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Streit um WoW-Classic-Server: Nostalrius übergibt Projekt an Elysium

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MMORPG World of Warcraft  

Streit um WoW-Classic-Server: Nostalrius übergibt Projekt an Elysium

09.11.2016, 11:46 Uhr | jr / ta

Streit um WoW-Classic-Server: Nostalrius übergibt Projekt an Elysium. World of Warcraft: Legion - Blizzard hat die sechste Erweiterung für sein Online-Rollenspiel veröffentlicht (Quelle: Blizzard Entertainment)

World of Warcraft: Legion - Blizzard hat die sechste Erweiterung für sein Online-Rollenspiel veröffentlicht (Quelle: Blizzard Entertainment)

Der Konflikt zwischen Blizzard Entertainment und den "Classic Server"-Fans von World of Warcraft geht in eine neue Runde. Die ehemaligen Betreiber des "Nostalrius"- Servers, den Blizzard im Frühjahr 2016 wegen der eindeutigen Rechtelage abschalten ließ, wollen ihr komplettes Projekt - Quellcode und Datenbanken - an die befeundete "Elysium"-Truppe weitergeben. Diese hat inzwischen bestätigt, an einem WoW-Legacy-Server zu arbeiten. Wann der starten soll, steht aber noch nicht fest.

Neue Runde im Streit um Wow-Classic-Server 

Wenn sich auf der Blizzcon vom 4. bis 5. November 2016 nichts tue, werde man die Angelegenheit selbst in die Hand nehmen, hatten die Nostalrius-Leute vor einigen Wochen in ihrem Forum verkündet: "Wenn Blizzard nun keine Ankündigung macht, um die eigenen Werte zu ehren, seid Euch sicher, dass wir es tun werden. Am Ende ist das Zufriedenstellen der Community das einzige, was wirklich zählen sollte."

Das ist nun passiert - und wird wohl spätestens beim Live-Gang mit einen weiteren juristischen Gegenschlag von Blizzard provozieren. Man habe trotz des Treffens mit Blizzard und diversen unterbreiteten Vorschlägen, die das Betreiben eigener Classic-Server so einfach wie möglich machen sollten, kein Feedback bekommen. Daher habe man sich nun entschlossen, mit Elysium ein neues Angebot auf die Beine zu stellen. Auch andere Anbieter will man bei Bedarf mit ins Boot holen.

Nachdem Nostalrius in diesem Jahr von Blizzard schon einmal die juristischen Folterinstrumente gezeigt bekam, steckt hinter diesem forschen Vorgehen mit Sicherheit auch der Gedanke, Druck auf Blizzard auszuüben. Schließlich hat sich an der Rechtslage nichts geändert, und einen neuen Vanilla-Server - von wem auch immer betrieben - dürfte wohl schnell dasselbe Schicksal ereilen wie den Vorgänger.

Grundsätzliches Interesse an dem Projekt hatte Blizzard im Verlauf des Jahres bereits bekundet, allerdings erwies sich die Umsetzung trotz des vorhandenen Original-WoW-Codes wegen des ressourcenintensiven Entwicklungs- und Betreuungsaufwands als problematisch. 

Der Hintergrund des Streits ist grundsätzlicher Natur: Viele Rollenspieler empfinden die aktuellen Herausforderungen in WoW als zu weichgespült und an die Bedürfnisse von Casual Gamern angepasst. Daher wollen sie lieber auf Classic-Servern auf Basis der Vanilla- (WoW ohne Add-ons) oder der "The Burning Crusade" (die erste Erweiterung)-Version zocken. 

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