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Im Bann von Eis-Igel und Feuer-Fuchs

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Test zu Sonic Boom: Feuer und Eis | Jump'n'Run | 2DS, 3DS, New Nintendo 3DS  

Im Bann von Eis-Igel und Feuer-Fuchs

10.11.2016, 13:43 Uhr | Thomas Nickel (jr / ams), Medienagentur plassma

Im Bann von Eis-Igel und Feuer-Fuchs. Sonic Boom: Feuer und Eis entpuppt sich als ordentliche Highspeed-Hüpferei. (Quelle: Sega)

Sonic Boom: Feuer und Eis entpuppt sich als ordentliche Highspeed-Hüpferei. (Quelle: Sega)

Sega-Maskottchen Sonic hatte es zuletzt nicht leicht. Nachdem es 2011 beim nostalgischen Hüpfabenteuer "Sonic Generations" danach aussah, als könnte sich der blaue Blitz wieder berappeln, sorgte vor allem das komplett misslungene Wii-U-Abenteuer "Sonic Boom: Lyrics Aufstieg" für bleibendes Entsetzen bei den Fans. Doch Sega lässt sich nicht beirren und schickt ein weiteres Jump'n'Run unter dem "Sonic Boom"-Banner ins Rennen. Dabei spielt sich der Handheld-Titel "Sonic Boom: Feuer und Eis" für Nintendos DS-Systeme ordentlich. Zum großen Hit reicht es aber nicht.

Planetenretter mit Hilfe von Feuer und Eis

Wieder einmal ist der fiese Dr. Eggman - früher noch als Dr. Robotnik bekannt - Schuld an allem: Weil er irgendeinen seltsamen Plan ausheckt und dafür ein seltenes Metall braucht, öffnen sich auf der ganzen Welt Risse im Boden, die das Wetter völlig durcheinanderbringen. Gleichzeitig verschaffen diese Risse aber auch Sonic und seinen Freunden die Macht von Feuer und Eis. Mit Hilfe dieser Macht gilt es nun, die Risse wieder zu versiegeln und Eggman das Handwerk zu legen. Und soviel man muss immerhin zugeben: Dank professioneller deutscher Sprecher ist die wenig originelle Story wenigstens flott erzählt.

3D trifft auf 2D 

Wie schon die letzte 3DS-Episode setzt auch das neue Sonic Boom auf einen gefälligen Mix aus 3D-Hintergründen und 2D-Spielbarkeit: Helden, Schurken und Szenarien sind polygonaler Natur, trotzdem bewegt sich die eigene Spielfigur in den regulären Levels stets auf einer zweidimensionalen Ebene fort. Gelegentliche Sprünge in den Vorder- oder Hintergrund sind rein kosmetische Maßnahmen, die vor allem in den schnellen Rennsequenzen zum Einsatz kommen.

Igel-Elemente 

Der Spieletitel legt es bereits nahe: Das neue spielbestimmende Element ist der Wechsel zwischen den passiven Feuer- und Eiskräften. Eines der beiden Elemente haben Sonic und Co. immer aktiviert. Bei aktiven Eiskräften werden beispielsweise Wasserflächen bei Berührung sofort zu festem Boden. Wechselt Sonic dagegen zu Feuer, dann rennt er einfach so durch vereiste Blöcke hindurch. Großartig Nachdenken oder Kombinieren muss dabei tatsächlich aber niemand: Immer, wenn ein bestimmtes Element gefordert ist, wird die entsprechende Stelle auch mit einem passenden Symbol markiert.

Gleiches gilt für die individuellen Talente der fünf spielbaren Figuren. Wie im Vorgänger stehen Sonic, Tails, Knuckles sowie Sonic-Boom-Neuzugang Sticks zur Verfügung. Auch Amy Rose mit ihrem Riesenhammer ist jetzt spielbar. Per Touchscreen wechselt man jederzeit zwischen den verfügbaren Charakteren hin und her.

Die grundlegenden Aktionen beherrschen alle fünf Helden, aber jede Figur hat auch noch eine eigene Fähigkeit in petto. Während sich Sonic beispielsweise explosionsartig durch die Levels katapultiert, beseitigt Amy lästige Hindernisse mit einem saftigen Hammerschlag. Aber auch hier verhält es sich wie bei den Elementen: Das Spiel teilt Ihnen jederzeit mit, wenn eine dieser Aktionen verlangt ist.

Alle Hände voll zu tun

Als Sonics erstes Abenteuer 1991 auf dem Sega Mega Drive erschien, brauchte der Spieler lediglich das Steuerkreuz, um zu laufen und einen einzigen Knopf, um zu springen. Ende 2016 hält Entwickler Sanzaru Games diesen bewusst gewählten Minimalismus offenbar für etwas arg simpel und setzt daher auf die volle Button-Belegung. Allen Aktionen wie Springen, Beschleunigen, Umherschwingen, Elementwechsel und Spezialfähigkeit ist jeweils ein Knopf vorbehalten, über den Touchscreen wird die gerade aktive Figur gewechselt. Das klingt in der Theorie zwar einleuchtend, irritiert im Eifer des Gefechts aber gerade in den ersten Spielstunden, wenn man sich Missgriffe leistet.

Etwas Abwechslung muss sein

Neben den normalen Levels, die über eine Weltkarte angewählt werden, sorgen ein paar ungewöhnlichere Herausforderungen für Abwechslung: Mal lenkt Tails ein kleines U-Boot durch Unterwasser-Labyrinthe, dann wiederum liefert sich Sonic ein Wettrennen mit einem Eggman-Roboter oder rauscht durch einen Tunnel in die Tiefe des Bildschirms. Gelegentliche Bosskämpfe erstrecken sich zudem über zwei Bildschirme. Auch werden Entdeckernaturen belohnt, sind doch in jedem Level ein paar geheime Gegenstände versteckt.

Was uns gefällt 

Sonic Boom: Feuer und Eis läuft sauber und flüssig, und nach etwas Eingewöhnungszeit ist auch die voll belegte Steuerung gut zu beherrschen. Das Drumherum ist nicht zuletzt dank der qualifizierten deutschen Sprecher ansprechend, und die verschiedenen Fähigkeiten der Figuren sorgen ebenso wie die netten Bonusaufgaben für Abwechslung. Auf unfaire Stellen und plötzliche Bildschirmtode wird dankenswerterweise verzichtet.

Was uns nicht gefällt

Der Schwierigkeitsgrad ist sehr niedrig angesetzt, wirklich anspruchsvolle Passagen sucht man mit der Lupe. Zudem fehlt es dem neuen Sonic Boom an echten Überraschungen und Aha-Momenten. Alles wirkt durchaus gekonnt, aber gleichzeitig auch ziemlich routiniert und berechenbar. Sonic steht an einer Abzweigung und kann nach links oder rechts gehen? Dann wird sich in 90 Prozent aller Fälle links ein Gegenstand befinden, während rechts der Level weitergeht.

Die Tempopassagen sind hübsch anzusehen, spielen sich aber quasi wie von selbst - sie verbinden einfach die interaktiveren Sequenzen miteinander. Und aus der Polygongrafik wird nicht viel gemacht: Wie bei den meisten 3DS-Spielen wirken Figuren und Objekte eher grob gezimmert, auf Spielereien mit Kamera und interessanten Perspektiven haben die Entwickler weitgehend verzichtet. In liebevoll gepixeltem 2D sähe das neue Sonic Boom sicherlich schöner aus. Zuletzt wirken die Szenarien selbst auch etwas zu gewöhnlich für ein Sonic-Abenteuer - da sind Sonic und Freunde schon zu 16-Bit-Zeiten durch weitaus spannendere Landschaften geturnt. 

Fazit

Im Gegensatz zur letzten Wii-U-Episode leistet sich das neue 3DS-Abenteuer rund um den Sega-Igel keine großen, offensichtlichen Schwächen, bietet aber gleichzeitig auch keine herausragenden Ideen oder Effekte. Durch den niedrigen Schwierigkeitsgrad fühlen sich etwas anspruchsvollere Spieler durchgehend unterfordert, und das Feuer-Eis-Element ist letzten Endes doch eher ein Gimmick, das nur in seltenen Fällen interessant eingesetzt wird. Das macht Sonic Boom: Feuer und Eis unterm Strich zu einer ordentlichen Highspeed-Hüpferei, die man direkt nach Ausschalten des 3DS allerdings schnell wieder vergessen hat.

Infos zum Spiel 

Titel: Sonic Boom - Feuer und Eis
Genre: Jump’n’Run
Publisher: Sega
Hersteller: Sanzaru Games
Release: Im Handel  
Preis: zirka 30 Euro
System: Nintendo 3DS, New Nintendo 3DS, Nintendo 2DS
USK-Freigabe: Ab 0 Jahren
Wertung: Befriedigend

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