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Need for Speed Edge: Asiatisches Rennspiel-Recycling

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Vorschau auf Need for Speed Edge | Rennspiel | PC, iOS, Android  

Asiatisches Rennspiel-Recycling

05.01.2017, 17:27 Uhr | Sönke Siemens (jr / tz), Richard Löwenstein

Need for Speed Edge: Asiatisches Rennspiel-Recycling. "NfS Edge" bietet unterhaltsame Online-Spielmodi und ein tolles Geschwindigkeitsgefühl. (Quelle: Electronic Arts / Nexon)

"NfS Edge" bietet unterhaltsame Online-Spielmodi und ein tolles Geschwindigkeitsgefühl. (Quelle: Electronic Arts / Nexon)

Große Überraschung: Nicht EA startet den neuen Ableger aus der Racing-Reihe "Need for Speed", sondern der asiatische Hersteller Nexon. Der südkoreanische Onlinespiele-Spezialist legt "Need For Speed Edge“ als Free-to-Play-Arcaderacer an, der Elemente aus älteren NFS-Teilen recycelt und total auf E-Sport getrimmt wird. Startfreigabe erhalten Besitzer von PC, iOS- und Android-Hardware - aber vorläufig nur, wenn sie in Südkorea und China beheimatet sind.

Lebe wohl, offene Welt

Was haben das letztjährige "Need for Speed" von Ghost Games, das 2013 veröffentlichte "Need for Speed Rivals" und das 2012 erschienene "Need for Speed: Most Wanted" von Criterion Games gemeinsam? Richtig, sie alle nutzen offene, frei erkundbare Spielwelten als Szenario. Ganz anders beim mittlerweile 23. Need for Speed-Ableger "Edge“. Hier liegt der Fokus - die Anfänge der Serie lassen grüßen - auf in sich abgeschlossenen Strecken mit klar festgelegtem Start- und Zielpunkt.

Damit ausreichend Platz für spektakuläre Überholmanöver bleibt, verfügen alle Kurse zudem über eine Vielzahl von kleineren und größeren Abkürzungen. Letztere zu kennen und je nach Spielsituation geschickt zu nutzen, ist eine der zentralen Voraussetzungen, um in jedem der bisher vier angekündigten Spielmodi Erfolge einzufahren. Mindestens genauso wichtig: Eine perfekt getimte Nutzung des Nitro-Boosts, den man wiederum durch gefühlvolle Drifts auflädt.

Augen zu und durch

Die zentrale Spielvariante in Need for Speed Edge heißt "Speed Battle" und meint im Grunde genommen ein klassisches 8-Spieler-Online-Rennen, bei dem praktisch alles erlaubt ist. Rempeln, Rammen, Drängeln, Schubsen - schon in den ersten Spielminuten machen die Entwickler unmissverständlich klar, dass "Edge" ein actiongeladener Arcade-Racer sein will, mit dem wirklich jeder Spaß haben kann.

Ein klassisches Schadensmodell sucht man hier vergebens. Es ist also völlig egal, ob Sie bei 250 km/h die Leitplanke küssen, wüst in Gegner hinein semmeln oder Zäune, Schilder und dergleichen rücksichtslos niederwalzen. Die Fahrzeuge werden bei Kollisionen zwar langsamer, tragen sonst aber keinerlei Schäden davon. Schade einerseits, denn zumindest technisch würde die auf fulminante Zerstörungsorgien getrimmte Frostbite 3-Engine solche Spielereien ja durchaus erlauben.

Andererseits gilt: Eben weil Unfälle letztendlich nur mit einem kurzzeitigen Geschwindigkeitsverlust einhergehen und der Betroffene nicht ständig zeitraubend auf die Strecke zurückgesetzt wird, bleibt das Fahrerfeld die meiste Zeit dicht gedrängt. Beste Voraussetzungen also für hochspannende Kopf-an-Kopf-Rennen.

Mario Kart mit Luxuskarossen

Zweiter wichtiger Spielmodus im Bunde ist  der "Item Battle". Die Idee hier: Überall auf der Strecke befinden sich hell leuchtende Fragezeichen. Fährt man durch eines hindurch, erhält man Zugriff auf ein nach dem Zufallsprinzip zugeteiltes Power-up. Das Ventilator-Symbol etwa symbolisiert einen kurzzeitigen Geschwindigkeitsschub durch Lachgas-Einspritzung. Minen bremsen Verfolger aus, das Schutzschild immunisiert gegen Feindattacken, ein Helikopter blendet andere Spieler mit einem Suchscheinwerfer und so weiter. Taktisch interessant: Jeder Spieler kann bis zu zwei Extras einsammeln und dann aktiv bestimmen, welches er wann einsetzen möchte.

Die üblichen Motivationsschleifen

Abgerundet wird das derzeitige Modi-Portfolio von zwei Klassikern. Bei "Time Attack" jagt man im Alleingang neuen Bestzeiten hinterher, bei "Hot Pursuit" geht es darum, sich schweißtreibende Verfolgungsjagden mit potent motorisierten Polizeistreifen zu liefern.

Ein Rennen erfolgreich abgeschlossen? Dann winken im Gegenzug Erfahrungspunkte sowie die Möglichkeit, aus insgesamt vier Belohnungen - symbolisiert durch Spielkarten - eine wählen zu dürfen. Das können zum Beispiel Münzen sein, aber auch Blaupausen für Fahrzeug-Upgrades. Was uns wiederum zum Fuhrpark bringt. Dieser umfasst über 200 Vehikel und deckt so ziemlich alles ab, was das Racing-Herz begehrt. Wie wäre es zum Beispiel mit dem über 600 PS starken Pagani Zonda Cinque - einer echten, italienischen Höllenmaschine mit windschnittiger Carbon-Karosserie? Oder vielleicht doch eher etwas Traditionelleres wie den Porsche 911 Turbo? Witzig: Sogar der komplett batteriebetriebene Tesla Roadster 2.5 Sport ist an Bord.

Die wilden Dreizehn

Nach aktuellem Stand dürfen sich Geschwindigkeits-Enthusiasten auf mindestens dreizehn verschiedenen Strecken austoben, die allesamt in den USA angesiedelt sind und eine Vielzahl landschaftlicher Szenarien abdecken. In "Desert Valley" etwa brettern Sie über eine staubtrockene, von rostigen Reklametafeln gesäumte Wüstenstraße. In "Bayside Hills" hingegen rast man nachts über die hell erleuchteten Boulevards einer Küstenstadt. Zahlreiche Adrenalinkicks verspricht außerdem "Alpino Pass", eine mehrspurige Gebirgsstraße mit langgezogenen Drift-Passagen und fiesen Gegenverkehr-Abschnitten.

Was uns gefällt 

Need for Speed Edge sieht für ein Free-to-Play-Spiel nicht nur erstaunlich gut aus, sondern begeistert obendrein mit einem wirklich fetzigen Soundtrack. Angefangen bei "Run" von Rap-Superstar Flo Rida über "Follow Me" von DJ-Legende Paul Van Dyk bis hin zu "Light Em Up" aus der Feder der weltbekannten Rockband Fall Out Boy - die Musikuntermalung geht sofort ins Ohr und hält den Puls konstant hoch. Daumen hoch zudem für die recht moderaten Systemvoraussetzungen auf PC. Ein Core 2 Duo-Prozessor mit 2,4 GHz, eine Mittelklasse-Geforce-Grafikkarte mit 512 MB RAM sowie 4 GB Arbeitsspeicher genügen bereits, um hier mitmischen zu dürfen.

Was uns nicht gefällt

Kenner von "NfS: Rivals“ werden es spätestens beim Betrachten unserer Foto-Show bemerken. Alle bisher gezeigten Strecken stammen fast 1:1 aus dem gerade genannten Rennspiel von 2013. Nur eben mit dem Unterschied, dass Abzweigungen in die offene Welt durch virtuelle Barrieren versperrt sind. Oder krasser formuliert: Die Entwickler haben sich bisher nicht die Mühe gemacht, eigene Strecken zu entwerfen. In Anbetracht des Free-to-Play-Charakters von Need for Speed Edge ist das zwar durchaus legitim, aber letztendlich trotzdem irgendwie enttäuschend.

Hinzu kommt: Im Direktvergleich mit dem drei Jahre alten "Rivals" verzichtet "Edge" auf bestimmte Grafikdetails. Auf einer Strecke etwa wurden am Streckenrand Baukräne wegrationalisiert, anderenorts fehlen Windräder - und so weiter. Eine klassische Replay-Funktion haben wir bisher ebenfalls nicht zu Gesicht bekommen. 

Fazit

Unterhaltsame Online-Spielmodi, überzeugender Fuhrpark, voranpeitschende Musik und ein tolles Geschwindigkeitsgefühl. Für einen Free-to-Play-Raser mit Arcade-Schwerpunkt macht Need For Speed Edge - lässst man das dreiste Streckenrecycling mal außen vor - bereits ziemlich viel richtig. Trotzdem bleibt eine herbe Enttäuschung: Nach aktuellem Stand erscheint das Spiel vorerst nur in Südkorea und China. Schaut man sich jedoch an, in welchem Tempo Nexon derzeit fernöstliche Produktion für den westlichen Markt anpasst, ist es eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis wir hoffentlich auch hierzulande Gas geben dürfen. 

Infos zum Spiel

Titel: Need For Speed Edge
Genre: Rennspiel
Hersteller: EA Spearhead
Publisher: Electronic Arts 7 Nexon
Release-Termin: 2017
Preis: Free-to-Play
System: PC, iOS, Android
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Eindruck: Gut

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