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Die Macht der Vorstellungskraft: Test zu Skylanders Imaginators

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Test zu Skylanders Imaginators | Action-Abenteuer | PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One, WiiU  

Die Macht der Vorstellungskraft

01.12.2016, 14:07 Uhr | Sönke Siemens (jr / ams), Medienagentur plassma

Die Macht der Vorstellungskraft: Test zu Skylanders Imaginators. Die Imaginators und das deutlich erweiterte Beute-System sorgen im neuen Skylanders-Spiel für viel frischen Wind. (Quelle: Activision)

Die Imaginators und das deutlich erweiterte Beute-System sorgen im neuen Skylanders-Spiel für viel frischen Wind. (Quelle: Activision)

Als Activision im Oktober 2011 "Skylanders: Spyro’s Adventure" veröffentlichte, stand das "Toys to Life"-Konzept noch ganz am Anfang. Heute sind die Skylanders-Figuren und Videospiele aus den Regalen der Geschäfte nicht mehr wegzudenken. Und noch immer gelingt es den Entwicklern, das Grundprinzip erfolgreich abzuwandeln. So auch in "Skylanders Imaginators", dem sechsten Hauptspiel der Serie. Diesmal im Fokus: Skylanders, die in erster Linie auf der Vorstellungskraft des Spielers basieren.

Ärger mit Kaos - mal wieder 

In der idyllischen Himmelswelt der Skylands hängt der Haussegen mal wieder gehörig schief. Denn Super-Bösewicht Kaos ist auf ein magisches Buch gestoßen, mit dessen Hilfe er nun fleißig sogenannte Doomlander in die Welt setzt - finstere Kreaturen, die dem Namen ihres Schöpfers alle Ehre machen und Chaos und Verwüstung verbreiten. Einhalt gebieten sollen der Plage die sogenannten Imaginators - vom Spieler entworfene Skylanders - sowie mächtige Sensei.

Letztgenannte dienen den Imaginators als eine Art Mentor und liegen dem Starter-Pack des Spiels in zweifacher Ausführung bei. Da wäre zum einen Meister King Pen, ein durchtrainierter Kampf-Pinguin, der die antike Kunst des Flossen-Fu beherrscht. Zum anderen Golden Queen, eine ägyptische Zauberin, die unter anderem mit goldenen Skarabäus-Käfern um sich schießt und Feuerbälle heraufbeschwört.

Brillanter Figuren-Editor

Doch zurück zu den Imaginators, den eigentlichen Stars des Spiels. Kurz nach Abschluss der unterhaltsamen Intro-Sequenz besteht die erste Aufgabe darin, eben diesen Selbstbau-Helden zum Leben zu erwecken. Mittel zum Zweck ist ein fantastisch gemachter Figuren-Editor, der kaum Wünsche offenlässt. Zunächst gilt es, sich für eine von insgesamt zehn Kämpferklassen zu entscheiden, jede mit ganz eigenen Waffen und Spezialfähigkeiten.

Anschließend rückt das Optische in den Vordergrund. Kopf, Augen, Ohren, Rumpf, Armee, Beine - für jede Körperpartie stehen Dutzende Grundbausteine zur Verfügung, die jeder Spieler nach eigenem Geschmack kombiniert. Hat man sich dann auch noch für eine Waffe, passendes Rüstzeug, ein Farb- sowie ein Soundschema entschieden, transferiert das Spiel den neuen Weltenretter in den sogenannten Kreationskristall.

Wichtig: Jedem Starter-Pack von Skylanders Imaginators liegt nur ein solcher Kristall bei. Die Funktionsweise des kleinen Plastikspielzeugs mit NFC-Chip im Sockel unterscheidet sich dabei nicht von der anderer Skylanders-Spielzeuge. Einfach auf das mitgelieferte USB-Portal stellen, schon materialisiert sich die Plastikfigur im Videospiel. Will ein Freund mit seinem Imaginator im 2-Spieler-Koop-Modus antreten, platziert er seinen Kreationskristall ebenfalls auf dem Portal, und los geht’s.

Kundenfreundlich geht anders

Schade nur, dass sich Kreationskristalle nicht mit Bordmitteln zurücksetzen lassen. Zwar können Sie Aussehen, Bewaffnung und dergleichen jederzeit ändern. Wer jedoch mal eine komplett neue Imaginators-Heldenklasse ausprobieren möchte, muss einen neuen Kreationskristall im Laden kaufen. Oder auf einen inoffiziellen Trick 17 setzen, den findige Gamer derzeit zuhauf auf Youtube dokumentieren.

Weiterer Kritikpunkt: In der Mobil-App "Skylanders Creator" für iOS und Android kann man zwar nach Lust und Laune neue Imaginators entwerfen, diese jedoch nicht direkt - wie anzunehmen - ins eigene Spiel übertragen. Dies klappt nur, wenn man den in der App entworfenen Helden im Shop als Imaginator Card (zirka 15 Euro) oder als 3D-gedruckte Imaginator Figur (zirka 50 Euro) bestellt. Immerhin: Umgekehrt, also von Konsole aufs Mobilgerät, funktioniert der Transfer.

Gelungene Familienunterhaltung

Spielerisch liefert Skylanders Imaginators den seit Jahren bewährten Mix aus netten Jump’n’Run-Passagen und hitzigen Kämpfen. Aufgelockert wird das Ganze von amüsanten Minispielchen und leicht verdaulichen Umgebungsrätseln. Hier eine Steinkugel in eine Mulde samt Druckschalter rollen, dort Plattformen so verschieben, dass eine Treppe entsteht - allzu schwierig ist "Imaginators" zu keiner Zeit.

Als Familienspiel für Jung und Alt eignet es dafür allerdings umso mehr. Tipp für Skylanders-Kenner: Am besten gleich auf "Experte" loslegen, dem höchsten der zunächst drei Schwierigkeitsgrade. Hat man nämlich diesen gemeistert, wird dann noch eine vierte, "Albtraum" genannte Schwierigkeitsstufe freigeschaltet.

Interessanteste Neuerung aus Gameplay-Sicht: Abgeschlossene Abschnitte und Herausforderung belohnt das Spiel mit sogenannten Imaginate-Kisten. Darin enthalten sind neue Bausteine für den Figur-Editor, allem voran bessere Waffen und Rüstungsteile von unterschiedlichem Seltenheitswert. Die damit einhergehende Sammelfreude lässt freilich nicht lange auf sich warten - auch, weil viele Outfits ihre volle Wirkung erst dann enthalten, wenn man alle Teile eines Sets gefunden hat.

Volle Kompatibilität

Angefangen bei Publikumsliebling Trigger Happy aus dem allerersten Skylanders-Spiel bis hin zu Gast-Star Donkey Kong aus dem letztjährigen "Skylanders: Superchargers" - jede einzelne bis dato erschienene Skylanders-Figur funktioniert auch in Imaginators. Das gilt im Übrigen auch für die Fahrzeuge aus "Superchargers". Wer mit ihnen durchstarten will, findet im Hauptmenü einen eigens dafür entworfenen Modus samt einem knappen Dutzend Kursen.

Spannend für Retro-Fans: Käufer des "Thumpin’ Wumpa Islands" Adventure Packs erhalten Zugriff auf Crash Bandicoot und seinen ewigen Gegenspieler Dr. Neo Cortex. Beide Playstation-Helden wurden mit viel Liebe zum Details umgesetzt und funktionieren natürlich auch auf Xbox 360, Xbox One und Wii U.

Was uns gefällt 

Seien es nun die rasant geschnittenen Zwischensequenzen, die verrückten Bossgegner-Designs oder die unzähligen Hintergrundanimationen in jedem einzelnen Level - die Grafikabteilung lässt in Skylanders Imaginators  nichts anbrennen. Besonders Highlight: Ein bildschirmfüllendes, giftgrünes, Salsa-Soße speiendes Guacamole-Monster, dem Sie schon bald mit einem schwer bewaffneten Luftschiff zu Leibe rücken. Dass die Action zu jeder Zeit butterweich läuft und sich die deutschen Synchronsprecher praktisch keine Schnitzer leisten, gibt einen weiteren Pluspunkt und sorgt für eine über weite Strecken trickfilmreife Präsentation. Schön auch die die Idee mit den Selfie-Spots - spezielle Orte in jedem Level, die sich besonders gut für lustige Schnappschüsse mit der Spiel-internen Foto-Funktionen eignen. 

Was uns nicht gefällt

Zahlreiche (wenn auch nicht für die Hauptstory relevante) Gebiete sind nur mit Sensei-Skylanders eines bestimmten Typs zugänglich. Weil man als Spieler außerdem sehr häufig auf diesen Umstand hingewiesen wird, entsteht schnell das Gefühl, mit dem Starter-Pack eigentlich nur einen Teil des Abenteuers gekauft zu haben.

Dass der Koop-Story-Modus im Gegensatz zu dem aus Superchargers nur noch offline funktioniert und an Fahrzeugwettrennen nur noch zwei statt vier menschliche Spieler gleichzeitig teilnehmen dürfen, sind weitere Ärgernisse. Gleiches gilt für die deutlich überteuerten Mikrotransaktionen.

Fazit

Diverse Bezahlschranken und wegrationalisierte Online-Mehrspieler-Funktionen mal außen vorgelassen, macht Skylanders Imaginators seine Sache ziemlich gut. Die Imaginators und das deutlich erweiterte Beute-System sorgen für frischen Wind, der Koop-Modus ist unterhaltsam wie eh und je, und auch in Sachen Gegner- und Leveldesign überrascht das Entwicklerteam mit einigen sehr amüsanten Ideen - vor allem, wenn man in den letzten zwei Jahren keinen Kontakt mit der Serie hatte. 

Infos zum Spiel

Titel: Skylanders Imaginators
Genre: Action-Abenteuer
Hersteller: Toys For Bob / Vicarious Visions
Publisher: Activision
Release-Termin: Im Handel
Preis: zirka 55 Euro (Playstation-exklusive Crash-Edition ab 90 Euro)
System: PC, PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One, Wii U
USK-Freigabe: Ab 6 Jahren
Wertung: Gut

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