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CoD: Infinite Warfare - Gut kombiniert ist halb gewonnen

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Hands-on-Vorschau zu CoD: Infinite Warfare | Ego-Shooter | PC, PS4, Xbox One  

Gut kombiniert ist halb gewonnen

01.11.2016, 16:40 Uhr | Sönke Siemens (jr / ams), Richard Löwenstein

CoD: Infinite Warfare - Gut kombiniert ist halb gewonnen. Die Action in CoD: Infinite Warfare läuft butterweich mit 60 Bilder pro Sekunde, was genaues Zielen zum Kinderspiel macht. (Quelle: Activision)

Die Action in CoD: Infinite Warfare läuft butterweich mit 60 Bilder pro Sekunde, was genaues Zielen zum Kinderspiel macht. (Quelle: Activision)

Zackige Infanterie-Gefechte, futuristisch gekleidete Krieger, kompakte Karten, vertraute Spielmodi. Auf den ersten Blick wirkt der Mehrspieler-Part von Activisions neuem Ego-Shooter "Call of Duty: Infinite Warfare" für PC, PS4 und Xbox One wie eine Melange dessen, was Fans bereits aus den Vorgängerspielen kennen. Schaut man näher hin, wird jedoch schnell klar: Entwickler Infinity Ward gelingt es, spannende neue Gameplay-Schwerpunkte zu setzen.

Volle Kampfmontur

Wichtigste Neuerung: Infinite Warfare wirft das klassische Heldenklassen-Konzept über den Haufen und ersetzt es durch sogenannte "Rigs". Gemeint sind sechs futuristische Kampfanzüge, die jeweils unterschiedliche Spielstile und Taktiken begünstigen. Maßgeschneidert werden die Rigs dabei durch die Auswahl spezieller Ausrüstungsgegenstände ("Payloads") und Eigenschaften ("Traits"), von denen pro Rig-Klasse jeweils drei zur Verfügung stehen. Tatsächlich auswählen können Sie vor Matchbeginn allerdings immer nur eine Eigenschaft und einen Ausrüstungsgegenstand. Ein spannendes Konzept, das unterm Strich zu einer Vielzahl von Kombinationsmöglichkeiten führt.

Erst aufladen, dann abrücken

Nehmen wir als Beispiel den Kampfanzug vom Typ "Merc". Er richtet sich ganz klar an defensive Spieler, die gerne Level-Engpässe verteidigen und Teamkollegen mit Sperrfeuer unterstützen. Besonders gut klappt dies, wenn man den Ausrüstungsgegenstand "Aktive Panzerung" mit der Lebensenergie regenerierenden Eigenschaft "Infusion" kombiniert. Wählen Sie dagegen "Bull Charge" als Payload, steht Ihnen ein wuchtiger Schild mit Rammfunktion zur Verfügung. Weil das Ding einiges wiegt, kombiniert man "Bull Charge" wiederum am besten mit "Man-At-Arms"- eine Rig-Eigenschaft, die das Tragen schwerer Objekte begünstigt. Wichtig: Im Gegensatz zu Eigenschaften, die kontinuierlich wirken, müssen sich Payload-Fähigkeiten oder Waffen erst durch Erfolge aufladen.

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Gekonnt aussuchen 

Wer lieber an der Front mitmischt und bevorzugt auf mittlere Distanz angreift, ist mit dem "Warfighter"-Rig bestens beraten. Auch hierfür stehen wieder je drei Ausrüstungsgegenstände und Traits zur Verfügung. Mit dem "Claw"-Playload feuert Ihr Alter Ego einen an Objekten abprallenden Streuschuss nach vorn. Das "Overdrive"-Modul ermöglicht einen temporären Geschwindigkeits-Schub, während das "Combat Focus"-Implantat die Zahl der Abschussserien-Punkte für kurze Zeit verdoppelt.

Wie bei allen Rig-Klassen gilt auch hier: Die Effektivität des gewählten Ausrüstungsgegenstands lässt sich deutlich steigen, wenn man ihn mit der passenden Rig-Eigenschaft kombiniert. Mit der Claw-Waffe etwa erzielt man deutlich mehr Abschüsse, wenn man vorher noch "Ping" ausrüstet. Dann nämlich zeigt Ihnen das Radar nach jedem Abschuss an, wo in der Umgebung sich weitere Feinde befinden.

Schneller als das Licht

Dritter im Bunde ist das "Faster Than Light"-Rig. Wie der Name schon andeutet, dreht sich hier alles um Geschwindigkeit. Rüsten Sie beispielsweise "FTL Jump" als Payload aus, können Sie sich über kurze Distanzen teleportieren. Kombiniert mit der Spezialfähigkeit "Power Slide" - sie ermöglicht schnelleres und weiteres Rutschen am Boden - mutiert ihr Kämpfer so im wahrsten Sinne des Wortes zu einer Art CoD-Version von "The Flash".

Weiter geht’s mit dem "Stryker"-Rig. Hier stehen die Ausrüstungsoptionen ganz im Zeichen des Schlagworts Team-Unterstützung. Mit der "Gravity Vortex Gun" etwa reißen Sie ein schwarzes Loch in den Raum. Fast noch cooler ist die "Centurion"-Augmentierung, welche anfliegende Projektile völlig selbstständig neutralisiert. 

Der Rest vom Fest

Bleiben noch das "Phantom"- und das "Synapsis"-Rig. Erstgenannter Kampfanzug gibt vor allem Scharfschützen erstaunliche Fähigkeiten an die Hand und lässt sie zum Beispiel für kurze Zeit mit der Umgebung verschmelzen oder besser hören, wenn die Zoom-Funktion des Sniper-Gewehrs zum Einsatz kommt. Synapsis dagegen ist streng genommen gar kein Kampfanzug für einen Soldaten aus Fleisch und Blut, sondern vielmehr eine autonome, im Nahkampf absolut tödliche Robotereinheit.

Witzig: Genau wie die Spezialisten-Klasse Reaper aus "Call of Duty: Black Ops 3" kann auch Synapsis mit dem Rewind-Upgrade die Zeit für einige Sekunden zurückspulen und so Tode und Munitionsverbrauch ungeschehen machen.

Gefährliche Prototypen

Viel Neues gibt es ferner in Sachen Waffenbau zu vermelden. Statt wie so oft nur neue Aufsätze, Magazine und dergleichen an eine bestehende Wumme anzuflanschen, dürfen Spieler nun erstmals komplett neue Waffen mit eigenen Fähigkeiten und unterschiedlichem Seltenheitswert schmieden - sogenannte Prototyp-Waffen.

Mittel zum Zweck ist überall auffindbarer Technikschrott. Genügend davon auf der hohen Kante, erhalten Sie Zugriff auf immer neue, völlig verrückte Waffen-Verbesserungen. Erreicht das Scharfschützen EBR-800 beispielsweise die vorletzte Entwicklungsstufe, schaltet sich die Verbesserung "Nuclear" frei, und Sie dürfen nach 25 Treffern einen Raumkreuzer herbeirufen, der das Schlachtfeld mit einem Atomsprengkopf einäschert.

Im schön am Ball bleiben

Zugegeben, mit "Team Deathmatch", "Herrschaft", "Uplink", "Suchen und Zerstören", "Capture the Flag", "Hardpoint", "Abschuss bestätigt", "Demolition", "Free-For-All" und "Seach and Rescue" serviert der Entwickler gleich zehn altbekannte, aber eben auch ziemlich beliebte Spielmodi.

Darüber hinaus dürfen sich Fans allerdings noch in zwei kompletten neuen Varianten austoben: "Defender" und "Frontline". Während sich die Macher zu letztgenanntem Modus noch sehr bedeckt halten, durften wir Defender bereits ausgiebig anspielen.

Die Idee ist so simpel wie genial: Beide Mannschaften jagen einer ballförmigen Drohne hinterher. Wer sie zuerst in die Finger kriegt, akkumuliert fleißig Punkte - zumindest solange, bis sich die Drohne neustartet oder der Träger sich eine Kugel einfängt. Was folgt, ist ein verbissenes Katz- und Maus-Spiel, bei dem in der Regel diejenige Mannschaft dominiert, die dem Drohnen-Jongleur am effektivsten den Rücken freihält.

Was uns gefällt 

Egal ob sich nun 18 Spieler gleichzeitig in einem Areal tummeln oder gleich mehrere Abschussserien-Belohnungen zur selben Zeit aktiviert werden - die Action läuft immer butterweich mit 60 Bilder pro Sekunde, was pixelgenaues Zielen zum Kinderspiel macht. Schön zudem, dass Infinity Ward bereits jetzt volle PS4 Pro-Unterstützung bestätigt hat und Vorbesteller Zugriff auf ein Remake der beliebten "Call of Duty: Modern Warfare 2"-Karte "Terminal" erhalten. Überhaupt sind alle der bisher gezeigten Karten echte Spaßbringer und von Kopf bis Fuß gespickt mit Passagen, an denen Sie - Black Ops 3 lässt schön grüßen - Ihre Wallrunning-Talente perfektionieren dürfen.

Was uns nicht gefällt

Der Mehrspieler-Modus von Infinite Warfare begeistert mit interessanten Neuerungen und Ergänzungen. Wirklich wegbewegende Veränderungen traut sich der Entwickler - wohl auch, weil man den Zorn der alteingesessenen Community fürchtet - jedoch nicht zu. Weltraumschlachten an Bord von Raumgleitern, wie man sie in der Solo-Kampagne vorfindet, vielseitig zerstörbares Terrain wie in "Battlefield 1", Bleiorgien in voller Schwerelosigkeit - all das und mehr hätte zweifelsohne für zusätzliche Adrenalinkicks gesorgt.

Fazit

Warum fundamental ändern, wenn’s im Kern funktioniert. Das ist der unausgesprochene Leitsatz, der sich wie ein roter Faden durch den gesamten Mehrspieler-Modus von Infinite Warfare zieht. Wer die Serie seit Langem kennt und schätzt, dürfte damit kein Problem haben und sich hier sofort pudelwohl fühlen. Das Rigs-Konzept ist eine schöne Evolution der Heldenklassen-Systematik, das Freischalten von Prototyp-Waffen gefällt und auch die neuen Karten und Spielmodi werden bald viele begeisterte Anhänger finden. Wer hingegen auf etwas Frisches, komplett Neues gehofft hatte, sollte sich anderweitig umschauen. 

Infos zum Spiel

Titel: Call of Duty Infinite Warfare
Genre: Ego-Shooter
Hersteller: Infinity Ward
Publisher: Activision
Release-Termin: 4. November 2016
Preis: zirka 55 Euro (PC) / zirka 65 Euro (Konsolen)
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Ab 18 Jahren
Eindruck: Gut 

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