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Titanfall 2 im Test: Darum ist die Roboter-Action besser als Teil 1

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Test zu Titanfall 2 | Action-Spiel | PC, Xbox One, PS4  

Rassige Roboter-Action

26.10.2016, 07:52 Uhr | Olaf Bleich (tz), Medienagentur plassma

Titanfall 2 im Test: Darum ist die Roboter-Action besser als Teil 1. Titanfall 2 sieht gut aus, spielt sich klasse und macht mächtig Laune. (Quelle: Electronic Arts)

Titanfall 2 sieht gut aus, spielt sich klasse und macht mächtig Laune. (Quelle: Electronic Arts)

Gewaltige Titanen, mutige Piloten und jede Menge Action: Als "Titanfall" im Jahr 2014 die Bühne betrat, begeisterte der Multiplayer-Shooter Spieler und Kritiker gleichermaßen. Doch der Spielumfang der Science-Fiction-Ballerei war zu gering, um Konkurrenten wie "Battlefield" oder "Call of Duty" in ihre Schranken weisen. In "Titanfall 2" soll nun alles anders werden: Mit frischer Solokampagne, knackigen Missionen und bewährtem Online-Modus avanciert der einstige Newcomer zum ernstzunehmenden Shooter-Rivalen.

Ein Mann und sein Roboter

In der Einzelspielerkampagne von Titanfall 2 übernimmt der Spieler die Rolle von Jack Cooper. Der ist Schütze in der Armee der Miliz, doch eigentlich will der junge Mann viel lieber im Cockpit eines Titan-Roboters Platz nehmen. Dieser Traum wird bereits kurze Zeit später auf dem Planeten Typhon Realität: Captain Lastimosa, seines Zeichens Coopers Vorgesetzter und Mentor, segnet das Zeitliche und überlässt dem Jungspund seinen Kampfroboter BT-7274.

In den kommenden sechs bis acht Stunden kämpfen Sie sich durch insgesamt neun Kampagnen-Kapitel und nehmen es mit den Söldnern der Interstellar Manufacturing Corporation (IMC) auf. Leider mangelt es Jack Cooper über weite Strecken an Charaktertiefe. Deutlich liebenswerter wird dafür Titan BT portraitiert, der mit seinen ungewollt komischen Sprüchen für manchen Lacher gut ist. Es ist schön mitanzusehen, wie Mensch und Maschine im Verlauf der Geschichte zu echten Freunden werden.

Spiele-Videos 
Titanfall 2: Offizieller Single-Player-Trailer

Der Action-Shooter mit Kampfrobotern geht in Runde zwei. Video

Die eigentliche Geschichte hinter Titanfall 2 ist indes wenig aufregend, es mangelt ihr an charismatischen Figuren und wirklichen Überraschungen. Gerade die Bosskämpfe und das Ende enttäuschen.

Kreativität gewinnt

Der eigentliche Star der Kampagne ist also nicht die Geschichte, vielmehr sind es die Missionen selbst. Denn Entwickler Respawn Entertainment gelingt es, interessante, spannende und kreative Einsätze abzuliefern, die stets ein bestimmtes Spielelement in den Mittelpunkt rücken. So setzt das Spiel immer wieder auf Umgebungsrätsel. Eine der ersten Operationen spielt beispielsweise in einem Klärwerk. Jack Cooper darf dort nicht in das giftige Wasser fallen und muss entsprechend Wall-Runs und präzise Doppelsprünge mit Hilfe des Jetpacks trainieren.

Die späteren Levels werden komplexer und ungewöhnlicher. Der Pilot und sein Titan arbeiten sich durch eine Förderstraße, in der riesige Modellhäuser gebaut werden. Danach darf man sogar die Zeit manipulieren und zu seinem Vorteil verbiegen. Diese Ideen sorgen für reichlich Abwechslung und stellen die bereits aus dem ersten Teil bekannte Dynamik spürbar in den Mittelpunkt.

Kampf ums Überleben

Abseits der Rätsel bietet Titanfall 2 solide Shooter-Action gegen jede Menge Soldaten und Androiden. Dank der vielfältigen Angriffsoptionen und der griffigen Steuerung werden die Computer-Schergen schnell zum Spielball. Die Action ist schnell und kompromisslos, aber nicht immer anspruchsvoll - mehr als eine solide Gegner-KI bekommt man hier nicht geboten.

BT verfügt über acht verschiedene Ausrüstungssets, die man etwas umständlich im Pausenmenü auswählen kann. Leider fallen speziell die ersten Bosskämpfe gegen Titan-Söldner der IMC arg simpel aus, erst die letzten Endgegner und Missionen lassen erahnen, was möglich gewesen wäre. Trotzdem: Titanfall 2 liefert eine sehr gute Einzelspielerkampagne ab, die weit mehr Spaß macht, als viele Spieler vermutlich erwartet hätten.

Schnell, schneller, Multiplayer

Auch online geht es bei Titanfall 2 wieder die Post ab. Das Actionspiel bleibt allerdings weitestgehend den Tugenden seines Vorgängers treu und ergänzt dessen Ideen lediglich um einige frische Ansätze. Erneut treten zwei Teams aus Piloten und ihren Titanen gegeneinander an. Die Kampfroboter sind nur im Spielmodus "Titanen vs. Titanen" von Beginn an verfügbar, in allen anderen muss man sich deren Einsatz durch Abschüsse und das Meistern von Zielen erarbeiten.

Mit Erfahrungspunkten schalten Spieler dann neue Titanen, Waffen und Zusatzfertigkeiten frei. Zwischen den Matches stellt man seine Ausrüstung frei zusammen. Dank vielfältiger Möglichkeiten gibt es hier viel Spielraum für die Optimierung der eigenen Taktiken.

Die Architektur der Karten unterstützt den enorm schnellen Spielablauf: Geübte Titanfall-Fans rennen mit Hilfe der Schubdüsen an Wänden entlang, springen von Häusern und überwinden so weite Teile der Maps in Sekunden. In Spielmodi wie "Hardpoint" oder "Capture the Flag" sind die Missionsziele und damit auch die Kampfgebiete klar vorgegeben. Bei der "Kopfgeldjagd" hingegen sammelt man über Abschüsse Geld und muss dieses rechtzeitig zur Bank bringen. Das Problem: Geht man auf dem Weg dahin drauf, verliert man die Hälfte seiner Moneten – da ist Spannung garantiert.

Was uns gefällt

Titanfall 2 ist ein ebenso moderner wie kreativer Shooter, der seinen Vorgänger mühelos in den Schatten stellt. Die Einzelspielerkampagne überzeugt mit ihren gelungenen Umgebungsrätseln und zahlreichen guten Ideen. Da fallen die Schwächen beim Plot und dem Aufbau der Charaktere fast gar nicht mehr auf.

Der Mehrspielermodus wartet mit weit weniger Überraschungen auf und liefert ein ganz ähnliches Spielgefühl wie der Vorgänger. Doch das ist in diesem Fall kein Nachteil. Erneut kreiert Respawn Entertainment einen sehr guten Spielfluss und motiviert diesmal mit deutlich mehr Tiefe, freischaltbaren Extras und den Duellen der Titanen als grafischen Höhepunkt.

Was uns nicht gefällt

Leider gelingt es der Kampagne allzu selten, beim Spieler echte Emotionen zu erzeugen. Viele der Geschehnisse sind vorhersehbar, die Charaktere und insbesondere Held Jack Cooper bleiben blass. Durch den schnellen Spielablauf fallen außerdem Nahkampfattacken und Schrotflinten übermächtig aus. Im Mehrspielermodus geht mitunter die Übersicht flöten. Und auch hier sind einige Zusatzfertigkeiten - zum Beispiel die Tarnfunktion - noch zu stark.

Fazit

Sieht gut aus, spielt sich klasse und macht mächtig Laune: Titanfall 2 wetzt viele Schwächen des ersten Teils aus und begeistert diesmal nicht nur Online-Spieler, sondern auch Solisten. Respawn Entertainment liefert einen modernen Shooter ab, der Action-Liebhabern noch lange im Gedächtnis bleiben dürfte.

Titel: Titanfall 2
Genre: Action
Publisher: Electronic Arts
Hersteller: Respawn Entertainment
Release-Termin: 28. Oktober 2016
Preis: zirka 50 Euro (PC), 70 Euro (Konsole)
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Ab 16 Jahren
Wertung: Sehr gut

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