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Destiny: Das Erwachen der Eisernen Lords - Launiger Lückenfüller

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Test zu Destiny: Das Erwachen der Eisernen Lords | MMO-Shooter | PS4, Xbox One  

Launiger Lückenfüller

07.10.2016, 16:14 Uhr | Daniel Lammers (jr / ams), Medienagentur plassma

Destiny: Das Erwachen der Eisernen Lords - Launiger Lückenfüller. In "Das Erwachen der Eisernen Lords" erlebt man einige der schönsten Abschnitte im Destiny-Universum. (Quelle: Activision)

In "Das Erwachen der Eisernen Lords" erlebt man einige der schönsten Abschnitte im Destiny-Universum. (Quelle: Activision)

Knapp ein Jahr nach der hochgelobten Erweiterung "König der Besessenen" bekommen "Destiny"-Fans endlich neue Inhalte serviert: "Das Erwachen der Eisernen Lords" ist das mittlerweile vierte Add-on für den beliebten MMO-Shooter von "Halo"-Erfinder Bungie

Destiny, eine Erfolgsgeschichte

Destiny ist seit September 2014 auf dem Markt. Doch mit der Basisversion des Spiels konnte das in Seattle beheimatete Studio Bungie ("Halo") nicht überzeugen. Zu viel Wiederholung, zu leere Welten, eine kaum nachvollziehbare Story - das waren nur einige der Kritikpunkte, die der Online-Shooter in Jahr Eins einstecken musste. Trotzdem bildete sich rund um Destiny eine treue Fan-Basis, die viele Stunden in das Spiel investierte. Das "Erwachen der Eisernen Lords" knüpft an das Spielerlebnis des Originals an.

Das Erbe der Eisernen Lords

Handlungsgrundlage für die neue Erweiterung ist die Geschichte der "Eisernen Lords". Im Verlauf der fünf Story-Missionen wird man darüber aufgeklärt, warum die ursprünglichen Eisernen Lords den Tod fanden und was das Ganze mit der sogenannten "SIVA-Infektion" zu tun hat. SIVA ist eine Art intelligente Nanotechnologie, die von den Eisernen Lords genutzt wurde, um andere Planeten zu besiedeln. am ende richtete sie sich jedoch gegen sie und konnte nur durch die Selbstopferung der Eisernen Lords eingedämmt werden.

Viele Jahre später begibt sich nun der Spieler auf neuen Spuren von SIVA, um das Übel einzudämmen und den letzten verbliebenen Eisernen Lord zu ehren. Dazu reist man in die "Verseuchten Lande" - ein neues Spielgebiet, das jenseits des Walls liegt, den man schon aus den alten Erdarealen kannte. Die Handlung wird dabei in Zwischensequenzen vorangetrieben, die gegenüber dem ursprünglichen Destiny qualitativ deutlich zugelegt haben.

Kurzes Story-Vergnügen

Die Kampagne von "Das Erwachen der Eisernen Lords" unterhält prima und ist packend inszeniert, jedoch arg kurz. Nach zwei bis drei Stunden sollten selbst Neueinsteiger die fünf Missionen beendet haben. Apropos Neueinsteiger: Diese sollten sich nicht verrückt machen, wenn sie nicht jedes Story-Detail auf Anhieb einordnen können. Destiny als solches bietet im Moment eher verschiedene Handlungsstränge, die in den Erweiterungen behandelt wurden, als eine kohärente, fortführende Story. Zudem erhalten Neulinge wie gewohnt einen Levelboost, um direkt auf aktuellem Niveau mitspielen zu können.

"König der Besessenen" light?

Die Kampagne ist nicht das Herz von Destiny. Das wahre Suchtpotenzial liegt für die meisten Spieler in den Endgame-Inhalten und im Spieler-gegen-Spieler-Bereich (PvP). In dieser Hinsicht stellt "Das Erwachen der Eisernen Lords" eine konsequente Fortführung der Systeme dar, die durch König der Besessenen eingeführt wurden, ohne selbst viel Neues zu bieten. Bungie hatte im bereits Vorfeld der Veröffentlichung klargemacht dass der Schwerpunkt der neuen Erweiterung auf den Inhalten liegt und man nicht so viele Spieldesign-Umwälzungen wie im letzten Jahr vornehmen wolle.

Konkret bedeutet dies, dass die "Suchen" auch diesmal wieder zentraler Bestandteil des Endgames sind. Darunter versteht man in mehrere Schritte unterteilte Quests, an deren Ende man eine Belohnung erhält. Einer der neuen Aufträge führt zum Beispiel zum Erwerb des legendären Raketenwerfers "Gjallarhorn", einer Waffe, der Spieler in Jahr eins von Destiny teilweise hunderte Stunden hinterherliefen, bis sie sie endlich zufällig als Belohnung erhielten.

Ebenso kehren zwei weitere Wummen aus den Anfangstagen von Destiny zurück - eine ordentliche Portion Nostalgie in den dazugehörigen Missionen inklusive. Insgesamt bietet "Das Erwachen der Eisernen Lords" im Vergleich zu König der Besessenen ein in etwa ebenso großes neues Gebiet, jedoch fällt die Anzahl der Quests aktuell deutlich niedriger aus.

Die neuen Inhalte im Detail

Mit dem "Felwinter-Gipfel" kommt dafür ein neuer "Social-Hub" hinzu. Das visuell imposant designte Berggebiet muss erst in einer stark inszenierten Mission erkämpft werden. Anschließend trifft man hier andere Spieler, nimmt neue Missionen oder tauscht seine erspielten Marken gegen Waffen und Ausrüstungssteile ein.

Eine weitere Neuerung sind die sogenannten Artefakte. Diese gab es zwar auch schon im zweiten Destiny-Jahr, jedoch wurde ihre Bedeutung deutlich verstärkt. So geben bestimmte Artefakte dem Spieler nun ganz spezielle Fähigkeiten, etwa die Möglichkeit, Gegner mit einer Nahkampfattacke zu übernehmen und diese dann auf seiner Seite kämpfen zu lassen.

Neu ist ferner die "Archon-Schmiede", ein fünfminütiger Arena-Kampf, den man in den "Verseuchten Landen" mit bestimmten Items auslösen kann, die von Gegnern fallen gelassen werden. Diese Mechanik ähnelt dem "Hof von Oryx" aus der letzten Erweiterung, wurde von Bungie jedoch weniger reizvoll gestaltet.

Überhaupt hat die Bedeutung von Gegenständen zur Freischaltung von Gebieten und Arealen zugenommen. Mit diversen Schlüsseln schalten Sie den Zugang zu neuen Bereichen oder kleine Höhlen in den "Verseuchten Landen" frei. In diesen finden sich meist Sammelgegenstände oder spezielle Items. Weiterhin wurden einige Strikes (zirka dreißigminütige Missionen, die man zu dritt spielen muss) überarbeitet und ein komplett neuer Strike kreiert.

Frisches Futter für PvP-Fans

PvP-Spieler freuen sich über den neuen Modus "Vorherrschaft", in dem zwei Sechser-Teams gegeneinander antreten. Punkte bekommt man hier jedoch nicht durch einfaches Eliminieren der Gegner. Stattdessen lässt ein gefallener Hüter ein kleines Engramm liegen - Signum genannt -, das dem Gegner nur dann Punkte bringt, wenn er es schafft, dieses auch einzusammeln. Zusätzlich hat Bungie vier neue Mehrspielerkarten implementiert, eine davon PS4-exklusiv.

Die ewige Jagd nach der Beute

Das Erbeuten neuer Waffen, Rüststücke und Sammelgegenstände ist für viele Gamer einer der Hauptanreize, Destiny zu spielen. Gerade Hardcore-Fans spielen die gleichen Inhalte immer wieder neu durch, um die beste Ausrüstung und die kompletteste Sammlung zu ergattern. Auch in "Das Erwachen der Eisernen Lords" kann man ein riesiges Arsenal verschiedenster Waffen, Embleme, Geister, Rüstungen, Raumschiffe, Gleiter und dergleichen freispielen, bevor man die neuen Lichtlevel-Maximalstufe 385 und alle Items erreichbaren Items sein Eigen nennen kann.

Bungie hat mit der neuen Erweiterung den "Grind-Faktor" des Spiels wieder deutlich erhöht. Will heißen: Objekte, die den Lichtlevel des Spielers erhöhen, kann man zu Beginn noch in allen Aktivitäten erhalten. Ab einer bestimmten Lichtlevel-Grenze jedoch gilt es, knallhart zu "farmen" und Aktivitäten permanent zu wiederholen, um überhaupt noch weiter im Charakterlevel aufzusteigen. Eine Tatsache, die nicht allen Spielern zusagen wird.

Die Einbindung von Mikrotransaktionen - also die Möglichkeit, gegen Echtgeld spezielle Gegenstände oder Emotes zu erwerben - wurde mit dem Add-on deutlich verstärkt. Die Kaufobjekte sind zwar fast ausschließlich kosmetischer Natur, dennoch wird dieses Thema von der Spielerbasis sehr kritisch betrachtet.

Der neue Raid: Ein großer Spaß für sechs Spieler

Ein Kernelement des Destiny-Endgames sind die Raids. Gemeint sind hiermit kooperative Missionen, die mit sechs Spielern absolviert werden und mehrere Stunden dauern können. Das Erwachen der Eisernen Lords führt mit "Zorn der Maschine" einen neuen Raid ein. Um diesen betreten zu dürfen, muss allerdings ein bestimmtes Lichtlevel erreicht sein, was reichlich Vorarbeitet für die Spieler bedeutet.

Hat man schließlich die entsprechend gute Ausrüstung sowie fünf Mitspieler zusammen, zeigt sich Destiny von seiner besten Seite. Mehrere Phasen und große Bossgegner müssen überwunden werden, um den Gefallenen und ihren SIVA-Experimenten endgültig ein Ende zu setzen.

Während das intuitive Gameplay generell eine Stärke des Bungie-Shooters ist, zeigt sich gerade in den Raids, wie spaßig Mechanismen in einem Shooter sein können, die man als Gruppe lösen muss. Der neue Raid macht da keine Ausnahme und zählt zweifelsohne zu den Highlights des Add-ons.

Exklusiv für PS4 und Xbox One

Zum ersten Mal bei einer Destiny-Erweiterung lässt Bungie die alte Konsolengeneration in Form von PS3 und Xbox 360 außen vor. Dies äußert sich in einigen grafisch aufregenden Bildern und verbesserten Spezialeffekten, die es so in Destiny bislang noch nicht gegeben hat. Am grundsätzlichen Look des Spiels hat sich nichts geändert, und niemand sollte eine komplette Überarbeitung erwarten.

Dafür sind die neuen Gebiete, vor allem der Raid, echte Hingucker geworden. Sie wirken insgesamt vertikaler. Gegner stürmen teilweise in großen Massen über den Bildschirm, und es bieten sich mitunter atemberaubende Ausblicke. Auch der Soundtrack ist gewohnt stark.

Was uns gefällt

In "Das Erwachen der Eisernen Lords" erlebt man einige der schönsten Abschnitte im Spiel - das futuristische Design der Spielwelt ist und bleibt eine große Stärke von Destiny. Der großartige Soundtrack überzeugt ebenfalls mit teils monumental klingenden Kompositionen - in Sachen Atmosphäre fährt Bungie schwere Geschütze auf. Positiv für Fans der Sechs-Spieler-Aktivitäten: Der neue Raid "Zorn der Maschine" ist thematisch wohl der gelungenste seit dem ersten Raid "Die gläserne Kammer".

Was uns nicht gefällt

Das Erwachen der Eisernen Lords ist definitiv kein so großer Sprung wie König der Besessenen vor einem Jahr. Das Add-on bietet zwar von allem etwas, wie lange die Erweiterung jedoch gerade die Hardcore-Spieler unterhält, muss sich erst noch zeigen und hängt auch davon ab, ob die Entwickler genügend neue Content-Updates liefern werden. Auch die nochmals ausgebauten Mikrotransaktionen dürften bei vielen Spielern auf wenig Gegenliebe stoßen.

Fazit 

"Das Erwachen der Eisernen Lords" ist eine solide Erweiterung des bestehenden Spiels, nicht mehr und nicht weniger. Wer ähnlich viele Neuerungen erwartet, wie sie König der Besessenen im vergangene Jahr einführte, der wird allerdings enttäuscht sein - der Kern des MMO-Shooters ist identisch geblieben. Für Destiny-Fans sind jedoch genügend frische Inhalte an Bord, um ihre Leidenschaft neu zu entfachen. Es wird letztlich darauf ankommen, ob Bungie es regelmäßiger schafft, die Spieler mit neuem Content zu versorgen. Spezielle Ingame-Events für diesen Herbst wurden immerhin schon angekündigt.

Infos zum Spiel 

Titel: Destiny - Das Erwachen der Eisernen Lords
Genre: MMO-Ego-Shooter 
Publisher: Activision
Hersteller: Bungie
Release-Termin: Im Handel 
Preis: zirka 30 Euro (Add-on in der Download-Variante) /  ab 60 Euro (Hauptspiel und alle vier Erweiterungen)
System: PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Ab 16 Jahren
Wertung: Gut

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