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Fifa 17 in Russland unter Beschuss: "Homosexuelle Propaganda"

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Fußball-Simulation von EA Sports  

"Homosexuelle Propaganda": Fifa 17 in Russland unter Beschuss

06.12.2016, 13:13 Uhr | (jr)

Fifa 17 in Russland unter Beschuss: "Homosexuelle Propaganda". Es gibt kein anderes Fußballspiel, das die Atmosphäre auf und neben dem Rasen so authentisch einfängt wie Fifa 17. (Quelle: EA Sports)

Es gibt kein anderes Fußballspiel, das die Atmosphäre auf und neben dem Rasen so authentisch einfängt wie FIFA 17 (Quelle: EA Sports)

Russische Parlamentarier sind wegen angeblicher "homosexueller Propaganda" die Fußball-Simulation "Fifa 17" von EA Sports scharf angegangen. Demnach soll das auch in Russland ohne Altersbeschränkung freigegebene Spiel gegen ein Gesetz aus dem Jahr 2013 verstoßen, das zum Schutz der Entwicklung und Gesundheit von Kindern die "Propaganda von nicht-traditionellen sexuellen Beziehungen" unter Strafe stellt.

Fifa 17: Ärger mit russischen Politikern

Hintergrund der Aufregung ist eine in Fifa 17 auftauchende Aufforderung an die Spieler der Fußball-Simulation, eine Aktion gegen Homophobie im englischen Fußball zu unterstützen. Dabei wurden an 134 Profi-Klubs Regenbogen-Schnürsenkel verschickt, um ein Zeichen gegen die Diskriminierung von homosexuellen, bisexuellen und transsexuellen Fußballern zu setzen. Um die Aktion symbolisch zu unterstützten, statteten die Entwickler von Fifa 17 in einer bis zum 28. November 2016 laufenden Promotion-Aktion den beliebten "Ultimate Team Modus" mit einem ein schicken, gratis erhältlichen "Rainbow-Kit" aus. 

Anlass genug für eine Gruppe von Agbeordneten, in einem offenen Brief an den in Russland zuständigen "Föderalen Dienst für die Aufsicht im Bereich der Kommunikation, Informationstechnologie und Massenkommunikation", ein Verbot von Fifa 17 zu fordern. Das Spiel verstößt ihrer Meinung nach nach gegen ein in der Russischen Föderation geltendes, international höchst umstrittenes Gesetz aus dem Jahr 2013, in dem die "Propaganda von nicht-traditionellen sexuellen Beziehungen" unter Strafe gestellt wird. Nach Meinung des kommunistischen Politikers Valery Rashkin sollten die zuständigen Behörden als Konsequenz daraus dafür sorgen, dass der Programmcode revidiert oder die Altersfreigabe hochgesetzt wird. Verweigere EA die Zusammenarbeit, seien weitere restriktive Maßnahmen zu prüfen.

Ähnlich äußerte sich auch die mehrfache Olympiasiegerin im Eiskunstlauf der Paare, Irina Rodnina, von der Putin-Partei "Einiges Russland". Sie forderte gegenüber der Zeitung "Iswestija" ein Verkaufsverbot für das auch in Russland extrem populäre Fifa 17: "Jeder Staat hat einen Anspruch auf Recht und Ordnung, dem Folge geleistet werden muss."

Das EA den Anwürfen Beachtung schenkt und darauf reagiert, ist unwahrscheinlich. Der Spiele-Publisher unterstützt traditionell Diversität in seinen Spielen. Der Transgender-Charakter in "Dragon Age: Inquisition" oder die in Zusammenarbeit mit der "Gay and Lesbian Alliance Against Defamation" (GLAAD) eingebauten geschlechtsspezifischen Anpassungen in "Die Sims 4" sind da nur zwei von vielen Beispielen. Es fügt sich auch ins Bild, dass Electronic Arts dieses Jahr zum fünften Mal hintereinander von der "Human Rights Campaign" als LGBT-freundlicher Arbeitgeber ausgezeichnet wurde.

In Deutschland ist Fifa 17 auf Basis der neuen Frostbite-Engine für PC, PS4 und Xbox One seit dem 29. September 2016 erhältlich. EA Access-Mitglieder sind bereits seit dem 22. September aktiv. Die USK hat dem Spiel die Altersempfehlung "Ab 0 Jahren" gegeben.

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