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Super Mario: Nintendo-Superheld erobert iPhone und iPad

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Test zu Super Mario Run | Jump'n'Run | iOS  

Super Mario erobert iPhone und iPad

16.12.2016, 16:15 Uhr | Sönke Siemens (jr / ams), Medienagentur plassma

Super Mario: Nintendo-Superheld erobert iPhone und iPad. Auch im Mobile-Format versprüht Mario unglaublich viel Charme und sprudelt nur so vor Spielwitz. (Quelle: Nintendo)

Auch im Mobile-Format versprüht Mario unglaublich viel Charme und sprudelt nur so vor Spielwitz (Quelle: Nintendo)

Nintendo macht ernst im Mobile Games-Geschäft: Nach "Miitomo" Ende März und "Pokémon Go" Mitte Juli veröffentlicht der japanische Unterhaltungsriese nun mit "Super Mario Run" seine dritte Spiele-App. Dieses Mal ein Mario-Jump’n’Run-für iPhone und iPad. Produzent des Ganzen: Kein Geringer als "Super Mario"-Erfinder Shigeru Miyamoto.

Ein Finger genügt

In "Super Mario Run" ist der Name Programm. Der berühmteste Handwerker der Welt rennt durch kunterbunte 2D-Welten, um Prinzessin Peach aus den Fängen von Bowser zu befreien. Der entscheidende Unterschied im Vergleich zu bisherigen Mario-Hüpfspielen: Tun müssen Sie dafür zunächst einmal gar nichts. Mario sprintet - fast so, als wäre ihm ein Schwarm Hornissen auf den Fersen - alleine von links nach rechts. Ja, selbst kleinere Gegner wie Schildkröten oder die pilzähnlichen Gumbas überwindet der schnauzbärtige Protagonist vollautomatisch. Lediglich wenn ein größerer Sprung ansteht, gilt es, aufs Display zu tippen. Kurz für kleinere Hüpfer, länger, wenn mehr Flughöhe gewünscht ist.

Auf die Situation kommt es an

Situationsbedingt sind außerdem zahlreiche Spezialsprünge möglich. Tippt man den Bildschirm beispielsweise an, wenn Mario bereits durch die Luft segelt, vollführt er eine Art Helikopterdrehung, wodurch die Flugzeit hinausgezögert werden kann. Springt man dagegen gezielt auf den Kopf eines Gegners, nutzt Mario diesen wie eine Art Trampolin. Hinzu kommen die klassischen Wandsprünge. Auch sie müssen manuell durchgeführt werden, sonst plumpst Mario in die Tiefe.

Weitere Raffinesse impfen die Entwickler dem Ganzen durch die Ergänzung von zahlreichen Spezialblöcken ein. Solche mit Pause-Symbol etwa bringen Mario umgehend zum Stehen. Gleiches gilt für schwebende Plattformen. Auch auf diesen hält der professionelle Prinzessinnen-Retter solange inne, bis Sie ihm den nächsten Sprungbefehl erteilen. Etwas anders funktioniert der Pfeil-Rückwärts-Block. Hier katapultiert ein Tipper Mario in die entgegengesetzte Richtung.

Gelungenes Leveldesign

Ähnlich wie bei "Run Sackboy! Run!" oder anderen Spielen mit einem sich selbst fortbewegenden Helden besteht die Schwierigkeit letztendlich darin, im richtigen Moment den richtigen Sprung einzuleiten. Langeweile kommt dabei übrigens zu keiner Zeit auf. Im Gegenteil: Alle 24 Levels der Solo-Kampagne sind so abwechslungsreich gestaltet, dass man immer wieder umdenken muss und Neues erlebt. Im Spukschloss etwa kriegen Sie es mit verwunschenen Türen zu tun, die Mario mit schöner Regelmäßigkeit an einen Startpunkt zurückteleportieren - es sei denn natürlich, man findet die eine richtige Tür.

Andernorts konfrontiert einen das Spiel mit beweglichen Kreissägen, rutschigen Abhängen, aus allen Himmelsrichtungen anfliegenden Raketen-Willis, tänzelnden Feuerbällen, herabstürzenden Fledermäusen und so weiter. Was bleibt, ist ein neuartiges, aber gleichzeitig unglaublich vertrautes Spielgefühl.

Schweißtreibende Münzjagd

Zugegeben, Kenner absolvieren die insgesamt sechs Welten des Story-Modus in nicht einmal zwei Stunden. Dass Super Mario Run trotzdem eine vergleichsweise hohe Langzeitmotivation aufweist, hat mehrere Gründe. Den Anfang machen fünf pinkfarbene, in jedem Level platzierte Spezialmünzen. Serientypisch sind sie an den entlegensten Orten versteckt und nur dann aufzufinden, wenn man einer ganz speziellen Route folgt oder auf perfektes Timing achtet.

Der Dreh bei Super Mario Run im Vergleich zu anderen Serienablegern: Sobald Sie alle pinkfarbenen Münzen in einem Level Ihr Eigen nennen, tauchen fünf brandneue, diesmal lilafarbene Münzen auf - an noch komplizierter zu erreichenden Stellen, versteht sich. Doch damit nicht genug: Haben Sie auch diese gefunden, versteckt das Spiel fünf schwarze Münzen. Wer eine Ebene wirklich komplett abschließen möchte, hat somit ordentlich zu tun - und wird so manches Mal fluchten, denn leicht machen es Miyamoto und sein Team dem Spieler wahrlich nicht.

Fröhliche Pilzkopf-Rallye

Zweiter Langzeit-Motivator ist die sogenannte "Toad-Rallye": ein asynchron ablaufender Mehrspieler-Modus, bei dem man gegen die Geistdaten anderer Online-Spieler antritt. Anders als bei Rennspielen geht es hier jedoch nicht primär darum, besonders schnell ins Ziel zu gelangen. Stattdessen gilt es, möglichst viele Münzen einzusammeln und nebenbei coole Moves aufs Parkett zu legen. Letztere nämlich beeindrucken zuschauende Toads, die dann zur Feier des Tages in das Königreich des Match-Gewinners einziehen.

Baumeister an die Front

Womit letztendlich auch die Brücke zur dritten Gameplay-Säule geschlagen wäre - dem "Kingdom Builder", eine Art Aufbau-Minispiel. Die Idee hier: Je mehr Toads Ihr Königreich bevölkern, desto mehr Objekte werden im Item-Shop verfügbar. Das können putzige Häuser sein, aber auch Deko-Gegenstände wie Zielflaggen oder die typischen grünen Röhren. All das platzieren Sie anschließend auf einer Art Oberweltkarte.

Der Lohn der Mühe? Man bekommt Zugriff auf neue Bonuslevels, Minispiele und weitere spielbare Charaktere mit individuellen Talenten. Prinzessin Peach zum Beispiel kann dank wallendem Kleid sehr lange durch die Luft gleiten, Luigi besonders hoch springen et cetera. Eine wirklich charmante Idee und genau wie der Rest des Spiels äußerst liebevoll umgesetzt.

Was uns gefällt

Egal ob Leveldesign, Spielmodi, Steuerung, Musikuntermalung oder grafische Präsentation - Super Mario Run fühlt sich unglaublich rund an. Nicht zuletzt, weil Nintendo komplett auf Werbeeinblendungen und Mikrotransaktionen verzichtet. Wer einmal die geforderten knapp 10 Euro entrichtet hat, muss keine weiteren In-App-Kosten befürchten. Dazu gesellt sich eine vorbildliche Verknüpfung mit dem kostenlosen Belohnungs-Portal "My Nintendo", was unter anderem Cloud-Saving von Spielständen, Toad als neuen Helden sowie eine witzige Mii-Integration freischaltet. 

Was uns nicht gefällt 

Um ordnungsgemäß zu funktionieren, verlangt Super Mario Run nach einer ständigen Internetverbindung. Fehlt diese - etwa, weil Sie in einem Funkloch stecken, mit dem Zug durch einen Tunnel brausen oder im Flugzeug sitzen -  können Sie nicht weiterspielen. Nintendo selbst argumentiert, dass man so unter anderem Raubkopien den Riegel vorschieben möchte. Ein berechtigter Punkt, keine Frage. In der Praxis jedoch schränkt er das Unterwegs-Vergnügen auf eine Art und Weise ein, die Mario-Fans von klassischen Nintendo-Handhelds bisher nicht gewohnt waren.

Anlass zur Kritik gibt ferner die Performance auf älteren Apple-Geräten, etwa dem iPhone 4s oder dem iPhone 5. Hier hat der Titel - selbst wenn keine weiteren Anwendungen im Hintergrund laufen - streckenweise mit kleineren Rucklern zu kämpfen, was sich wiederum negativ auf die Timing-intensive Steuerung auswirkt. Unspielbar ist das Erlebnis zwar nie, trotzdem bleibt zu hoffen, dass Nintendo hier in Zukunft noch mit weiteren Software-Updates nachbessert. Für iPhone 6 und 7 sowie aktuellen iPads können wir dagegen Entwarnung geben - hier läuft das Spiel durchgehend butterweich.

Fazit 

Wer befürchtet hatte, Nintendo würde sein wichtigstes Maskottchen mit dieser iOS-Produktion an die Wand fahren, kann aufatmen. Auch im Mobile Games-Format versprüht Mario unglaublich viel Charme und sprudelt nur so vor Spielwitz. Das gilt im Speziellen, wenn man sich nach dem Durchspielen der vergleichsweise kurzen Solo-Kampagne auf das Sammeln der farbigen Münzen sowie die rasanten Toad-Rallyes einlässt. Lediglich der recht hohe Preis, der Online-Zwang und die nicht optimale Performance auf schwächeren iOS-Geräten geben Abzüge in der B-Note. Immer noch unschlüssig? Dann am besten erstmal die kostenlose Demoversion spielen, die sich ohnehin jeder aus dem App-Store laden kann.

Infos zum Spiel 

Titel: Super Mario Run
Genre: Jump’n’Run
Hersteller / Publisher: Nintendo 
Release: Im Handel
System: iOS 8.0 oder besser
Preis: zirka 10 Euro 
USK-Freigabe: Nicht geprüft
Wertung: Gut

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