Startseite
Sie sind hier: Home > Spiele > News >

Drogenbeauftragte will verbesserten Jugendschutz bei Computerspielen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Spiele-Branche  

Drogenbeauftragte will verbesserten Jugendschutz bei Computerspielen

11.11.2016, 09:58 Uhr | jr / ams, dpa

Drogenbeauftragte will verbesserten Jugendschutz bei Computerspielen. Die bunten Siegel der USK geben Aufschluss, ab welchem Alter ein Spiel freigegeben ist. (Quelle: dpa/tmn/Andrea Warnecke)

Die bunten Siegel der USK geben Aufschluss, ab welchem Alter ein Spiel freigegeben ist. (Quelle: Andrea Warnecke/dpa/tmn)

Hunderttausende Menschen sind süchtig nach Apps und Online-Games. Heranwachsende sind besonders betroffen. Jetzt will sie die Drogenbeauftragte mit neuen Jugendschutzregeln besser schützen.

CSU-Politikerin will Jugendschutz verbessern

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), will sich für einen verbesserten Jugendschutz bei Computerspielen einsetzen. Ziel sei, Kinder und Jugendliche vor Suchtgefahren im Internet zu schützen. "Wir brauchen einen Jugendschutz, der fit ist für die Herausforderungen der digitalen Welt", sagte Mortler bei einer von ihr veranstalteten Konferenz zu Abhängigkeit von digitalen Angeboten am Mittwoch in Berlin. Die Aufgabe der Drogenbeauftragten ist, Initiativen für die Drogen- und Suchtpolitik anzustoßen. Für den digitalen Jugendschutz indes sind die Bundesländer zuständig.

Aus Mortlers Sicht führten die aktuellen üblichen Kennzeichnungen in die Irre. "Ich sehe noch ein riesiges Defizit bei den Altersstufen", sagte sie. "Ob ein Spiel abhängig machen kann oder nicht, muss Teil der Altersbewertung werden. Es kann nicht nur um Gewalt oder Pornografie gehen." Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) vergibt Siegel für Computerspiele in fünf Altersstufen von 0 bis 18 Jahren.

Zwischen 500 000 und 600 000 Menschen in Deutschland sind nach Schätzungen der Drogenbeauftragten von Online-Angeboten abhängig. In der Bevölkerung trete das Problem damit häufiger auf als Cannabis- oder Medikamentensucht, sagte der Psychologe Florian Rehbein vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen.

Vor allem unter den Jüngsten entwickelt sich das Problem rasant: Die Zahl der Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren, die auf krankhafte Weise nicht ohne Internet auskommen können, habe sich nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) seit 2011 fast verdoppelt, sagte Mortler. Bedenklich sei auch, dass bereits 70 Prozent der 2- bis 5-Jährigen Smartphones benutzen. "Das ist problematisch, denn Kinder müssen in diesem Alter lernen, sich in der realen Welt zurechtzufinden", sagte die Drogenbeauftragte Mortler.

Junge Altersgruppen sind nach Angaben der Arbeitsgruppe des Drogen- und Suchtrates häufiger betroffen. Im Schnitt beträgt die Internetabhängigkeit bei Jugendlichen mehr als ein Prozent, sagte Hans-Jürgen Rumpf von der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie. Smartphones am Steuer hält er für die schädlichste Form von Online-Sucht. In den USA sei ein Viertel aller Verkehrsunfälle bereits auf Smartphones am Steuer zurückzuführen.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Anzeige

Shopping
Shopping
Jetzt EntertainTV Plus bestellen und 1 Jahr sparen!

EntertainTV Plus 1 Jahr statt 14,95 € für 4,95 €* mtl. sichern. www.telekom.de Shopping

Shopping
Macht den Kaffeemoment zur besten Zeit des Tages

Siemens Kaffeevollautomat der EQ Serie: Erfahren Sie vollendeten Kaffeegenuss. von OTTO

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal