Fan sollte sich diese Basketball-Simulation entgehen lassen.

Infos zum Spiel 

Titel: NBA 2K17 17
Genre: Basketball-Simulation 
Publisher: 2K Games
Hersteller: Visual Concepts
Release-Termin: Im Handel 
Preis: zirka 50 Euro (PC) / zirka 70 Euro (Konsolen)
System: PC, PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One
USK-Freigabe: Ab 0 Jahren
Wertung: Sehr gut

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