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Nachschub für Pokémon-Jäger

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Test zu Pokémon Sonne und Mond | Taktik-Rollenspiel | 2DS, 3DS  

Nachschub für Pokémon-Jäger

25.11.2016, 14:14 Uhr | Sönke Siemens (jr / ams), Medienagentur plassma

Nachschub für Pokémon-Jäger. Pokémon Sonne und Mond haben sich ihre Lorbeeren redlich verdient und richten sich dank durchdachter Komfortfunktionen mehr denn je auch an Serieneinsteiger . (Quelle: Nintendo)

Pokémon Sonne und Mond haben sich ihre Lorbeeren redlich verdient und richten sich dank durchdachter Komfortfunktionen mehr denn je auch an Serieneinsteiger . (Quelle: Nintendo)

Über 20 Jahre haben die putzigen Pokémon von Nintendo nun schon auf dem Buckel. Die Begeisterung für die Taschenmonster aber bleibt ungebrochen, nicht zuletzt dank des Smartphone-Hits "Pokémon Go". Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft veröffentlicht der japanische Unterhaltungsgigant nun "Pokémon Sonne" und "Pokémon Mond", die siebte Generation derjenigen Abenteuer, mit denen alles begann. Doch kann das für die Mobilkonsolen 2DS und 3DS veröffentlichte Spieleduo noch neue Akzente setzen und sowohl Quereinsteiger als auch erfahrene Pokémon-Spieler abholen?

Sommer, Sonne, Sandstrand

Dass Entwickler Game Freak auch mit Pokémon Sonne und Mond keine Revolution altbewährter Gameplay-Konzepte anstrebt, wird bereits in ersten Spielstunden klar. Wie schon in allen sechs vorangegangenen Serienteilen schlüpft der Spieler in die Rolle eines Mädchens oder Jungens, den es nach einem Umzug an einen anderen Ort verschlägt. In diesem Fall die von Hawaii inspirierte Inselwelt Alola - genauer gesagt auf die Vulkaninsel Mele-Mele. Dort lebt die Spielfigur zusammen mit seiner Mutter in einem gemütlichen Häuschen in Strandnähe.

Doch das große Abenteuer lässt nicht lange auf sich warten: Wie es das Schicksal so will, rettet der Held beim Erkunden der Umgebung das seltene Pokémon eines Mädchens und wird dafür wenig später von Inselkönig Hala mit einem eigenen Taschenmonster belohnt.

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Ein Held auf Wanderschaft

Soweit, so bekannt. Neu ist die dann folgende Inselwanderschaft, ein traditionsbehaftetes Initiationsritual für junge Menschen in Alola. Das Ziel: Nach und nach die vier unterschiedlichen Hauptinseln von Alola bereisen und sich in einer Vielzahl von Prüfungen behaupten. In der Mehrzahl der Fälle handelt es sich um Kämpfe gegen immer neue Pokémon. Nebenbei müssen Sie aber auch immer wieder kleinere Rätsel lösen und Sammelaufgabe meistern.

Die Story selbst haut dabei zunächst niemanden so richtig vom Hocker und zieht sich vor allem in der Anfangsphase unnötig in die Länge. Mit dem Aufkreuzen von Team Skull, der mysteriösen Aether Foundation und sogenannten Ultrabestien nimmt die Sache dann allerdings doch noch Fahrt auf.

Typisch Nintendo: Sämtliche Bildschirmtexte wurden hervorragend eingedeutscht. Das gilt im Speziellen für kleinere Wortspielchen und Gags, die die unzähligen Dialoge angenehm auflockern. Auf Sprachausgabe muss man dagegen erneut verzichteen. Vor allem Eltern dürfte das allerdings wenig stören - sie freuen sich, dass ihre Kids fleißig lesen müssen, um der knapp 30-stündigen Hauptgeschichte zu folgen.

Tonnenweise sinnvolle Detailverbesserungen 

Spielmechanisch erfinden "Mond und Sonne" das Rad nicht neu, begeistern jedoch mit vielen sinnvollen Ergänzungen und Detailverbesserungen. Den Anfang macht der nun deutlich stärkere Fokus auf die Beziehung zwischen Mensch und Pokémon. So nistet sich beispielsweise kurz nach Spielbeginn ein Geist-Pokémon namens Rotom im Datenbank-Computer des Protagonisten ein und greift ihm fortan mit nützlichen Tipps und Hinweisen unter die Arme. Weil Rotom konsequent Navigationsmarker auf der Landkarte im unteren 3DS-Bildschirm platziert, ist es ab diesem Zeitpunkt außerdem nicht mehr möglich, den roten Storyfaden zu verlieren - vor allem für Einsteiger ein Segen!

Gleiches gilt für die brandneue Kampfbildschirm-Einblendung, welche Attacken besonders viel Schaden anrichten. Mühsames Auswendiglernen beziehungsweise Nachschlagen dieser Information entfällt. Einzige Voraussetzung: Man muss dem Gegner schon einmal im Kampf begegnet sein.

Auf Abruf zur Stelle

Sehr harmonisch fügt sich darüber hinaus die nochmals erweiterte Funktion "PokéMobil" ein. Gemeint ist ein Menü, mit dessen Hilfe man bestimmte Unterstützer-Pokémon herbeiruft. Tauros etwa dient als Reittier und kann Felsen aus dem Weg rammen. Bissbark verfügt über eine besonders feine Nase und erschnüffelt vergrabene Objekte im Boden. Wasser-Pokémon Lapras wiederum leistet hervorragende Dienste als Boot-Ersatz.

Prima: Wurde ein solcher Begleiter erst einmal freigespielt, steht er nun jederzeit auf Abruf bereit - das ständige Mitführen bestimmter Pokémon mit eben diesen Talenten entfällt.

Hier Tag, dort Nacht

Weitere Neuerungen sind die kaum zu stoppenden Z-Attacken, der nun an "Pokémon Snap" erinnernde Foto-Modus, neue Möglichkeiten zum optischen Anpassen der Spielfigur und die Tatsache, dass beide Editionen zu unterschiedlichen Tageszeiten stattfinden. Während "Pokémon Sonne" die aktuelle Zeit der 3DS-System-Uhr direkt in der Spielwelt abbildet, spielt "Pokémon Mond" zeitversetzt um zwölf Stunden. Spielt man Pokémon Mond also tagsüber, herrscht in der Spielwelt Nacht - und umgekehrt. Was sich im Übrigen auch auf das Erscheinen bestimmter Pokémon auswirkt.

Nicht zu vergessen: Battle Royal, ein brandneuer Online-Modus für bis zu vier Spieler gleichzeitig. Wichtigste Grundregel hier: Jeder Trainer stellt ein Team aus drei Lieblings-Pokémon zusammen, die dann nacheinander gegeneinander antreten. Wurde ein Pokémon besiegt, stürmt der nächste Kämpfer von der Ersatzbank aufs Feld. Adrenalin pur, denn wer wen angreift, ist zu keiner Zeit vorgeschrieben.

Wie ein Anime zum Mitspielen

Die Grafik-Engine wurde einer kompletten Frischzellenkur unterzogen, was sich insbesondere an zwei Stellen bemerkbar macht. Da wären zum einen die unzähligen Kämpfen. Diese laufen nun noch effektreicher ab und holen alles aus der in die Jahre gekommenen 3DS-Hardware. DAzu kommen noch die Zwischensequenzen. Mehr denn je begeistern diese jetzt mit rasanten Kamerafahrten, interessanten Nahaufnahmen der Charaktere und atmosphärischen Perspektivwechseln. Das Ergebnis fühlt sich deutlich cineastischer an - an einigen Stellen fast schon wie ein spielgewordener Anime.

Was uns gefällt 

Alola ist zweifelsohne die schönste und abwechslungsreichste Spielregion aller bisher veröffentlichten Pokémon-Games. Jede der vier Hauptinsel begeistert mit neuen geografischen Besonderheiten und ganz individuellen Pokémon - die obendrein wunderbar zum jeweiligen Setting passen. Auf der Insel Akala etwa treffen wir auf eine Fülle brandneuer Pflanzen- und Wasser-Pokémon, darunter Lusardin, ein auf den ersten Blick harmloser Fisch. Reizt man diesen allerdings zu sehr, ruft er plötzlich Dutzende Artgenossen auf den Plan, welche dann gemeinsam einen riesigen, furchteinflößenden Schwarm bilden.

Nostalgiker freuen sich zudem über sogenannte Alola-Formen langjähriger Publikumslieblinge. Kokowei zum Beispiel - ein an sich 120 Kilogramm schweres Pokémon von der Statur einer kleinen Palme - mutiert in der Alola-Version zu einer 415,6 Kilogramm schweren und über zehn Meter hohen Superpalme. Oder nehmen wir Raichu, einen Verwandten von Serien-Superstar Pikachu: In seiner Alola-Form verwandelt sich sein Schweif in eine Art Surfbrett. 

Was uns nicht gefällt

Im Gegensatz zu den ebenfalls für Nintendo 3DS veröffentlichten Vorgängerspielen "Pokémon X und Y" unterstützen Pokémon Sonne und Mond die Anzeige in stereoskopischem 3D leider nur im Foto-Modus des Spiels. Während man die Spielwelt erkundet, Kämpfe stattfinden oder Zwischensequenzen ablaufen, bleibt der 3D-Regler komplett deaktiviert. Weiteres Manko: In effektreichen Kämpfen mit vier Pokémon gleichzeitig kommt es auf älteren 3DS-Modellen (also solche ohne den Zusatz "New") streckenweise zu störenden Rucklern.

Kenner der Serie bemängeln außerdem den insgesamt sehr niedrig angesetzten Schwierigkeitsgrad im Solo-Modus. Wer trotzdem nach einer angemessenen Herausforderung sucht, schaut sich am besten im Online-Modus um. . 

Fazit

Riesiger Umfang, jede Menge Gameplay-Optimierungen, unzählige neue Kreaturen, nochmals aufgepeppte Grafik und die wohl interessante Spielwelt aller bisherigen Pokémon-Rollenspiele aus dem Hause Game Freak: Pokémon Sonne und Mond haben sich ihre Lorbeeren redlich verdient und richten sich dank durchdachter Komfortfunktionen mehr denn je auch an Serieneinsteiger und all jene, die erst kürzlich durch Pokémon Go an das Phänomen herangeführt wurden. Schade nur, dass man weiterhin nicht zwischen verschiedenen Schwierigkeitsgraden wählen kann: Mit echten Herausforderungen werden Serienkenner eigentlich nur in den erneut sehr unterhaltsamen Online-Duellen konfrontiert.

Infos zum Spiel 

Titel: Pokémon Sonne und Mond
Genre: Taktik-Rollenspiel
Publisher: Nintendo
Hersteller: Game Freak / The Pokémon Company
Release: Im Handel  
Preis: ab 40 Euro / Steelbook Edition ab 65 Euro, Solgaleo und Lunala Limited Edition ab 199 Euro (inklusive New 3DS XL)
System: Nintendo 2DS, Nintendo 3DS
USK-Freigabe: Ab 0 Jahren
Wertung: Sehr gut

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