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Get Even: Die Angst spielt mit

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First Look auf Get Even | Action-Adventure | PC, PS4, Xbox One  

Die Angst spielt mit

14.10.2016, 14:06 Uhr | Olaf Bleich (jr), Medienagentur plassma

Get Even: Die Angst spielt mit. Get Even: Bandai Namcos als Geheimtipp gehandelter Mystery-Schocker kommt 2017. (Quelle: Bandai Namco)

Get Even: Bandai Namcos als Geheimtipp gehandelter Mystery-Schocker kommt 2017. (Quelle: Bandai Namco)

Indie-Entwickler haben in den vergangenen Jahren mit Horror-Games wie "Outlast", "Slender" oder "Insomnia" für so manche Gänsehaut bei Spielern gesorgt. Im Mainstream fand der virtuelle Grusel dagegen viel zu selten statt. Auch um "Get Even" vom polnischen Entwicklerteam The Farm 51 war es lange Zeit still. Auf der Gamescom 2016 jedoch kehrte das ambitionierte Projekt auf die große Bühne zurück. Mit Publisher Namco Bandai im Rücken nähert sich das schaurige Action-Abenteuer der Fertigstellung. 

Foto-Serie mit 8 Bildern

Was ist denn hier los? 

Get Even verschwendet keine Zeit für unnötige Erklärungen. Stattdessen wirft es den Spieler mitten hinein in einen Pixel gewordenen Albtraum. Als Detektiv Cole Black erwacht man in einem finsteren Kellerverlies. Was der Ermittler dort sucht oder wie er dort hingekommen ist, wird nicht erläutert. 

Dann plötzlich ein Telefonanruf: Das Klingeln des Smartphones reißt einen aus der Lethargie. Offensichtlich ist ein Mädchen entführt worden, das es zu retten gilt. Doch das ist nicht das einzige Mysterium. Zwischendurch flackern immer wieder Erinnerungsfetzen über den Bildschirm. Wie in einem schlechten Horrorfilm sieht man eine junge Frau, die an einen Stuhl gefesselt wurde. Get Even ist ganz offensichtlich ein Spiel für Erwachsene und kreiert bereits nach wenigen Sekunde die Atmosphäre eines guten Grusel-Thrillers. 

Smartphone-Sucht  

Im Anschluss stellt Get Even seine grundlegenden Spielelemente vor. Cole Blacks Smartphone ist das wertvollste Hilfsmittel auf der Suche nach der Vermissten. Beim Versuch, einen Tormechanismus zu aktiveren, fliegt etwa die Sicherung raus. Mit Hilfe der Hitzesicht des Handys macht man die Leitung in der Wand und den dazu passenden Schaltkasten ausfindig. Anschließend setzt man fix eine neue Sicherung ein und darf passieren. 

Wenige Momente später folgt das nächste Rätsel: Zum Erkennen aufgewischter Blutspritzer aktiviert man das Schwarzlicht und erkennt so auch in der Dunkelheit die Spuren. Die Leuchtiode am oberen Teil des Smartphones zeigt zudem den Weg zum nächsten Missionsziel an. Leuchten drei Anzeigen, hat man Ziel beinahe erreicht. Geht plötzlich eine Leuchte aus, sollte man besser umdrehen. 

Ähnlich wie Batman benutzt Cole das Smartphone auch, um Beweismittel festzuhalten. Mit der Kamera scannt man die Areale und nimmt anschließend ein Foto auf, dass Black in seinem Archiv abspeichert. 

Akustischer vermittelter Horror 

Immer wieder werden kurze Videos auf dem Bildschirm eingeblendet. Das erzeugt Atmosphäre und passt perfekt zu der ohnehin schon düsteren Stimmung. Im Verlauf der Demo entdeckt Cole Black schließlich das besagte Mädchen, doch es ist mit einer Bombe verbunden. Als Black versucht, diese zu entschärfen, wird der Bildschirm weiß. Was ist geschehen? Ist das Ding hochgegangen? 

Sekunden später erwacht man in einer abgewrackten Nervenheilanstalt. Plötzlich wird aus dem Detektivspiel ein echtes Horror-Adventure. Get Even spielt geschickt auf der Grusel-Klaviatur und jagt einem mit plötzlichen Geräuschen immer wieder einen gehörigen Schrecken ein. Auf diese Weise entsteht ein ständiges Gefühl der Bedrohung. Schließlich scheinen die wenigen Menschen in der Anlage vollkommen wahnsinnig geworden zu sein. 

Schleichen ist sinnvoller als Ballern

Glücklicherweise besitzt der Protagonist einige Waffen, darunter die schallgedämpfte Pistole und ein Sturmgewehr. Trotzdem sollte man damit sparsam umgehen - Munition ist rar. Deshalb sind Schleichen und leises Ausschalten der Widersacher auch dringend angeraten. 

Prima: Get Even mag zwar wie ein Ego-Shooter wirken, baut aber viele Adventure-Elemente in seinen Spielablauf ein. Zumindest in der Demo wirkte es so, als müsste man häufiger das Hirn einschalten und seltener die Knarre auspacken. Einziger Kritikpunkt ist die angestaubte Technik der präsentierten Konsolenversion. Get Even wirkt in der Darstellung seiner Areale längst nicht mehr taufrisch, und speziell die Lichteffekte müssen bis zum Release im Frühjahr 2017 noch besser werden. 

Was uns gefällt 

Get Even gehört zu den Überraschungsstiteln des Jahres. Lange Zeit war es still um das Horror-Adventure, doch die kurzweilige Demo überzeugte vor allem durch die herausragende Atmosphäre. Plötzliche Geräusche lassen einen zusammenzucken, der langsame Spielablauf und die wenigen Kämpfe erzeugen enorme Spannung. Das finstere Verwirrspiel wird ferner durch die vielfältige Smartphone-Funktionalität und die damit zusammenhängenden Rätsel-Einlagen untermauert. 

Was uns nicht gefällt

Allerdings muss man auch abwarten, ob Get Even diese dichte Stimmung über die gesamte Spielzeit halten kann. Laufen die Aufgaben stets nach dem gleichen Schema ab, könnte das schnell für Langeweile sorgen. Auch die grafische Umsetzung ist nicht makellos: Die Areale wirken nicht nur düster, sondern zuweilen auch allzu karg und trist gestaltet. Das mag allerdings auch an dem präsentierten Abschnitt liegen. Die bisher veröffentlichten Screenshots lassen auf mehr Abwechslung und - speziell in der PC-Version - auf bessere Grafik hoffen. 

Fazit

Ein finsteres Abenteuer mit schauriger Klangkulisse hat The Farm 51 da in der Mache. Aber auch nach der ansprechenden Anspielrunde von Get Even bleiben noch viele Frage offen. Unserem ersten Eindruck nach überzeugt das Abenteuer mit seiner dichten Atmosphäre und den kleinen Rätselideen. Freunde von Grusel-Adventures mit Action-Einschlag sollten sich diesen Titel in jedem Fall vormerken. 

Infos zum Spiel 

Titel: Get Even
Genre: Action-Adventure
Hersteller: The Farm 51
Publisher: Bandai Namco Entertainment
Release: Frühjahr 2017
Preis: Noch nicht bekannt
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Eindruck: Gut

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