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Test zu Planet Coaster | Aufbau- / Wirtschaftssimulation | PC  

Der Freizeitpark der Träume

07.12.2016, 13:48 Uhr | Olaf Bleich (jr / ams), Medienagentur plassma

Der Freizeitpark der Träume. Planet Coaster ist keine ernsthafte Wirtschaftssimulation, macht aber vielleicht gerade deshalb so richtig Laune. (Quelle: Frontier Developments)

Planet Coaster ist keine ernsthafte Wirtschaftssimulation, macht aber vielleicht gerade deshalb so richtig Laune. (Quelle: Frontier Developments)

Titel wie "Theme Park" oder "Rollercoaster Tycoon" besitzen bis heute eine treue Fangemeinde - denn viele Spieler haben große Freude dran, einen eigenen Freizeitpark mit Achterbahnen, Karussells und Buden zu kreieren. Doch nur wenige Titel erreichten zuletzt die Qualität besagter Vorbilder. Das PC-Spiel "Planet Coaster" vom britischen Entwickler Frontier Developments ist die löbliche Ausnahme. Es mag vielleicht keine beinharte Wirtschaftssimulation sein, überzeugt aber vor allem beim freien Aufbau des eigenen Parks und der technischen Umsetzung. 

Eine Karriere im Freizeitpark

Nach einer längeren Testphase auf der Download-Plattform Steam ist Planet Coaster nun endlich fertig. Statt in einem umfangreichen Early Access-Tutorial sammelt man nun direkt in der "Karriere" Erfahrung und macht sich mit den Grundlagen des Aufbauspiels vertraut. In den vergleichsweise kurzen Missionen geht es meist darum, einen in Schieflage geratenen Freizeitpark wieder in die schwarzen Zahlen zu bringen. Für das Erledigen von Aufgaben erhält der Spieler Sterne, mit denen er wiederum neue Settings wie beispielsweise Piraten, Märchen oder Science-Fiction-Attraktionen freischaltet. Eine Geschichte oder eine kontinuierliche Entwicklung gibt es in der Karriere allerdings nicht.

Der perfekte Baukasten

Wer wirklich tief in Planet Coaster einsteigen will, wählt das klassiche Endlosspiel. Mit unerschöpflichen Ressourcen baut man hier den Park seiner Träume. Hört sich langweilig an? Ist es aber mitnichten, denn schnell packt einen der pure Aufbauspaß. Auch, weil Planet Coaster sich erstaunlich intuitiv spielt: Mit Hilfe der übersichtlichen Werkzeugleiste wählt man Fahrgeschäft, Buden und andere Gebäude an. Anschließend platziert man einen Eingang, einen Ausgang und verbindet die Neuanschaffung mit dem Hauptweg.

Kreative Köpfe toben sich dank der vielfältigen Bauoptionen aus. Beispielsweise beschränkt sich der Titel nicht nur auf ebene Fußwege, sondern bietet auch Brücken oder Übergänge an. Die Königsdisziplin sind indes jedoch Achterbahnen und Schienenfahrgeschäfte. Denn hier entscheiden Sie selbst, wie wild die Fahrt tatsächlich wird. Mit Spezialobjekten wie Loopings, Schrauben und Steilkurven bringt man die Parkgäste zum Johlen. Allerdings sollte man es auch nicht übertreiben: Fühlen sich die Besucher unwohl, geben sie danach weniger Geld aus.

Obendrein liefert Frontier Developments zahlreiche Editorfunktionen: Spieler bauen sich ihre eigenen Gebäude und Deko-Objekte zusammen und können sie anschließend dank des ausgeprägten Mod-Supports auf Steam Workshop mit anderen Parkbesitzern teilen. Für bequeme Spieler bedeutet das einen schier unendlichen Nachschub an neuen Gegenständen.

Kein Optionsmonster

Planet Coaster ist keine knallharte Wirtschaftssimulation. Blickt man hinter die optisch attraktive Fassade, erkennt man viele Logiklücken und Schwachstellen. Beispielsweise legt man Öffnungszeiten für den eigenen Park fest - und darf sich danach wundern, dass sich die Besucher trotzdem nachts auf dem Gelände aufhalten.

Auch die Warnhinweise wie etwa bei fehlenden Mülltonnen haben nur wenig spürbaren Einfluss auf das Geschehen im Park. Gelegentlich verirren sich die Computermenschen zudem oder laufen gar durch Gebäude hindurch. Letztlich scheinen selbst die kleinsten Optionen - zum Beispiel die Menge des Ketchups auf den Burgern - keinen echten Unterschied zu machen. In Planet Coaster geht es in erster Linie um die Freude am Bauen und weniger um das Micromanagement oder gar das Umdrehen jedes Cents.

Am besten erfreut man sich an der zeitgemäßen Grafik und den tollen Kamerawinkeln. Auf Tastendruck fährt man beispielsweise mit Achterbahnen oder anderen Fahrgeschäften mit. Aber Achtung: Je größer und komplexer die eigene Anlage wird, desto mehr Rechenleistung frisst Planet Coaster. Wer also wirklich riesige Szenerien entwickeln will, sollte über ausreichend starke PC-Hardware verfügen.

Was uns gefällt 

Planet Coaster bietet PC-Baumeistern eine Fülle von Möglichkeiten. Die Missionen der Karriere führen ordentlich an das Spielprinzip heran. Freude kommt aber vor allem beim Endlosspiel auf - das Aufbauen eines eigenen Parks ist nicht zuletzt dank der tollen Technik enorm motivierend. Stück für Stück sieht man, wie das eigene Freizeitwunderwerk wächst, und erfreut sich an den hereinströmenden Gästen und ihren Reaktionen.

Dank der eifrigen Steam-Community dürfte auch in Zukunft kein Mangel an neuen Objekten vorherrschen. Planet Coaster ist wie ein gewaltiger Baukasten für Freizeitpark-Fans und frisst gerne die eine oder andere Stunde auf.

Was uns nicht gefällt

So viel Spaß der Aufbau des eigenen Themenparks auch macht - Planet Coaster offenbart einige Schwachstellen, die eine irritieren. Wieso beispielsweise bleiben die Besucher auch nachts im Park – trotz festgelegter Öffnungszeiten? Dazu kommt die fehlerfafte kollisionsabfrage: Im Test liefen die Gäste durch falsch platziert Objekte hindurch. Insgesamt hat man nicht immer das Gefühl, dass nicht befriedigte Bedürfnisse wirklich in wechselnden Verhaltensweisen resultiert. Wer zudem eine beinharte Wirtschaftssimulation erwartet hat, wird enttäuscht sein - wirklich herausfordernd oder taktisch ist Planet Coaster in dieser Hinsicht zu keinem Zeitpunkt.

Fazit

Planet Coaster ist keine seriöse Wirtschaftssimulation, macht aber vielleicht gerade deshalb so richtig Laune. Im motivierenden Endlosspiel muss man sich nicht um Finanzen scheren, sondern baut sich einfach den persönlichen Traum-Park. Letztlich ist Planet Coaster daher trotz einiger Logiklücken und Fehler der ein guter  Baukasten zum Erschaffen des eigenen Themenparks - und für Fans des Genres damit eine gute Investition. 

Infos zum Spiel

Titel: Planet Coaster
Genre: Aufbau- / Wirtschaftssimulation
Hersteller / Publisher: Frontier Developments
Release-Termin: Im Handel
Preis: zirka 40 Euro
System: PC
USK-Freigabe: Ab 0 Jahren
Wertung: Gut

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