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Gwent Beta: Kartenspielen mit dem Witcher

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Hands-on-Preview zu Gwent | Sammelkartenspiel | PC, Xbox One, PS4  

Kartenspielen mit dem Hexer

02.01.2017, 13:46 Uhr | Manuel Fritsch (jr / tz), Medienagentur plassma

Gwent Beta: Kartenspielen mit dem Witcher. Wer das Kartenspiel in The Witcher 3 bereits gespielt, findet sich auch in der neuen Standalone-Version sofort zurecht. (Quelle: CD Projekt Red)

Wer das Kartenspiel in The Witcher 3 bereits gespielt, findet sich auch in der neuen Standalone-Version sofort zurecht (Quelle: CD Projekt Red)

Das "Spiel im Spiel" im Rollenspiel-Hit "The Witcher 3" von CD Projekt Red lernt auf eigenen Füßen zu stehen und bekommt von den Entwicklern eine Standalone-Version nach dem großen Vorbild "Hearthstone" spendiert. Wir haben das Sammelkartenspiel in der geschlossenen Beta-Version gespielt und sagen Ihnen, ob sich das Warten lohnt.

Das Spiel zum Spiel im Spiel

Witcher 3 ist ein Phänomen - Millionen von Spielern sind begeistert von den Abenteuern des Hexers. Geralt von Riva konnte im letzten Teil seiner Reise aber nicht nur durch seine actionreichen Kämpfe und spannenden Geschichten zahlreiche Fans für sich gewinnen, sondern auch durch ein "Spiel im Spiel", das von Entwickler CD Projekt Red als kleine Nebenbeschäftigung und Hommage an die "The Witcher"-Bücher entwickelt wurde.

In den Romanvorlagen von Andrzej Sapkowski wird nämlich ein Kartenspiel namens "Gwent" erwähnt, doch ohne konkrete Spielanleitung. Davon inspiriert, machten sich die Programmierer von The Witcher 3 an die Arbeit und entwickelten ein Regelwerk, um das Karten-Game in ihr Rollenspiel-Epos integrieren zu können.

Die Reaktionen der "The Witcher"-Community waren überwältigend: Viele Fans verbrachten ebensoviel oder sogar mehr Zeit mit Gwent als im eigentlichen Hauptspiel The Witcher 3 - und vor allem damit, alle versteckten Sammelkarten in der großen Welt des Hexers zu finden. Nach diesem Feedback und dem weltweiten Erfolg von Blizzards Sammelkarten-Hit "Hearthstone" war es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Marketingetage im Warschauer Büro bei CD Projekt Red auf die Idee kam, das Spiel als eigenständiges Produkt zu veröffentlichen.

Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Wer das Kartenspiel in The Witcher 3 bereits gespielt hat, findet sich auch in der neuen Standalone-Version sofort zurecht, denn die Regeln sind bis auf kleine Unterschiede fast gleichgeblieben. Jede Seite zieht zehn Karten aus einem vorher individuell zusammengestellten Kartendeck. Insgesamt wird auf zwei Siege in maximal drei Runden gespielt. Eine Runde gilt dann als beendet, wenn beide Seiten passen und nicht mehr weiterspielen wollen oder können. Wer dann mehr "Kampfpunkte" auf seinem Schlachtfeld liegen hat, gewinnt. In der nächsten Runde darf jeder Teilnehmer zwei neue Karten ziehen und nimmt alle noch übrigen Handkarten mit.

Der interessanteste Aspekt und größter Unterschied zu den Mitbewerbern ist das taktische Bluffen. Manchmal ist es sinnvoller, eine Runde freiwillig abzugeben, falls der Vorsprung zu groß ist, um mehr Handkarten für die nächste Runde über zu haben. Spiele ich meine stärkste Kreatur direkt in der ersten Runde aus oder hebe ich sie mir für das Finale als Trumpf auf? Und was hat mein Gegner noch auf der Hand? Soll ich die Schadenskarte auf seine stärksten Kreaturen spielen oder kommt noch etwas Mächtigeres?

Umfang und Monetarisierung

Gwent befindet sich aktuell in der "Closed Beta" für PC und Xbox One. Eine PS4-Version wurde bereits angekündigt, und es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn eine Version für Android- und iOS-Tablets nicht nach Release folgen würde. In der vorliegenden Version soll vor allem das Crossplattform-Gameplay zwischen Xbox One und PC sowie generell das Multiplayer-Feature der hauseigenen Plattform "GOG Galaxy" getestet werden. Auch das Balancing der Karten und Decks untereinander wird bis zur finalen Version noch erfahrungsgemäß einige Veränderungen erfahren.

Nicht Teil der Beta ist die bereits versprochene Einzelspieler-Kampagne, die in der finalen Version enthalten sein wird. Dort werden Spieler wieder mit Geralt von Riva auf einer Oberwelt von einer Kartenspiel-Aufgabe zur nächsten reisen und alte Bekannte und neue Gegner treffen. Die Solo-Kampagne soll wie auch das Hauptspiel schwierige Entscheidungen und interessante Geschichten erzählen. Man darf gespannt sein, ob dies in Verbindung mit dem Kartenspielprinzip funktionieren wird.

Beim Thema Monetarisierung geht das polnische Studio den von Hearthstone bereits vorgeebneten Weg. Die Preise für neue Kartenpakete sind im gleichen Verhältnis wie beim Blizzard-Spiel, mit einem kleinen Unterschied: Öffnet man eines der Pakete, die in diesem Spiel mit Fässern symbolisiert sind, erhält man zunächst vier zufällige Karten, darf dann aber bei der fünften Karte eine Auswahl aus drei wählen. Zusätzlich ist diese fünfte Karte immer garantiert mindestens "selten". Das macht das Kaufen und Öffnen der Kartenpakete einen Tick fairer und ausgeglichener als bei der Konkurrenz.

Spielspaß auch ohne Ingame-Käufe

Doch auch ohne den Kauf von zusätzlichen Kartenpaketen kann man mit dem Spiel bereits viele Stunden verbringen. Jede der vier Fraktionen bietet ein kostenloses Starterpaket, mit dem sich normale Matches bestreiten lassen. Die Optimierung des eigenen Decks und die Neuzusammenstellung von Strategien sind damit jedoch nur sehr begrenzt möglich.

Wer oft gewinnt, erhält aber eine Ingame-Währung, mit der sich neue Kartenpakete auch ohne Echtgeld erwerben lassen. Zumindest in der Beta war hier das Verhältnis zwischen investierter Zeit zur Belohnung noch deutlich schlechter als bei Hearthstone oder "The Elder Scrolls: Legends". Aber vielleicht ändert sich das ja noch bis zur Veröffentlichung oder mittels möglicher Belohnungen während der Einzelspieler-Kampagne. .

Was uns gefällt 

Gwent machte bereits in The Witcher 3 Spaß. Doch man merkt, dass die Entwickler die eigenständige Version deutlich überarbeitet und zu einem vollwertigen, "richtigen" Spiel ausgebaut haben. Die Beta-Fassung bietet trotz bisher recht wenigen Karten schon eine Vielzahl von interessanten Strategien, spezialisierten Decks und interessanten Spielzügen. Die Matches sind flink, gehen locker von der Hand und motivieren enorm. Das sehr simple Spielprinzip wird durch die neuen Kreaturen und erweiterten Spezialfähigkeiten, Seltenheitsstufen und Kartentypen toll erweitert und bietet viel mehr strategische Finessen als früher.

Was uns nicht gefällt

Zumindest in der Closed Beta war das Balancing der Karten und der Decks noch sehr unausgeglichen. In den Matches gegen zufällige Gegner waren immer die gleichen starken Karten anzutreffen, und es zeichnete sich bereits nach wenigen Tagen deutlich ab, welche Decks und Strategien "funktionieren". Hier müssen die Gamedesigner noch viel patchen und feintunen, um alle Decks und das sogenannte "Meta" der verfügbaren Karten in Einklang zu bekommen. Aber genau dafür ist eine Beta schließlich auch da.

Fazit

Gwent macht in der geschlossenen Beta bereits einen guten Eindruck. Das Spielprinzip ist eingängig und simpel geblieben, bekommt aber durch die neuen Karten und Möglichkeiten eine taktische Tiefe, die das Grundspiel innerhalb von The Witcher 3 nicht bieten konnte. Wenn es CD Projekt Red jetzt noch schafft, die versprochene Singleplayer-Kampagne überzeugend hinzubekommen, dann bietet das "Witcher"-Kartenspiel genügend Alleinstellungsmerkmale, um sich neben der starken Konkurrenz in Form von Hearthstone und Co. nicht nur für Fans des Rollenspiels längerfristig etablieren zu können. 

Infos zum Spiel

Titel: Gwent - The Witcher Card Game
Genre: Sammelkartenspiel
Hersteller / Publisher: CD Projekt Red
Release-Termin: 2017
Preis: Free-to-Play (finanziert über Ingame-Käufe)
System: PC, Xbox One (PS4 nach Release)
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Eindruck: Gut

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