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Neustart endlich geglückt: Test zu Final Fantasy 15

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Test zu Final Fantasy 15 | Rollenspiel | PS4, Xbox One  

Neustart endlich geglückt

05.12.2016, 14:47 Uhr | Sönke Siemens (jr), Richard Löwenstein

Neustart endlich geglückt: Test zu Final Fantasy 15.  (Quelle: Square Enix)

Serientypisch wird auch in Final Fantasy 15 viel gekämpft. Allerdings nicht rundenweise, sondern in Echtzeit. (Quelle: Square Enix)

Wie doch die Zeit vergeht. Als Square Enix im Jahr 2006 "Final Fantasy Versus 13" exklusiv für PS3 ankündigte, ahnte noch niemand, dass daraus einmal "Final Fantasy 15" für PS4 und Xbox One werden würde. Seit dem 29. November 2016 - mehr als zehn Jahre später - wissen wir: das ambitionierte Offene-Welt-Rollenspiel ist tatsächlich fertig geworden. Doch kann es die hochgesteckten Erwartungen der Fans nach so vielen Jahren des Wartens überhaupt noch erfüllen?.

Ein Prinz will seinen Thron zurück

Das narrative Grundgerüst von Final Fantasy 15 ist schnell erklärt. Protagonist Prinz Noctis Lucis Caelum - Fans kennen ihn bereits aus der auf Youtube lancierten Anime-Serie "Final Fantasy 15: Brotherhood" - soll mit einer gewissen Lunafreya Nox Fleuret vermählt werden. Wahre Liebe spielt hier allerdings weniger eine Rolle. Vielmehr ist es die Hoffnung der jahrelang verfeindeten Königreiche Lucis und Niflheim, ein angestrebtes Friedensabkommen mit einer Zweckehe zu besiegeln.

Doch dann kommt alles ganz anders. Niflheim nutzt die Friedensverhandlungen schamlos aus, um den Runenwall - eine undurchdringliche Energiebarriere - abzuschalten, in die Hauptstadt einzudringen und König Regis zu ermorden. Noctis kriegt von diesen kurz nach Spielbeginn stattfindenden Ereignissen zunächst nichts mit, setzt dann allerdings alles daran, um den Thron zurückzuerobern. Unterstützt wird er dabei von seinen drei treuen Freunden Ignis, Gladio und Prompto.

Diese Truppe muss man einfach gernhaben

Final Fantasy 15 hat viele Stärken. Zwei besonders herausstechende sind jedoch das über weite Strecke mitschwingende Roadtrip-Gefühl und die damit einhergehende Kameradschaft der vier eben genannten Protagonisten. Das beginnt schon kurz nach dem Prolog, als die königliche Luxuslimousine Regalia den Geist aufgibt und die Helden - von denen Sie stets Noctis spielen - erst einmal kräftig schieben müssen. Aber auch in den vielen Spielstunden danach wird der ständig wachsende Zusammenhalt der Truppe sehr glaubhaft herausgearbeitet.

Ganz wichtig in diesem Zusammenhang: Egal ob das Quartett nun eine neue Stadt erreicht, eine turmhohe Bestie herausfordert, eine mächtige Waffe findet oder einfach nur entspannt auf einem Boot von A nach B schippert - ständig wird kommuniziert, gewitzelt, gestichelt oder debattiert. Wirklich großartig, zumal der Spieler auf diesem Wege oft auch spannende neue Details zur Spielwelt erfährt. Einziger Wermutstropfen: Hier und da recycelt der Entwickler bestimmte Dialogfetzen, was aber in Anbetracht der Spieldauer von knapp 45 Stunden allein für die Hauptgeschichte kaum ins Gewicht fällt. Wer die zahlreichen Nebenmissionen dazu addiert, kommt sogar auf knapp 60 bis 70 Stunden Gameplay.

Endlich mit deutscher Sprachausgabe

Dass Square Enix ein großes Aufgebot an professionellen deutschen Synchronsprechern verpflichtete, gibt weitere Pluspunkt. Zugegeben, ganz so mitreißend wie die ebenfalls auf der Blu-ray schlummernde englische Sprachfassung hört sich das Endergebnis nicht an. Für einen ersten Versuch - vorherige Teile boten stets nur deutsche Untertitel - geht die Vertonung aber absolut in Ordnung. Genial für Nippon-Fans: Sie wechseln im Optionsmenü einfach zum japanischen Originalton und stellen die Untertitel parallel auf Deutsch.

Schnell erlernt, schwer zu meistern

Bisherige Final Fantasy-Ableger setzten für gewöhnlich auf rundenbasierte Kämpfe. Nicht so Teil 15. Hier geht’s in Echtzeit ans Eingemachte. Das Bewundernswerte: Square Enix gelingt der schwierige Spagat, das Kampfsystem so zu gestalten, dass einerseits Einsteiger schnell reinfinden. Andererseits aber auch Profis durch unzählige Feinheiten voll auf ihre Kosten kommen. Eine bewährte Taktik für Fortgeschrittene besteht zum Beispiel darin, Gegner von hinten anzugreifen, was in einem dicken Schadensbonus resultiert.

Teambefehle, Partner-Kombos, Kontermanöver, die Wahl des richtigen Waffentyps und vielseitig einsetzbare Spezialattacken sind weitere Faktoren, die den Kämpfen ordentlich Würze verleihen. Hinzu kommt: Um wirklich effektiv auszuteilen, sollte man die Schwachstellen einzelner Feindtypen und Bosse genau studieren. Einige Widersacher sind zum Beispiel besonders anfällig gegen Magie. Andere geben schnell klein bei, wenn Sie eine der dreizehn mächtigen, aber oft schwer zu findenden Königswaffen zücken.

Viel zu tun

Abseits motivierender, abwechslungsreich gestalteter Hauptmissionen begeistert Prinz Noctis’ Odyssee mit einer Fülle von Nebenaktivitäten. Wer mag lässt zum Beispiel beim Angeln die Seele baumeln, vergnügt sich mit rasanten Chocobo-Rennen oder wirft ein paar Münzen in einen unterhaltsamen, häufig aufzufindenden Arcade-Automaten.

Noch mehr Action gefällig? Dann sollten Sie sich auf die Suche nach gut versteckten Zusatz-Dungeons machen, die in der Regel besonders wertvolle Beutestücke bereithalten. Im Rahmen einer Download-Erweiterung erscheint demnächst außerdem die Playstation-VR-exklusive "Final Fantasy VR Experience", eine Art Minispiel mit zackigen Kämpfen aus First-Person-Perspektive.

Was uns gefällt 

Hut ab. Das Kreaturen-Design sucht wahrlich seinesgleichen und stellt so ziemlich alles in den Schatten, was japanische Entwickler in den letzten Jahren abgeliefert haben. Das gilt im Speziellen für die wahrlich imposanten Behemoth-Kolosse. Einer davon ist so groß, dass schon die Fläche seines kleinen Zehs ausreicht, um Noctis wie eine Küchenschabe zu zerquetschen.

Ähnlich faszinierend präsentieren sich viele der Schauplätze. Angefangen bei einer idyllischen Chocobo-Farm über eine schwer bewachte Militärbasen der imperialen Truppen bis hin zu einem qualmenden Vulkanmassiv - die Screenshot-Funktion der jeweiligen Konsole muss hier wahrlich Schwerstarbeit leisten. Klarer Redaktionsfavorit bleibt gleichwohl die eindeutig von Venedig inspirierte Kanalstadt Altissia mit all ihren Einkaufsstraßen, Tavernen und geschäftstüchtigen Gondolieri.

Was uns nicht gefällt

Während viele Open World-Actionabenteuer zunächst vergleichsweise linear beginnen und sich dann immer weiter öffnen, geht Final Fantasy 15 im zweiten zentralen Spielabschnitt genau den umgekehrten Weg. Sie verlassen den Kontinent Eos und die Handlung folgt nun strickt einem roten Faden. In der Theorie durchaus machbar und ein interessanter Twist, die praktische Umsetzung jedoch funktioniert hier weniger gut.

Größtes Problem: Ab diesem Zeitpunkt wirkt der Plot mit einem Mal extrem gehetzt und streckenweise lückenhaft erzählt. Plötzlich muss alles ganz schnell gehen und es bleibt kaum Zeit, neue Schauplätze in aller Ruhe in Augenschein zu nehmen. Hinweise, dass den Japanern am Ende ein bisschen die Zeit ausging? In unseren Augen schon. Die gute Nachricht: Das Finale überzeugt trotzdem. Warum genau, sei an dieser Stelle freilich nicht verraten.

Fazit

Final Fantasy 15 ist ein Spiel der Superlative. Sei es nun die gigantische, glaubhaft mit Leben gefüllte offene Welt, der monumentale Orchester-Soundtrack aus der Feder von Yoko Shinomura oder die wahrlich epischen Bosskämpfe gegen teils Fernsehturm-große Kreaturen - was Tabata-San und sein Team hier abliefern, verdient größten Respekt. Dass die Handlung gegen Ende streckenweise über die eigenen Ambitionen stolpert ist schade, als Ganzes betrachtet aber weniger dramatisch. Was bleibt ist eine klare Empfehlung für Fans - und alle die es werden wollen. 

Infos zum Spiel

Titel: Final Fantasy 15 
Genre: Rollenspiel 
Hersteller / Publisher: Square Enix
Release-Termin: Im Handel
Preis: zirka 60 Euro
System: PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Ab 12 Jahen
Wertung: Sehr gut

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