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Call of Duty: Infinite Warfare (Multiplayer): Ins Schwarze getroffen

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Test zu CoD: Infinite Warfare (Multiplayer) | Ego-Shooter | PC, PS4, Xbox One  

Ins Schwarze getroffen

09.11.2016, 07:03 Uhr | Sönke Siemens (jr / ams), Richard Löwenstein

Call of Duty: Infinite Warfare (Multiplayer): Ins Schwarze getroffen. Die Action in CoD: Infinite Warfare läuft butterweich mit 60 Bilder pro Sekunde, was genaues Zielen zum Kinderspiel macht. (Quelle: Activision)

Die Action in CoD: Infinite Warfare läuft butterweich mit 60 Bilder pro Sekunde, was genaues Zielen zum Kinderspiel macht. (Quelle: Activision)

Mit "Infinite Warfare" erobert die "Call of Duty"-Reihe seit dem 4. November 2016 erstmals die Weiten des Weltalls. Was das für den Mehrspieler-Part sowie den allseits beliebten Zombie-Modus bedeutet, konnte t-online.de/spiele im Rahmen einer drei Tage umfassenden Testveranstaltung prüfen. So viel vorweg: Eine Revolution sollte niemand erwarten, wohl aber eine clevere Evolution grundlegender Gameplay-Elemente.

Kampfanzüge statt Klassen

Gravierendste Neuerung: Infinite Warfare schickt die klassischen Heldenklassen über den Jordan und ersetzt sie durch sechs verschiedene Kampfrüstungen - jede von ihnen optimiert für einen bestimmten Spielstil und auf Wunsch vielseitig anpassbar. Die Rüstung vom Typ "Phantom" zum Beispiel richtet sich an Scharfschützen und ermöglicht es je nach Konfiguration, Feindpositionen gezielt zu orten, mit der Umgebung zu verschmelzen und vieles mehr.

Sie sind lieber als tödlicher Nahkämpfer unterwegs, der seine Gegner aus dem Weg pustet und im Fall einer Niederlage die Zeit zurückspult? Dann ist das Modell "Synaptic" zweifelsohne die beste Wahl. Wer seine Angreifer dagegen schon aus großer Distanz mit einem autonomen Geschützturm festnageln möchte, während ein Drohnen-Abwehrsystem anfliegende Granaten neutralisiert, liegt mit der "Stryker-Rüstung" goldrichtig.

Dranbleiben lohnt sich

Um die Langzeit-Motivation aufrecht zu erhalten, sind zu Spielbeginn nur drei Einsteigerrüstungen verfügbar. „Warfighter“ repräsentiert den typischen Allround-Frontkämpfer, der bullige „Merc“ überzeugt Defensiv-Spieler und auf hohe Fortbewegungsgeschwindigkeit bedachte Guerillakämpfer zwängen sich in die „Faster Than Light“-Montur. Die eingangs erwähnten Rüstungen werden erst durch das Erreichen bestimmter Erfahrungslevel freigeschaltet. Bedenkt man nun, dass sich jede Rüstung mit drei ganz individuellen Ausrüstungsgegenständen sowie drei individuellen Merkmalen maßschneidern lässt, sprechen wir hier unterm Strich von über 54 einzigartigen Helden-Kombinationen.

Raffiniertes Rüstzeug

Davon abgesehen rüstet man seinen Kämpfer-Archetypen natürlich wie gehabt - sprich unter Berücksichtigung des bekannten Pick-10-Systems - mit einer Primär- und Sekundärwaffe sowie unterschiedlichen Extras (Perks) und Hightech-Gadgets aus.

Stichwort Gadgets: In Infinite Warfare hantieren Sie mit jeder Menge futuristischem Rüstzeug. Anti-Gravitations-Granaten etwa lassen ganze Feindansammlungen für einige Sekunden in einer Schwerelosigkeitsblase zappeln, Spinnenminen verfolgen Widersacher in der näheren Umgebung auf Schritt und Tritt, und das kongeniale "Black Hole"- Device saugt Verbündete als auch Kontrahenten ein, als wären sie Strohhalme in einer Staubsaugerfabrik. Neu sind zudem Energiewaffen. Sie verbrauchen zwar keine Munition, müssen sich dafür aber regelmäßig abkühlen.

Interessante Spielmodi-Neuzugänge

Angefangen bei "Team Deathmatch" und "Herrschaft" über "Capture the Flag" und "Abschuss bestätigt" bis hin zu "Suchen & Zerstören" oder "Uplink": Wer in Infinite Warfare nach altbewährten Spielvarianten sucht, wird umgehend fündig.

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Das Zeug zu echten Klassikern haben allerdings auch die beiden Neuzugänge "Front" und "Verteidiger“. Im ersten Fall buhlen die konkurrierenden Teams zwei Runden lang um das Erreichen von jeweils 100 Abschüssen. Der Dreh: Durch die Basen beider Teams verläuft eine Frontlinie. Wer sich hinter ihr befindet, profitiert von viel stärkerer Panzerung. Die Folge: Um wirklich nennenswert Abschüsse anzuhäufen, muss man den Feind in Gefechte im Bereich der Kartenmitte verwickeln, wo die Panzerungs-Boni nicht greifen. Alternativ kann man sich natürlich auch über die Seitenlinien in die Basis schleichen und den meistens an der Front verschanzten Bewachern in den Rücken fallen. Braucht etwas Zeit, bis man das Prinzip verinnerlich hat, dann aber kickt es gewaltig.

Feuerschutz für den Ballträger

Gleiches lässt sich über "Verteidiger" sagen - sozusagen die Call of Duty-Variante des beliebten "Halo"-Spielemodus "Oddball". Hier taucht in der Kartenmitte ein Ball auf, dem nun beide Teams mit Waffengewalt hinterherjagen. Ist eine Mannschaft in Ballbesitz, rattert der Punktezähler solange, bis der Träger das Objekt der Begierde verliert oder der Ball nach vorgegebener Zeitspanne in der Feldmitte zurückgesetzt wird. Die Möglichkeit, den Ball zu befreundeten Mitspielern passen zu können, impft dem ohnehin schon sehr auf Teamplay ausgerichteten Modus zusätzliche taktische Tiefe ein.

Gelungenes Kartendesign

Egal ob eine Partie nun in den verwinkelten Höhlensystemen des Monds Titan, in einer verlassenen Forschungsstation namens Europa oder in den engen Gassen der Altstadt von Genf tobt - nahezu alle der insgesamt zwölf Karten sind echte Spaßbringer. Nicht zuletzt, weil das in "CoD: Black Ops 3" eingeführte An-Wänden-entlang-Rennen mit schöner Regelmäßigkeit ins Leveldesign eingebunden wurde.

Ein schöner Einfall ist außerdem die Karte "Throwback“ mit ihrem kreativen 50er-Jahre-Bauernhof-Setting. Schaut man genau hin, merkt man jedoch schnell, dass sich das Retro-Dorf eigentlich auf einer Ring-förmigen Raumstation befindet und dort wohl eine Art Touristenattraktion darstellt. Sehr schöne Idee.

Brillanter Zombies-Modus

Auch Infinite Warfare bietet einen zu viert spielbaren Zombies-Modus - diesmal mit 80er-Jahre-Setting, vier Amateurschauspielern in der Hauptrolle und David Hasselhoff als unterstützendem Sidekick. Im Gegensatz zu den Hirnfresser-Ballerorgien aus "CoD: Advanced Warfare" und "CoD: Black Ops 3" kommt die diesjährige Inkarnation jedoch deutlich einsteigerfreundlicher daher. Der Schwierigkeitsgrad zieht speziell in den ersten zehn Runden nicht ganz so rapide an, und die anfänglichen Areale bieten mehr Fläche zum Ausweichen. Plus: Wo man früher lange experimentieren musste, um herauszufinden, wie die einzelnen Interaktionsobjekte funktionieren, verrät nun ein kleines Tipps-und-Tricks-Handbuch die Funktionsweise von Magic Wheel, Souvenirmünzen und Co.

Viele Sympathiepunkte gibt’s außerdem für verschiedene Gameplay-Neuerungen. An "Lost & Found"-Automaten etwa erlangt man bereits freigekaufte Waffen nach dem Ableben zurück. "Fate and Fortune"-Karten aktivieren auf Knopfdruck Vorteile, und in der "Afterlife Arcade" daddeln gestorbene Protagonisten kultige Activision-Spielautomaten der 80er-Jahren, um schneller wieder zurück in die Partie zu finden.

Was uns gefällt 

"Battlefield 1", "Destiny" und viele andere Vertreter des Shooter-Genres treten den Spiltscreen-Modus mit Füßen und verweisen auf ihre Online-Funktionalität. Nicht so Infinite Warfare. Hier darf sich ein zweiter Spieler auch weiterhin auf dem geteilten Bildschirm einklinken und in der laufenden Partie mitmischen. Liebgewonnene Call of Duty-Standard-Funktionen wie der Emblem-Editor, tonnenweise Freischaltkram oder der an E-Sport-Moderatoren gerichtete "COD Caster"-Modus sind selbstredend wieder mit an Bord.

Dagegen brandneu: Ein Crafting-System für Prototyp-Waffen. Durch Erfolge im Spiel sammeln Sie Schrott, den Sie dann gegen besonders durchschlagende Prototyp-Wummen eintauschen, die allesamt Waffen-spezifische Spezialfähigkeiten kredenzen.

Was uns nicht gefällt

In der Storykampagne funktioniert es fantastisch, im Multiplayer-Part traut sich Infinity Ward noch nicht so recht: Die Rede ist von optionalen Zero-G-Gefechten respektive Weltraumschlachten an Bord von Raumgleitern. Beides passt zwar nicht vollkommen zum typischen Call of Duty-Multiplayer-Gameplay, zum Weltraum-Grundtenor von Infinite Warfare aber schon. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass das Studio etwas in dieser Art noch als DLC-Ergänzung nachreicht. Dass der seit Black Ops äußerst beliebte "Theater"-Modus zum Zusammenstellen eigener Filmsequenzen gestrichen wurde, dürfte derweil vor allem Call of Duty-Spieler mit kreativer Ader verärgern.

Fazit

Zwei brandneue Spielmodi, sechs individuell konfigurierbare Kampfanzüge, zwölf clever designte Karten, Dutzende neue Waffen und Gadgets, hunderte Freispiel-Extras - Fans als auch Serien-Quereinsteiger werden sich im Multiplayer-Komplex trotz fehlender Schwerelosigkeits-Gefechte und grundlegender Innovationen pudelwohl fühlen. Highlight der Redaktion bleibt gleichwohl der unfassbare unterhaltsame und nun auch für Einsteiger besser zugängliche Zombies-Modus. So viel Kurzweil hatten wir im Kampf gegen nicht enden wollende Wellen keifender Untote schon lange nicht mehr. Falls Sie Informationen zum Singleplayer-Modus vermissen: Ihm widmen wir eine separate Besprechung.

Infos zum Spiel

Titel: Call of Duty Infinite Warfare
Genre: Ego-Shooter
Hersteller: Infinity Ward
Publisher: Activision
Release-Termin: 4. November 2016
Preis: zirka 55 Euro (PC) / zirka 65 Euro (Konsolen)
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Ab 18 Jahren
Wertung Multiplayer-Part: Sehr gut 

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