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Die Nintendo Switch startet Anfang März 2017

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Neue Spielkonsole  

Die Nintendo Switch startet Anfang März 2017

13.01.2017, 13:55 Uhr | jr / ams (Mit Material von dpa)

Die Nintendo Switch startet Anfang März 2017. Nintendo Switch (Quelle: Nintendo)

Neue Spielkonsole Nintendo Switch (Quelle: Nintendo)

Nintendo bringt seine neue Konsole Switch am 3. März auf den Markt. Mit einem US-Preis von rund 300 Dollar wird sie in etwa genauso viel kosten wie die aktuellen Konkurrenzgeräte von Sony und Microsoft. Der Euro-Preis soll vom Einzelhandel flexibel festgelegt werden. Die Spiele für die Switch sollen ohne regionale Einschränkungen weltweit nutzbar sein, kündigte Nintendo bei seiner Online-Präsentation am Freitag an.

Nintendo Switch: Der neue Hoffnungsträger 

Update vom 16. Januar 2017: Laut US-Chef Reggie Fils-Aime soll es zum Start keine Lieferengpässe geben. Nintendo will mit einer Startauflage von zwei Millionen Geräten in den Markt gehen.

Die Switch-Konsole ist der große Hoffnungsträger, nachdem das sich das Vorgängermodell Wii U schlecht verkauft und für hohe Verluste gesorgt hat. Nintendos Vision ist, dass man mit der Switch mit ihrem Touchscreen zum einen unterwegs spielt, sie aber auch mit Hilfe des Docks als Heimkonsole benutzt. Zum Lieferumfang gehören zudem zwei Handgelenkschlaufen für die Joy-Cons, ein HDMI-Kabel und ein Netzteil für die Station. Nintendo plant die Switch in zwei Farbversionen: eine mit grauen Joy-Cons und eine mit Controllern in Rot und Blau. 

Spiele-Videos 
Nintendo Switch: Hybrid-Konsole zeigt sich offiziell

Das neue Geräte ist eine Mischung aus Handheld und stationärer Konsole. Video

Die Switch besteht aus aus einem 6,2-Zoll-Tablett mit kapazitivem Touch-Screen, an dessen Seiten sich zwei kleine Controller einhängen lassen. Die Auflösung des Tablet-Teils liegt bei 1280 x 720 Pixel. Dazu verfügt das Gerät über 32 GB internen Speicher. Dieser kann mit einer Micro-SDHC- und einer Micro-SDXC-Karte mit bis zu 2 Terabyte Kapazität erweitert werden. Aufgeladen wird das Gerät per Netzteil mit USB-C-Anschluss. Über die als reiner Ladeadapter dienende Docking-Station kann man die Konsole via HDMI zuhause mit dem TV-Gerät verbinden. Der Akku der Switch soll abhängig von der Beanspruchung durch das jeweilige Game im mobilen Einsatz für eine Spielzeit zwischen zweieinhalb und sechseinhalb Stunden reichen.  

Fester Bestandteil der Konsole sind zwei vielseitig nutzbare Controller (Joy-Cons). Sie lassen sich links und rechts ans Handheld, aber auch an eine mitgelieferte Joy-Con-Halterung fürs TV-Gaming anstecken. Achtung: Das mitgelieferte Joy-Con-Mittelteil ist nicht ladefähig. Die Controller können auch unabhängig voneinander in den Händen gehalten und verwendet werden - von einem oder auch von zwei Spielern im Multiplayer-Modus. Weil man den Handheld dann nicht halten kann, ist in dem Gerät ein Aufsteller integriert.

Weil jeder Joy-Con nicht nur über einen kompletten Tastensatz, sondern zudem über eigene Sensoren verfügt, ist in Spielen auch eine unabhängige Bewegungssteuerung für links und rechts möglich. Am linken Controller findet sich darüber hinaus eine eigene "Share"-Taste. Zunächst lassen sich damit per Klick nur Bilder sichern, später sollen Videos gespeichert und in den sozialen Netzwerken (das gilt freilich nicht für Nintendos Miiverse- oder Strett-Pass-Angebot) geteilt werden können. Im rechten Stick steckt noch ein NFC-Funkmodul zum Datenaustausch mit Spielfiguren sowie eine Infrarot-Bewegungskamera, die etwa in bestimmten Spielen Objekte - wie etwa die Hände der Spieler - und ihre Bewegungen identifizieren können. 

Der integrierte Vibrations-Motor soll den Spielern ein exaktes haptisches Feedback auf ihre Aktionen liefern. Der Rüttel-Mechanismus ist nach Angaben des Herstellers so fein abgestuft, dass man zum Beispiel realistisch den Effekt erzeugen kann, als halte man ein Glas mit Einwürfeln in der Hand, das allmählich mit Flüssigkeit gefüllt wird. 

Die Zubehör/Ersatzteil-Preise für die Controller und das Dock sind happig: Für einen einzelnen Controller ruft Nintendo laut einem Polygon-Bericht rund 50 Euro auf. Für ein Paar werden zirka 80 Euro fällig. Das Dock soll extra rund 90 Euro kosten, während der separat erhältliche Aufladeadapter für die Joy-Cons zirka 30 euro kostet.

Mehr als 80 Games in der Pipeline 

Insgesamt seien schon jetzt rund 80 Spiele für die Switch in Entwicklung, betonte Nintendo. Der Mangel an attraktiven Games war das große Problem der Wii U. Jetzt kommen populäre Titel wie "Fifa" auf Nintendo-Konsolen zurück. Bethesda hat eine Skyrim-Portierung in der Pipeline, während Team Ninja die "Fire Emblem Warriors" in die Schlacht werfen will. Monolith plant, den zweiten Teil des Rollenspiels "Xenoblade Chronicles" für die Switch auf den Markt zu bringen. Ubisoft wird mit "Just Dance 2017", der "Rayman Legends Definitive Edition" und "Steep" die Switch unterstützen, während Konami exklusiv "Super Bomberman R" spendiert.

Gleich zum Start am 3. März steht das von Fans seit langem erwartete neue Spiel aus der "Zelda"-Reihe - "Breath of the Wild" - zur Verfügung. Zum Jahresende folgt mit "Super Mario Odyssey" ein Spiel, in dem Nintendos Kultfigur in einem realistischen Open World-Stadtszenario unterwegs ist. Interessant dabei ist der neue "Mützen"-Move: Mario kann seine Kopfbedeckung wie einen Frisbee schleudern und damit per Doppelsprung größere Schluchten überwinden. Mit dem Fun-Shooter "Splatoon 2" und dem Arcade-Rennspiel "Super Mario Kart 8" sollen weitere Nintendo-Eigenmarken den Erfolg der Switch fördern. 

Bezeichnend sind aber auch die großen Lücken im Third Party-Bereich, die schon der Wii U nicht bekamen. Auf der Präsentation der Switch glänzten Branchengrößen Activision und Take 2 mit Abwesenheit. 

Zum ersten Mal verzichtete Nintendo bei einer Konsolen-Neuvorstellung auf Regionalcodes bei den Spielen. Vorteil für die Sspieler: Sie können auf Importe zurückgreifen. Beispielsweise können sich europäische Gamer bei Bedarf auch Titel aus Japan und den USA besorgen, die dort früher verfügbar sind. Ausgeliefert werden sie entweder als DLC oder auf Speicherchips. Im offiziellen Nintendo Store inzwischen die ersten Preise für Nintendo Switch-Games aufgetaucht. Dabei liegt der Preisrahmen zwischen 50 und 60 Dollar pro Spiel. 

Beim mobilen Spielen arbeitet die Switch mit einer Auflösung von 720p. Im Dock steigt die volle Leistung der Switch zur Verfügung (hier fällt die aus Energiespargründen etablierte Drosselung im Mobilbetrieb weg), und die Auflösung wird auf 1920 x 1080 Pixel hochgezogen. Dann steht auch die klassische 5.1-Dolby-Soundausgabe zur Verfügung. 

Zum gemeinsamen Spielen über das Internet wird wie bei der Konkurrenz ein kostenpflichtiges Abo notwendig sein. Aber auch an den lokalen Multiplayer-Part hat Nintendo gedacht. Bis zu acht Switch-Konsolen sollen per WLAN miteinander in Verbindung treten können. Ziel ist es, Spiele anzubieten, bei denen sich die Gegner via Joy-Controller direkt vor dem Bildschirm duellieren können. 

Die Investoren waren nicht besonders beeindruckt: Die Nintendo-Aktie notierte nach der Präsentation um rund 5,75 Prozent im Minus.

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