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Test zum Adventure Robinson The Journey: Dino-Sightseeing mit VR-Effekt

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Test zu Robinson: The Journey | Adventure | PS4  

Dino-Sightseeing mit VR-Effekt

14.11.2016, 16:27 Uhr | (jr / ams), Richard Löwenstein

Test zum Adventure Robinson The Journey: Dino-Sightseeing mit VR-Effekt. In "Robinson: The Journey" ist man viel damit beschäftigt, Flora und Fauna des Planeten zu erforschen. (Quelle: Crytek)

In "Robinson: The Journey" ist man viel damit beschäftigt, Flora und Fauna des Planeten zu erforschen. (Quelle: Crytek)

Das Abenteuerspiel "Robinson The Journey" von Entwickler Crytek verspricht die Erfüllung eines Kindheitstraums: Die Exklusiv-Produktion für PS4-Konsolen fühlt sich an wie eine Zeitreise zurück auf eine prähistorische Erde. Mit dem Playstation VR-Headset vor den Augen fühlt sich der Spieler inmitten wilder Natur, riesiger Urzeitechsen und gieriger Raubsaurier. Schade, dass die faszinierende Reise nach drei bis sechs Stunden schon wieder endet. 

Abenteuer für Playstation VR 

Robinson The Journey ist eines der bisher wenigen Spiele für Playstation VR, das für sich in Anspruch nimmt, mehr als nur eine Sammlung von Minigames zu sein. Die Produktion des deutschen Herstellers Crytek bettet ihr Gameplay tatsächlich in eine verbindende Rahmenhandlung ein.

Direkt nach Inbetriebname des VR-Headset geht es los. Eine kurze und schmucklose, dafür angenehm eingedeutschte Introsequenz berichtet von einem schweren Unfall an Bord des Forschungsraumschiffs Esmeralda. Nur ein Besatzungsmitglied konnte mithilfe einer Rettungskapsel einen nahen Planeten namens Tyson III erreichen - ein 12-jähriger Knabe namens Robin.

Allein auf einer fremden Welt

Das Spiel beginnt nicht direkt nach der Bruchlandung der Kapsel, sondern einige Monate danach. Robin hat sich bereits eingerichtet. Er hat im Bach eine Wasserkraftanlage zwecks Energievorsorgung installiert und ein paar Schritte ums Eck eine kleine Farm aufgebaut. Er hat Energiesperren gegen Attacken hiesiger Kreaturen installiert und ein Waisentier zum Begleiter herangezogen, das einem kleinen Tyrannosaurus verflixt ähnlich sieht. Das Tier hört auf den Namen Laika und folgt einer Handvoll Kommandos. Es macht Sitz und verscheucht mit lautem Gebrüll Flugsaurier und andere lästige Kreaturen.

Forschen statt killen

Die Umwelt wirkt nicht allzu fremdartig, sondern eher wie die Erde in prähistorischer Vorzeit. Bloß: Wenn hier ein 12-jähriger monatelang überlebt und es sich gemütlich macht, ganz ohne Zutun des Spielers - da stellt sich doch die Frage: Wie gefährlich kann so ein Planet sein? Nicht allzu sehr, möchte man meinen, und diese Vermutung bestätigt sich im Spielverlauf. The Journey versteht sich kaum je als Überlebenskampf. Echte Gefahren sind rar. Es kommt selten auf schnelle Reaktion an, auf Kampfgeschick ebensowenig.

The Journey versteht sich eher als Spaziergang für Forscher und Entdecker, ergänzt um eine Handvoll Puzzles. Der Reiz liegt darin, eine fremde Welt zu begehen und zu erleben, sie kennen zu lernen und ab und zu Lösungen zu finden, damit die Reise weitergehen kann. Man will ja letztlich doch wissen, ob Robin überlebt und ihm eine Flucht gelingt.

Reizvolle Minigames

Das Gameplay setzt sich im Wesentlichen aus herumlaufen und nahtlos eingeflochtenen Minigame-Herausforderungen zusammen. Eine davon: Klettern. Sobald Robin steile Felsklippen erreicht, kann er mit der linken und der rechten Hand abwechselnd nach links, rechts, oben oder unten angebrachten Felskanten greifen und so am Fels entlang- und enporkraxeln. Welche Kante Robin greift, entscheidet der Spieler durch seine Blickführung per VR-Headset - so ergibt sich eine schöne Koordinationsübung zwischen Kopf- und Hand-Steuerung.

Ein weiteres Minigame innerhalb der geradlinig strukturierten, teils durch kleine Areale aufgebrochenen Landschaft besteht darin, Ebenen und Pflanzendickichte zu untersuchen. Dabei gilt es, Dinos, Schlangen, Schmetterlingen und andere Kreaturen per Scannerwerkzeug zu erfassen und so deren Daten ins Forschungslogbuch übertragen.

Scannen und katalogisieren 

Dazu nimmt Robin auf Tastenkommando das Scannerwerkzeug zur Hand, aktiviert es und nimmt vorüber trampelnde, schlängelnde und schwebende Kreaturen ins Visier. Innerhalb des Tierkörpers leuchten nun Punkte grün und rot. Per Headset lenkt man das Visier und fokussiert einen Leuchtpunkt nach dem anderen. Die Aufgabe besteht darin, grüne Markierungen zu erwischen und rote zu vermeiden - denn bei Kontakt mit Rot endet das Minigame sofort und erfolglos.

Das Neigen des eigenen Kopfes und die nähere Inaugenscheinnahme durch Herabbeugen des Oberkörpers in Richtung Tier erleichtert das Scannen deutlich. Hier setzt Robinson The Journey die Besonderheiten des VR-Headsets und der integrierten Positionserkennung vorteilhaft ein. Im Erfolgsfall ist eine Kurzbeschreibung der Kreatur in der Forschungs-Datenbank abrufbar. Sie zu füllen, kann Jäger und Sammler ein bis zwei Stunden zusätzlich zur Basiskampagne beschäftigen.

Gefahrlose Planetenerforschung

Das Klettern, das Scannen und weitere VR-Geschicklichkeits-Herausforderungen lockern das Abenteuer angenehm auf, sie fühlen sich aber auch arg risikolos an. Scheitern ist zwar möglich, wird aber nicht allzu hart bestraft. Im einem Fall geht es nach einem Absturz aus der Steilwand halt vom letzten Auto-Speicherpunkt aus weiter, im anderen Fall startet man eben beizeiten einen erneuten Scanversuch. Keines der Tiere ist allzu selten, nur wenige sperren sich durch abrupte Fluchtbewegungen. Zusätzliche Spannungsspitzen hätte dem Ganzen gut getan. In der aktuellen Verfassung wirkt Robinson The Journey unterm Strich doch etwas seicht und ereignisarm.

Keine Move-Steuerung

The Journey unterstützt lediglich den Standard-Controller der PS4, aber nicht die Move-Controller. Merkwürdig, denn das Gameplay drängt sich für die Move-Steuerung geradezu auf. Die Ereignisse sind stets aus Robins Ich-Perspektive zu sehen: Viele Aktionen - Klettern, Scannen et cetera - führt Robin mit der linken und/oder der rechten Hand durch. Oft ragen seine virtualisierten Hände ins Bild. Sie möchte man gerne synchron mit den eigenen Händen lenken können, was dank intelligenter Steuerung sogar mit beiden Händen an nur einem Dualshock-Controller ganz gut klappt. Um wie vieles natürlicher sich das duale Händling allerdings per Move-Steuerung anfühlen würde, das demonstriert Warner Bros. großartiges VR-Abenteuer Arkham VR.

Was uns gefällt 

Die Einbettung des Spielers in die fremde Welt funktioniert hervorragend. Mit dem VR-Headset vor Augen und dem Kopfhörer auf den Ohren versetzt es einen tatsächlich in eine Umgebung, die fremdartig und erkundenswert erscheint. Die Illusion funktioniert sehr gut. So mancher Betrachter spürt nach Absetzen des Headset den dringenden Wunsch, sofort in die fiktive Welt zurückkehren und weiterforschen zu dürfen. Kompliment auch an die Eindeutschung. Viele Start-Produktionen für Playstation VR schenken sich die Lokalisierung. Crytek dagegen hat weder an der Übersetzung noch an den Stimmen gespart.

Was uns nicht gefällt

Ähnlich wie bei vielen andere Start-Produktionen für Playstation V, kann die Ausstattung von Robinson The Journey nicht überzeugen. Je nach Spielweise dauert das Abenteuer gerade mal drei bis sechs Stunden, und der Wiederspielwert hält sich in Grenzen. Die paar Stunden fühlen sich zwar sehr intensiv an, aber wir finden die Relation zwischen Preis und Spieldauer grenzwertig: 60 Euronen sind viel Geld für kurzweilige, aber eben auch kurze Unterhaltung. Im Unterschied zu so ziemlich jedem anderen Titel für Playstation VR leistet sich Journey außerdem auffällige Ladeunterbrechungen. Sie unterbrechen den Spielfluss und reißen den Betrachter aus dem Erlebnis heraus.

Fazit

Das Crytek-Abenteuer Robinson The Journey demonstriert anschaulich, zu welch verführerischen Illusionen das Virtual Reality-Medium imstande ist. Auf einem TV-Gerät würden sich die Reize dieses Spaziergangs über einen Dino-Planeten binnen Minuten in der spielerischen Substanzlosigkeit verlieren - es fehlt schlicht an Aufgaben und Abwechslung. Mit Playstation VR-Headset vor Augen allerdings stellen sich faszinierende Mittendrin-Gefühle ein. Man fühlt sich tatsächlich als Planeten-Erforscher und will wissen, was das Schicksal bereithält. Sehr schade, dass einen das Spielende schon nach kurzer Zeit aus der Illusion herausreißt. 

Infos zum Spiel

Titel: Robinson The Journey
Genre: Adventure
Hersteller / Publisher: Crytek
Release-Termin: Im Handel
Preis: zirka 60 Euro 
System: PS4 PS4 / PS4 Pro mit Playstation VR-Headset
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
Wertung: Befriedigend 

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