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Preview zu Mass Effect: Andromeda | Action-Rollenspiel | PC, PS4, Xbox One  

Aufbruch zu neuen Welten

06.01.2017, 13:56 Uhr | Sönke Siemens (jr / ams), Medienagentur plassma

Aufbruch zu neuen Welten. Mass Effect: Andromeda entwickelt die Kernaspekte der Vorgängertrilogie mit viel Herzblut weiter und scheut sich dabei nicht, Dinge auch mal komplett auf den Kopf zu stellen. (Quelle: Electronic Arts)

Mass Effect: Andromeda entwickelt die Kernaspekte der Vorgängertrilogie mit viel Herzblut weiter und scheut sich dabei nicht, Dinge auch mal komplett auf den Kopf zu stellen (Quelle: Electronic Arts)

Mehr als neun Jahre ist es her, dass der kanadische Entwickler Bioware mit "Mass Effect" den Grundstein für eine Sci-Fi-Saga legte, die bis heute Hunderttausende Rollenspiel-Fans auf der ganzen Welt um sich schart. "Mass Effect: Andromeda", der vierte Teil der Reihe, soll nun die Erfolgsgeschichte ab dem 23. März 2017 auf PC, PS4 und Xbox One fortsetzen. Dabei setzt man auf offene Welten, eine brandneue Grafik-Engine und einen taufrischen Helden.  

Historische Grundlagen

Um die Ereignisse in Mass Effect: Andromeda besser einordnen zu können, sollte man sich zunächst die Hintergrundgeschichte vor Augen führen. Wir schreiben das Jahr 2185 - also in etwa die Zeit, zu der auch "Mass Effect 2" spielt. Fast überall in der Milchstraße herrscht Harmonie und Frieden - von der bevorstehenden Ankunft der apokalyptisch gesinnten Reaper-Aliens ahnt noch niemand etwas. Es ist eine Zeit geprägt von technischem und sozialem Fortschritt, der letztendlich in der Gründung der sogenannten "Andromeda Initiative" mündet. Ziel des Mammutprojekts ist es, vier sogenannte Archen - individuell bemannt von den Rassen Mensch, Turianer, Asari und Salarianer - in die Weiten des Weltalls schicken, um neue bewohnbare Planeten zu finden und zu besiedeln.

Pfadfinder statt Kommandant

Angeführt wird die waghalsige Unternehmung von vier sogenannten "Pathfindern" - speziell ausgebildeten Persönlichkeiten mit ganz individuellen Fähigkeiten. Der Spieler selbst ist zu Beginn entweder der Sohn oder die Tochter von Alex Ryder. Also derjenigen Person, die auf der menschlichen Arche das Sagen hat und genau wie Mass-Effect-Veteran Commander Shepard das prestigeträchtige N7-Abzeichen auf dem Anzug trägt. Soweit die Ausgangssituation. Wie zu erwarten dauert es jedoch nicht allzu lange, bis ein dramatischer Zwischenfall die Dinge gewaltig umkrempelt. Die Folge: Die Rolle des Pathfinders wird - je nachdem, ob Sie sich für Sarah oder Scott Ryder entschieden haben - an den Spieler weitergegeben.

Konkrete Details zum eben angerissenen Zwischenfall möchten die Entwickler freilich noch nicht preisgeben. Fest steht nur: Nach einem 600 Jahre andauernden Flug erreicht die menschliche Arche Hyperion den sogenannten Heleus-Cluster. Konträr zu vorherigen Annahmen sind die Bedingungen dort jedoch keineswegs besonders lebensfreundlich, was sich unter anderem in Form einer hochgefährlichen Energiewolke bemerkbar macht. Ein weiteres Problem: Die Kommunikation mit den anderen Archen ist komplett abgebrochen. Zu allem Übel laufen einem auch noch die Kett über den Weg - eine allem Anschein nach problematische Alien-Rasse, deren Absichten zu diesem Zeitpunkt nur schwer einzuschätzen sind.

Sesam öffne dich

Die Patentlösung für all diese Widrigkeiten? Nun, streng genommen gibt es sie nicht, weshalb Ihre wichtigste Aufgabe zu Spielbeginn zunächst einmal darin besteht, sich einen Überblick zu verschaffen. Vorzugsweise, indem Sie auf der Oberfläche des nächstbesten Planeten landen und diesen zu Fuß und mithilfe eines sechsrädrigen Fahrzeugs namens "Nomad" erforschen.

Ganz wichtig in diesem Zusammenhang: Im Gegensatz zu bisherigen Mass-Effect-Teilen ist jeder Planet in "Andromeda" nicht in verschiedene Levels unterteilt, sondern vielmehr eine eigene offene Welt, vollgestopft mit spannenden Orten, die Sie nach Lust und Laune zusammen mit KI-gesteuerten Teamkollegen erkunden dürfen. Und zwar sowohl an der Oberfläche als auch im Planeteninneren.Toll!

In Sachen Open-World-Design tickt Mass Effect: Andromeda dabei übrigens ganz ähnlich wie der Rollenspiel-Kollege "Final Fantasy 15". Statt also im Minutentakt auf tonnenweise Sammelkram und langweile Mini-Aufgaben zu stoßen, lieg der Fokus hier eher auf einer soliden Anzahl relevanter Entdeckungen, die direkt mit der Geschichte zusammenhängen. Als Beispiele nennt Bioware unter anderem schwer bewachte Feindbasen, unterirdische Grabkammersysteme, imposante Bosskreaturen und Gebieten mit besonders gefährlichen Witterungsbedingungen.

Mobilitätsoffensive

Einher mit dem Offener-Planet-Ansatz gehen zahlreiche weitere entscheidende Neuerungen. Allen voran beim Bewegungs- und Kampfsystem, welches durch eine optimierte Deckungsmechanik, eine größere Anzahl zerstörbarer Objekte sowie die Ergänzung eines Jetpacks eine ganz neue Dynamik erhält.

Schnelle Positionswechsel zum Beispiel sind mit letztgenanntem Hilfsmittel endlich ein Kinderspiel. Gleiches gilt für gewitzte Ausweichmanöver und Sprünge auf höher gelegene Plattformen. Besonders cool: Das Jetpack katapultiert Sie nicht nur effizient von A nach B, sondern schwebt auf Wunsch auch für kürzere Zeit in der Luft - es erlaubt dem Spieler also, Feinde im Vorbeifliegen gezielt zu attackieren und sich dann rasch wieder zurückzuziehen.

Scannen nicht vergessen!

Weil Pathfinder zum gewissen Grad immer auch als Wissenschafter unterwegs sind, drückt Bioware dem Spieler diesmal zudem einen Hightech-Scanner in die Hand. Dessen Funktionsweise ist denkbar einfach: Anknipsen, und schon projiziert eine Apparatur an Ryders linkem Arm ein transparentes Rechteck in die Umgebung. Dieses dann einfach über dem gewünschten Objekt ausrichten, die Scan-Taste betätigen und schon erfahren Sie wissenswerte Details zu mysteriösen Gesteinsformationen, seltenen Lebensformen, rätselhaften Gebäudestrukturen und vielem mehr.

Intergalaktisches Anbandeln

Sei es nun Garrus, Mordin, Tali, Wrex, Liara, Thane, Javik, Legion, Jack oder Joker - die ursprüngliche Mass-Effect-Trilogie bezog ihre Faszination nicht zuletzt aus einem riesigen Fundus an charismatischen Nichtspieler-Charakteren. Andromeda macht hier keine Ausnahme, verändert jedoch die Art und Weise, wie Sie mit diesen interagieren können. Entscheidend hierbei: Das "Paragon / Renegade" genannte Reputationssystem fliegt komplett über Bord und wird durch einen Ansatz ersetzt, der deutlich weniger zwischen guten unten bösen Taten unterscheidet. Oder um es mit den Worten von Kreativdirektor Mac Walters zu formulieren: "Wir geben dem Spieler mehr Möglichkeiten, sich abgestufter auszudrücken. Gleichzeitig verzichten wir auf ein Punktesystem, anhand dessen die ganze Welt über den Spieler urteilt."

Und Romanzen? Die sind natürlich wieder zuhauf mit von der Partie, können nun aber ebenfalls deutlich nuanciertere Formen annehmen. Heißt: Während bestimmte Nichtspieler-Charaktere auf erotische Techtelmechtel aus sind, streben anderen nun zum Beispiel auch eine Langzeit-Beziehung an oder signalisieren irgendwann, dass sie eigentlich doch gar keine Beziehung wollen.

Was uns gefällt 

Abseits des gelungenen Open-World-Designs und dem deutlich geschmeidigeren Kampfsystem hinterlässt insbesondere das neue Skill-System einen bleibenden Eindruck. Die vielversprechende Grundidee: Statt zu Spielbeginn aus einer von sechs Heldenklassen mit eigenen Fähigkeiten-Sets zu wählen, weisen Sie Fähigkeiten im Helden-Editor ab sofort nach eigenem Geschmack zu. Wer mag, darf Fähigkeitenpunkte außerdem zu jeder Zeit umverteilen - ziemlich genial, denn so ist es ein Leichtes, mit verschiedenen Spielstilen zu experimentieren und clever auf unterschiedliche Gameplay-Situationen zu reagieren.

Ebenfalls top: Genau wie Teil drei bietet auch Mass Effect Andromeda einen Online-Koop-Modus, bei dem bis zu vier Spieler auf verschiedenen Karten gegen immer schwieriger werdende KI-Gegner antreten. Zusätzliche Würze erhält das Ganze diesmal allerdings durch sogenannte Match-Modifikatoren. Diese gewähren dem Team bestimmte Vor- und/oder Nachteile und sind direkt an ein stark überarbeitetes Belohnungssystem geknüpft.

Was uns nicht gefällt

Zum jetzigen Zeitpunkt fällt es in der Tat ziemlich schwer, wirkliche Kritikpunkte auszumachen. Nichtsdestotrotz sollte Bioware aufpassen, dass der Rollenspiel-Anteil im Vergleich zu Mass Effect 2 und 3 nicht noch weiter zurückgefahren wird. Abzuwarten bleibt außerdem, wie genau die Kanadier dieses Mal das Ende handhaben - ein Aspekt, der in Teil drei bekanntlich massiv kritisiert wurde. 

Fazit

Egal, ob Kampf-, Dialog- oder Fähigkeiten-System - Andromeda entwickelt die Kernaspekte der Vorgängertrilogie mit viel Herzblut weiter und scheut sich dabei nicht, Dinge auch mal komplett auf den Kopf zu stellen. Die eigentlichen Stars des Spiels bleiben jedoch die jeweils als offene Welt angelegten Planeten und die damit einhergehenden Möglichkeiten beim Level- und Questdesign. Nicht zu vergessen der Wechsel hin zur aktuellsten Version der Frostbite-3-Engine, die dieses Unterfangen in der gebotenen Qualität überhaupt erst möglich macht. Dies Science-Fiction-Abenteuer wird ein Fest für Rollenspieler. 

Infos zum Spiel

Titel: Mass Effect Andromeda
Genre: Action-Rollenspiel
Hersteller: Bioware
Publisher: Electronic Arts
Release-Termin: 23. März 2017
Preis: ab 55 Euro (PC) /  ab 65 Euro (Konsolen). Deluxe Edition ab 79 Euro, Super Deluxe Edition ab 99 Euro
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Eindruck: Sehr gut

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