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Battlefield 1 im Test: Mitten im Ersten Weltkrieg

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Test zu Battlefield 1 | Action-Spiel | PC, PS4, Xbox One  

Mitten im Ersten Weltkrieg

24.10.2016, 14:52 Uhr | Olaf Bleich (tz / ams), Medienagentur plassma

Battlefield 1 im Test: Mitten im Ersten Weltkrieg . Battlefield 1 läutet eine neue Ära für die Shooter-Saga ein, das neue Setting steht dem Spiel überraschend gut. (Quelle: Electronic Arts)

Battlefield 1 läutet eine neue Ära für die Shooter-Saga ein, das neue Setting steht dem Spiel überraschend gut. (Quelle: Electronic Arts)

Unter dem Weihnachtsbaum tobt der Kampf der Shooter-Giganten: Mit "Call of Duty: Infinite Warfare", "Titanfall 2", "Shadow Warrior 2" und "Battlefield 1" buhlen gleich vier Hochkaräter um die Gunst der Käufer. DICE und Electronic Arts rüsten daher für "Battlefield 1" auf: Erstmals in der Historie der Serie arbeiten sich Spieler durch die Wirren des Ersten Weltkriegs. Das Spiel für PC, Playstation 4 und Xbox One überzeugt mit einem unverbrauchten Setting, genialer Inszenierung und gewohnt umfangreichem Mehrspieler-Part.

Darf man das?

Bereits im Vorfeld der Veröffentlichung von Battlefield 1 meldeten sich die Kritiker zu Wort. Darf man die Gräueltaten der damaligen Zeit in einem auf Spielspaß ausgelegten Shooter überhaupt thematisieren? Das schwedische Entwicklerteam DICE beweist glücklicherweise Feingefühl und konfrontiert den Spieler speziell im Kampagnen-Prolog "Stahlgewitter" mit nie dagewesener Härte. Denn hier kontrolliert man keinen Superhelden, der im Alleingang die Welt rettet, sondern einen hilflosen Frontsoldaten.

Gänsehaut-Beginn

Zwischen Stacheldraht, Schlamm und Schützengräben wirft Sie Battlefield 1 in den Fleischwolf des Ersten Weltkriegs. Und ganz egal, wie kompetent man am Gamepad ist, in den ersten Spielminuten geht man in jedem Fall drauf. Danach zeigt einem das Spiel den Namen und den Todeszeitpunkt des gesteuerten Soldaten, ehe es mit dem nächsten Opfer weitergeht. Diese ersten, knapp zehn Minuten sind ebenso eindrucksvoll wie intensiv – selten zuvor begann ein Shooter derart emotional. Den Entwicklern glückt auf diese Weise der nahezu perfekte Start in Battlefield 1.

Kurz, aber gut

Leider präsentiert DICE den Rest des Spiels längst nicht so mutig wie den Prolog-Einsatz. In Battlefield 1 gibt es keine traditionelle Story-Kampagne, stattdessen erzählt das Actionspiel fünf Einzelschicksale in einstündigen Missionen. Solisten kommen also auf eine Spielzeit von etwa sechs Stunden. Das ist nicht gerade viel, dafür wird diese Spielzeit gut und vor allem abwechslungsreich gefüllt.

Der Spieler liefert sich als Testpilot Luftkämpfe über den Vogesen, nimmt es als Lawrence von Arabien mit den Truppen des Osmanischen Reichs auf und erobert als Ein-Mann-Armee eine Bergfestung. Sämtliche Missionen sind erstklassig inszeniert. Dank der leistungsstarken Frostbite-Engine sehen sowohl die aufwendigen Zwischensequenzen als auch die Missionen selbst grandios aus. Speziell Feuer- und Explosionseffekte stechen mit ihren satten Farben hervor – und haben gleichzeitig Warnfunktion. Wenn Flammenwerfer zum Einsatz kommen, sollte man sich schleunigst zurückziehen.

Die Levels selbst sind unterhaltsam, verfallen aber in ihrem Aufbau gerne in alte Muster zurück. Immer wieder kontrollieren Sie einen einsamen Streiter, der sich den Weg im Alleingang freischießen muss. Die Emotionalität der Prolog-Mission erreicht keiner der Folgeabschnitte, dafür kommt im Gegensatz zu den Kampagnen der Vorgängerspiele nie Langeweile auf. Zwar fehlt ein durchgehender roter Handlungsfaden, doch dafür gibt es reichlich Abwechslung und tolle Schauplätze.

Zahn der Zeit

Battlefield 1 trägt dem neuen Szenario Rechnung und schafft einen Kompromiss zwischen Spielspaß und Realismus. Bedeutet konkret: Nicht jede Waffe und jedes Fahrzeug steuern sich absolut naturgetreu. Weiterhin fallen die Nachladezeiten der Waffen vergleichsweise kurz aus, und schwere Panzer fahren zu schnell. Trotzdem bleibt das Shooter-Gameplay anspruchsvoll: Scharfschützen etwa müssen die Flugkurve ihrer Kugeln mitberechnen, Frontkämpfer dagegen ärgern sich über die größere Streuung der Maschinengewehre. Durch das deutlich veränderte Waffenarsenal spielt sich Battlefield 1 anders als sein Vorgänger.

Alte Stärken, frische Ideen

Wer über ein Battlefield-Game spricht, der schwärmt zumeist über die Online-Optionen. Auch im aktuellen Ableger gibt es in diesem Bereich reichlich Grund zur Begeisterung. Vor allem die neuen "Operationen" motivieren enorm und entführen 40 bis 64 Spieler in umfangreiche Feldzüge. Diese verbinden gleich mehrere Karten miteinander, auf denen das angreifende Team Schlüsselpunkte einnehmen muss. Die Verteidiger wollen dies natürlich mit allen Mitteln verhindern. Das Spiel teilt die Teilnehmer in Squads – also Fünfer-Teams – auf. Team-Mitglieder sehen einander auf der Karte und können frei kommunizieren. Zumindest in der Theorie: Aktuell laufen auf den Online-Schlachtfeldern noch sehr viele Einzelkämpfer herum, was taktische Winkelzüge erschwert.

Dabei bräuchten die "Operationen" genau diese Art von Absprachen. Denn hier verändern sich die Gefechte geradezu sekündlich, immer wieder gewinnt eine der beiden Mächte die Oberhand. Sind die Angreifer allzu unterlegen, erhalten sie Unterstützung. Kriegszüge oder Zeppeline sind das Zünglein an der Waage und sorgen für spektakuläre Momente.

Ebenfalls prima: Die vier verschiedenen Klassen Scout, Assault, Medic und Support spielen sich grundlegend anders. Das Spezialisieren auf eine bestimmte Soldatengattung belohnt Battlefield 1 mit Waffen-Upgrades innerhalb des Erfahrungssystems.

Zu den überaus gelungenen "Operationen" gesellt sich der Spielmodus "Kriegstauben". Hier müssen die Teams eine Nachricht via Flattermann übermitteln, um mehr Verstärkung zu rufen. Daraus entstehen lustige Jagdszenen, in denen die Trupps versuchen, den Vogel vom Himmel zu schießen. Modi-Klassiker wie "Rush" und "Vorherrschaft" sind in Battlefield 1 ebenfalls weiterhin an Bord, sodass der Mehrspieler-Umfang riesig ausfällt. Perfektionisten verdienen sich mit Medaillen noch Erfahrungspunkte hinzu und können so ihre Profile aufmotzen.

Was uns gefällt

DICE liefert mit Battlefield 1 das seit Langem beste Spiel der Shooter-Serie ab. Die Kampagne toppt problemlos die Einzelspielermodi der Vorgänger – speziell der Einstieg beeindruckt mit seiner tadellosen Atmosphäre und der brutalen Härte. Die übrigen Einsätze sind weniger emotional, dafür aber abwechslungsreich und durchaus launig.

Der eigentliche Kaufgrund bleibt allerdings der Mehrspielermodus, den die Macher um sinnvolle Optionen, frische Funktionen und neue Ideen ergänzt haben. Technisch ist Battlefield 1 erstklassig umgesetzt worden und überzeugt sowohl mit Zerstörungseffekten als auch mit spektakulären Schlachten und detaillierten Levels.

Was uns nicht gefällt

Wer Battlefield 1 kritisieren möchte, muss schon genau hinschauen. Die Kampagne krankt an dem fehlenden roten Faden, durch das Episodenformat bleibt kaum Zeit, eine Bindung zu den Helden aufbauen. Darüber hinaus verfällt sie nach dem eindrucksvollen Prolog wieder in das typische Charakterschema und schickt unbesiegbare Kampfmaschinen in die Schlacht. Der Mehrspielermodus hingegen begeistert über weite Strecken. Einzig das Squad-Gameplay überzeugt nicht immer, und auch das Freischalten der Medaillen spielt sich zu langatmig.

Fazit

Battlefield 1 läutet eine neue Ära für die Shooter-Saga ein, das neue Setting steht dem Spiel überraschend gut. Insgesamt überzeugt der Titel mit gewohnt starkem Multiplayer-Part und einer überraschend unterhaltsamen Kampagne. Klare Kaufempfehlung!

Titel: Battlefield 1
Genre: Ego-Shooter
Publisher: Electronic Arts
Hersteller: DICE
Release-Termin: Im Handel
Preis: zirka 50 Euro (PC), zirka 70 Euro (Konsole)
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Ab 16 Jahren
Wertung: Sehr gut

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