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Verschärftes Gaming: Test zu PS4 Pro

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Test zur Playstation 4 Pro  

Verschärftes Gaming

18.11.2016, 16:13 Uhr | (jr), Richard Löwenstein

Verschärftes Gaming: Test zu PS4 Pro. Die neue Playstation 4 Pro sieht der Original-PS4 sehr ähnlich, besteht allerdings aus drei statt zwei optischen Elementen.  (Quelle: Sony Interactive Entertainment)

Die neue Playstation 4 Pro sieht der Original-PS4 sehr ähnlich, besteht allerdings aus drei statt zwei optischen Elementen. (Quelle: Sony Interactive Entertainment)

Mit der Playstation 4 Pro hat Sony die leistungsfähigste Konsole auf den Markt gebracht, die für Geld momentan zu kaufen ist. Für 400 Euro gibt es keine rundum neue Hardware, eher eine Tuningversion zum Anschluss an moderne 4K-Fernseher. Ist die alte PS4 damit reif für die Rente? Für wen lohnt der Kauf der Pro-Konsole? Sehen Spiele damit schneller und schärfer aus als auf der Standard-Hardware? Wir beantworten die wichtigsten Fragen und stellen die besten Spiele für die PS4 Pro vor.

PS4 Pro: Der neue Fixpunkt im Gamer-Kosmos

Der 29. November 2013 markiert ein wichtiges Datum im Zocker-Kalender. An diesem Tag debütierte Sonys Playstation 4-Konsole. Drei Jahre und über 40 Millionen verkaufte Konsolen später wagt Sony mit dem Start der technisch runderneuerten PS4 Pro einen ungewöhnlichen Schritt. Bisher erfuhren Konsolen im Lauf ihres Lebenszyklus zwar häufig eine gewisse Modellpflege, erhielten geänderte Anschlüsse oder wurden äußerlich überarbeitet. Das technische Innenleben blieb dabei allerdings weitgehend unangetastet. Das macht Sony bei der PS4 Pro anders.

Doppelt so viel Rechenleistung

Im Vergleich mit dem PS4-Standarmodell ist die Hardware der PS4 Pro deutlich leistungsgesteigert. Die nach wie vor acht Kerne des Jaguar-Hauptprozessor von AMD sind mit 2,1 statt bisher 1,6 Ghz getaktet. Sie leisten im Schulterschluss mit AMDs Radeon-Grafikchipsatz - der nun über 36 statt bisher 18 Recheneinheiten verfügt - rund 4,2 Teraflops. Dieses theoretische Maßzahl für Rechenleistung besagt für sich betrachtet wenig. Setzt man die 4,2 Teraflops in Relation zur bisherigen PS4-Leistung von 1,85 Teraflops, dann wird klar: Die PS4 Pro verfügt über mehr als doppelt so viel Power. Sie kann also entweder mehr Pixel zeichnen oder schneller rechnen - oder im Idealfall beides. Prima Voraussetzung für schnellere Spiele in höherer Auflösung - von denen angesichts der Standard-Ausstattung mit 1 TB Festplattenspeicher auch eine ganze Menge auf die PS4 Pro passsen.

Die PS4 Pro verfügt auch über mehr Arbeitsspeicher - Sony stattet das Gerät mit zusätzlich 1 GB DDR3 RAM bestückt hat. Dieser soll dazu dienen, schneller zwischen Spielen und anderen Anwendungen wie zum Beispiel Netflix zu wechseln. Während die Original-PS4 mit den 8 Gigabyte DDR5 RAM Arbeitsspeicher vorlieb nehmen muss, kann die Pro Anwendungen Anwendungen auf den zusätzlichen Arbeitsspeicher auslagern, sodass mehr vom schnelleren Arbeitsspeicher für Spiele-Zwecke zur Verfügung steht.

Darüber hinaus wurde mit einem schnelleren Speicherinterface ausstattet. Der Wechsel von SATA 2.0 auf SATA 3.0 lässt die mit Datentransferraten auf bis zu 6.0 Gbit/s steigen.

Viermal so hohe Auflösung

Mit der PS4 Pro macht Sony die aktuelle PS4-Konsolengeneration fit für die brandneuen 4K-Fernseher, die seit Sommer 2016 die Runde machen. Fernsehgeräte der neuen 4K-Generation (oft liest man auch den gleichbedeutenden Begriff Ultra-HD) lösen das Bild feiner auf und zeigen mehr Details als bisherige Full-HD-Exemplare. Warum? Ein 4K-Bild setzt sich aus 3840 x 2160 Pixeln zusammen, das vertraute Full-HD-Bild aus "nur" 1920 x 1080 Pixel. Die PS4 Pro ist daraufhin optimiert, dass sie jedes einzelne dieser acht Millionen 4K-Pixel mit Bildinformationen füttert - und zwar im Idealfall 60-mal pro Sekunde für flüssigen Bildaufbau. Die Standard-PlayStation 4 kann das nicht leisten - ihr fehlt es an Rechenpower.

PS4-Games laufen auf allen PS4-Konsolen

Die PS4 Pro ist voll kompatibel zur PS4. Sie startet jedes Spiel und jede App für PS4, egal wie alt oder neu. Auch Benutzeroberfläche und Bedienung sind vollkommen identisch - die beiden Konsolen verwenden dasselbe "Firmware" genannte Betriebssystem.

Spielkonsole 
Sony startet Verkauf der "Playstation 4 Pro"

Mit drei Jahren hat Sonys Playstation 4 erst rund die Hälfte des typischen Lebensalters einer Konsolen-Generation auf dem Buckel. Video

Laut Sony soll es weder jetzt noch in Zukunft Exklusivspiele nur für PS4 Pro geben. Jedes PS4-Game soll auf jeder PS4 laufen - es soll nur eben von der PS4 Pro ausgeliefert schöner oder geschmeidiger aussehen. Mit ihrer integrierten Skalierungs-Hardware kann die PS4 Pro grundsätzlich jedes PS4-Spiel auf 4K-Auflösung skalieren, egal wie alt und ganz egal ob es auf Datenträger oder als Download vorliegt.

Der visuelle Qualitätsgewinn ist dann aber zu vernachlässigen. Denn damit die PS4 Pro wirklich etwas Besseres vorzuzeigen hat, müssen Entwickler Spiele einzeln anpassen: Sie ergänzen Details in den Kulissen, tauschen vorhandene Texturen gegen hochauflösende Pendants aus oder optimieren den Code für einen beschleunigten Bildaufbau.

Schönere oder schnellere Grafik

Sony überlässt den Entwicklern die Entscheidung, ob und wie sie die zusätzliche Power der neuen Topkonsole für ein flüssigeres Spielerlebnis durch eine höhere Framerate, eine stabilisierte Bildwiederholrate ohne Zeilenversatz oder störendes Bildrucken oder für mehr Detailzeichnung und mehr Effekte - zum Beispiel zusätzlichen Lichtschimmer beim Sonnenuntergang oder mehr Funkenflug bei Explosionen - nutzen. Zusätzliche Inhalte darf man sich vom Kauf einer PS4 Pro nicht versprechen. Die PS4 Pro macht Games schöner, aber nicht umfangreicher, das ist die klare Ansage von Sony.

Viele Spielehersteller unterstützen die PS4 Pro bereits mit Grafikpatches für aktuelle und ältere Produktionen. Activisions "Call of Duty: Infinite Warfare" und Ubisofts "Watch Dogs 2" zeigen mehr Schärfe und flimmerfreie Kanten bei gleichbleibend hoher Bildwiederholrate von 60 Frames pro Sekunde. Bei Square Enix´ Actionabenteuer "Rise of the Tomb Raider" haben Besitzer einer PS4 Pro die Wahl zwischen mehr Details bei 30 Frames pro Sekunde oder dem vertrauten Look bei 60 Frames.

Schönere Bilder auch auf der Standard-PS4

Sonys "Uncharted 4" addiert Partikeleffekte und ein paar Details in den Kulissen. Besonders gut sichtbar ist das Optik-Plus bei Explosionseffekten. Dass sie bei Uncharted 4 besser aussehen, hängt aber nicht allein mit dem 4K-Videomodus zusammen. Uncharted 4 unterstützt zusätzlich den sogenannten HDR-Videomodus.

HDR ist ein weiteres Zauberwort aus der Hexenküche der Videoingenieure. Das Drei-Buchstaben-Kürzel steht ausgeschrieben für "High Dynamic Range" und meint eine weiter gespreizte und stärker differenzierte Farbpalette. Bei HDR kann das Schwarz dunkler und das Weiß strahlender aussehen. Das dazwischenliegende Farbspektrum wirkt klarer und definierter. HDR ist ebenfalls eine relativ neue technische Entwicklung, die nur technisch dafür gerüstete aktuelle TV-Apparate darstellen können. Das sind in aller Regel dieselben Geräte, die auch 4K beherrschen.

Aufgehübschte Bilder per Patch

Ähnlich wie bei 4K gilt: HDR-Fähigkeit besitzen Spiele nicht von Haus aus. Entwickler müssen sie bei aktuellen Games integrieren und bei älteren Produktionen nachreichen. Per Patch kommt das Software-Update dann zu den Gamern nach Hause.

Ein großer Vorteil des HDR-Verfahrens ist, das es keine PS4 Pro voraussetzt. Seit dem Update der Systemsoftware auf Version 4.0 starten auch PS4-Standardmodelle HDR- taugliche Games. Die drei Jahre alte Originalhardware kann das genauso wie die Mitte September 2016 modellgepflegte Slim-Variante der PS4. Die PS4 Pro sowieso. Entwickler arbeiten bereits an HDR-Patches. Eines der ersten Games mit HDR-Update is Naughty Dogs Apokalypse-Abenteuer "The Last of Us Remastered". Viele kommende Produktionen wie zum Beispiel Sonys Actionabenteuer "Horizon: Zero Dawn" werden bereits von vornherein so entwickelt, dass sie buntere HDR-Bilder auf allen PS4-Systemen unterstützen.

Lohnt der Kauf einer PS4 Pro?

Dank neuer Software-Technologien können also auch Besitzer einer älteren PS4 oder der neuen PS4 Slim – die Sony nach wie vor im Programm hat - mit aufgehübschten Bildern aus ihrer Konsole rechnen. Das gilt zumindest bei einer Handvoll ihrer Lieblingsspiele und vorausgesetzt, ihre Konsole hängt an einem HDR-fähigen TV-Gerät.

Auf der PS4 Pro legt die Bildqualität noch einen Zacken zu. Vor allem Blätterwerk und andere filigrane Details sehen schärfer aus. Ihre Vorteile spielt die PS4 Pro allerdings erst an einem 4K-tauglichen TV-Gerät mit mindestens 50 Zoll Bilddiagonale aus. Bei kleinerer Bilddiagonale oder an Full-HD-Fernsehern ist der Unterschied nicht mehr so deutlich zu erkennen. Hier können wir keine klare Kaufempfehlung für die PS4 Pro aussprechen, hier tut es auch eine PS4.

Fazit 

Wenn alle Voraussetzungen stimmen, bringt die Kombination aus PS4 Pro, 4K-Fernseher und Software mit HDR- und 4K-Videomodus sichtbar brillantere Bilder hervor als bisheriges Bildmaterial im Full-HD-Format. Übrigens zeigt die PS4 Pro auch flüssige Videostreams in 4K bei entsprechender Inter-net-Bandbreite. Netflix empfiehlt hierfür mindestens 25 Megabit pro Sekunde.

Die qualitativ noch besseren Blu-ray-Disks mit 4K- beziehungsweise Ultra-HD-Bildmaterial fallen als Alternative zum 4K-Stream auf der PS4 Pro leider aus: Sony integriert in die PS4 Pro dasselbe Laufwerk wie in die PS4-Standardmodelle. Mit 4K-Disks kommt es nicht klar. Cineasten mit Qualitätsfetisch müssen sich daher bei der Konkurrenz umsehen: Microsoft integriert in seine Xbox One S-Konsole ein Blu-ray-Laufwerk, das mit dem Standard zurechtkommt.

Für anspruchsvolle Highend-Gamer ist die PS4 Pro momentan aber nicht zu toppen. Auf ihr laufen sämtliche PS4-Spiele, die jemals veröffentlicht wurden - das sind aktuellmehr als 1200 Titel.

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