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Nintendo Switch: Spiele-Analyst Pachter sieht schwarz

19.01.2017, 15:17 Uhr | jr / ams

Nintendo Switch: Spiele-Analyst Pachter sieht schwarz. Nintendo Switch: Eine Konsole für daheim und unterwegs (Quelle: dpa/Nintendo)

Nintendo Switch: Eine Konsole für daheim und unterwegs (Quelle: Nintendo/dpa)

Dass Nintendo mit seiner neuen Spielkonsole Switch der ersehnte Befreiungsschlag gelingt, hält Spiele-Analyst Michael Pachter (Wedbush Security) für wenig wahrscheinlich. Er prophezeit der Konsole einen schweren Start und nennt eine Vielzahl von Faktoren, die gegen den Erfolg der Switch sprechen.

Nintendo Switch: Droht das Schicksal der Wii U?

Mit einem aktuell von Online-Händlern aufgerufenen Preis von 329 Euro ist die Switch nach Einschätzung von Pachter zu teuer, um mit den leistungsstärkeren Konkurrenten PS4 und Xbox One konkurrieren zu können. Er verweist darauf, dass beide Konsolen in ihren Standardausführungen bereits unter diesem Preislevel liegen, im Bundle mit Spielen verkauft werden und die erste Hardware-Revision bereits hinter sich haben.

Viel hängt nach Einschätzung von Pachter davon ab, ob es Nintendo gelingt, die Switch im Massenmarkt als glaubwürdige Alternative durchzusetzen. Dazu müssten die Kunden davon überzeugt werden, dass das Mobil-Design der Konsole mehr als nur ein Gimmick sei.

Bis Ende März 2017 will Nintendo zwei Millionen Switch-Konsolen in den Handel bringen. Bis zum Ende des Jahres, prognostiziert Pachter, sei die Hälfte davon verkauft. Im Geschäftsjahr 2017/18 könnte die Installationsbasis der Switch-Konsolen auf zirka fünf Millionen Stück ansteigen.

Zuwenig laut Pachter, um über die Einführungsphase hinaus Third-Party-Softwarehersteller im Boot zu halten beziehungsweise ins Boot zu holen. Viele der aktuell angekündigten Spiele-Portierungen für die Nintendo Switch würden auf Basis von Xbox 360- und PS3-Games stattfinden. Top-Titel wie Fifa 17 von EA oder Skyrim von Bethesda sieht Pachter als Ausnahmen von der Regel an.

Die meisten Studios und Publisher würden zunächst die Entwicklung der Hardware-Verkäufe abwarten, bevor sie sich für die Switch ins Zeug legten. Bei einem schwachen Start drohe das Schicksal der Wii U, und der Dritthersteller-Support würde schnell versiegen - und nur mit den starken Nintendo-Eigenmarken sei kein durchschlagender Erfolg auf dem Konsolenmarktzu erzielen, urteilt der Spiele-Analyst.

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