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Mitreißender Überlebenskampf

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First Look auf The Last of Us Part 2 | Action-Abenteuer | PS4  

Mitreißender Überlebenskampf

20.01.2017, 15:23 Uhr | Sönke Siemens (jr), Richard Löwenstein

Mitreißender Überlebenskampf. Im zweiten Teil des Action-Abenteuers für die PS4 soll laut Game Director Neil Druckmann Hass zur Antriebskraft werden. (Quelle: Sony)

Im zweiten Teil des Action-Abenteuers für die PS4 soll laut Game Director Neil Druckmann Hass zur Antriebskraft werden. (Quelle: Sony)

Emotional aufwühlend, spielerisch mitreißend und technisch ein echter Hingucker: Mit über 240 Spiel-des-Jahres-Auszeichungen zählt "The Last of Us" für die Playstation 3 zu den am meisten ausgezeichneten Action-Abenteuern der letzten Videospiel-Generation. Nun haben sich Publisher Sony und Entwickler Naughty Dog zur Fortsetzung des Spiels auf der PS4 bekannt.

Was bisher geschah

Laut Spieldirektor und Autor Neil Druckmann spielt "The Last Last of Us 2" knapp fünf Jahre nach den Ereignissen des ersten Teil. Zur Erinnerung: Im 2013 veröffentlichten Third-Person-Action-Abenteuer wütet in Nordamerika einer verheerende Pilzsporen-Epidemie. Die Folgen sind dramatisch und verwandeln Infizierte in willenlose, blutrünstige Kreaturen. Wer mit einem blauen Auge davon kommt, flüchtet in Quarantänezonen, muss dort jedoch vielfach grausame Territorialkämpfe zwischen rivalisierenden Überlebenden befürchten.

Mittendrin in diesem Chaos steckt der Waffenschmuggler Joel. Er soll die 14-jährige Ellie von der Ostküste der USA bis weit in den Westen eskortieren. Dort will man herausfinden, warum Ellie eine natürliche Immuniltät gegen die tödlichen Sporen aufweist. Es folgt eine unter die Haut gehende Odyssey, die im Genre ihresgleichen sucht.

Teil zwei: Hass wird zum treibenden Motor 

Was genau in Teil eins noch alles passiert, wollen wir an dieser Stelle nicht verraten. Wohl aber die Marschrichtung, die Naughty Dog für den Nachfolger einschlagen möchte. Zitat Neil Druckmann: "Das Kernthema des ersten Spiels war die enge Verbundenheit der beiden Hauptcharaktere zueinander und die Art und Weise, wie wir diese durch den Plot, die Musik, Interaktionen und Gameplay-Mechaniken rübergebracht haben. Teil zwei ist das Gegenstück dazu. Diese Geschichte dreht sich um Hass und darum, wie wir all die genannten Elemente nutzen, um den Spieler genau diesen spüren zu lassen. Und zwar in der Rolle von Ellie."

Erste Details

In dem aktuell vorgeführten knapp vierminütigen Ankündigungsvideo fährt die Kamera zunächst durch einen dichten Wald und zeigt ein Schild der Fireflies, einer Konfliktpartei aus dem ersten Teil. Dann ein Szenenwechsel. Die mittlerweile 19-jährige Ellie sitzt mit blutverschmierter Kleidung auf ihrem Bett und will mit ihrer Gitarre ein Lied anstimmen. Doch ihre rechte Hand zittert stark. So stark, dass sie diese zunächst zur Faust ballen muss, um sich zu entspannen und überhaupt spielen zu können. Der Song? Ein sehr melancholisches Stück mit dem Titel "Through the Valley".

Verstörender Ausblick

Blut rinnt von ihrer Stirn, Nahaufnahmen zeigen unterschiedliche Verletzungen an Ellies Körper. Nach etwa 50 Sekunden dann ein kurzer Schnitt samt Kamerazoom auf die weit geöffnete Eingangstüre des Gebäudes. Eine gut gekleidete, im grellen Licht nur schemenhaft zu erkennende Person tritt ein, läuft an zwei Leichen vorbei und bleibt schließlich in dem Raum stehen, wo Ellie ihr Lied vorspielt. "Was machst du, Kiddo?", fragt der nie von vorne gezeigte Mann ruhig, während er besonnen eine weitere Leiche direkt vor Ellie anstarrt. "Willst du das wirklich durchziehen?" Ellie schweigt für einen Moment, legt das Instrument zur Seite, nur um dann leise, aber sehr bestimmt zu antworten: "Ich werde sie finden, und ich werde sie töten - jeden einzelnen von ihnen.“ Der Bildschirm färbt sich schwarz, atmosphärische Musik ertönt, dann endet der durch Mark und Bein gehende Teaser mit dem offiziellen Spiel-Logo.

Theorien zur Geschichte

Doch was hat das Ganze nun zu bedeuten? Was genau löste den bereits erwähnten Hass in Ellie aus und wohin wird all das spielerisch führen? Neil Druckmann schweigt diesbezüglich wie ein Grab. In Fanforen jedoch brodelt es seit der Veröffentlichung des Trailers gewaltig. Trennt man die Spreu vom Weizen, kristallieren sich vor allem zwei Theorien heraus, die das eben Geschilderte in einen durchaus plausiblen Kontext setzen. Achtung: Falls Sie das erste " The Last of Us“ noch nicht durchgespielt haben und Spoiler vermeiden wollen, sollten Sie die folgenden extblöcke überspringen und bei "Was uns gefällt" weiterlesen.

Bisher prominenteste Theorie: Joel stirbt zwischen den Ereignissen von Teil eins und zwei beziehungsweise spätestens im ersten Spieldrittel von Tweil zwei. Ellie nimmt dieser Verlust so mit, dass sie grausame Rache an allen Verantwortlichen schwört. Doch warum taucht Joel dann trotzdem im Trailer auf? Ganz einfach, Ellie bildet sich seine Anwesenheit in Wirklichkeit nur ein, um irgendwie mit ihrem Schmerz klarzukommen. Hieße für Gameplay und Geschichte: Joel spielt zwar noch mit, ist aber eher eine Art Erscheinung ihres Unterbewusstseins, mit der Ellie immer wieder interagiert während sie ihre Vendetta in die Tat umsetzt.

Plausibel? Durchaus, denn sei es nun Joels erstmaliges Erscheinen in grellem Licht, seine nahezu makellose Kleidung oder sein überraschend distanziert wirkendes Verhalten - vieles spricht dafür, dass sie sich ihn nur noch einbildet.

Geheimer Hinweis aus Uncharted 4

Fan-Theorie Numero zwei basiert auf dem Cover eines "The Last of Us"-Comics, welches aufmerksame Spieler im Epilog von "Uncharted 4" entdecken. Darauf zu sehen ist eine hochschwangere Frau mit Gasmaske, die Ellie verblüffend ähnlich sieht. Das Comic selbst trägt die Überschrift "American Daughters". Ein Hinweis, dass Ellie ein Kind gebären wird? Der Hass wiederum könnte in diesem Szenario dann damit begründet sein, dass Ellies Kind entführt oder gar getötet wird und sie deswegen komplett ausrastet. Doch wie passt diese Theorie mit Ellies sexueller Vorliebe für Frauen zusammen? Nun, eine künstliche Befruchtung oder ein sexueller Übergriff seitens eines männlichen Peinigers könnten die Antwort liefern. Vor allem Letzteres klingt schockierend, würde aber durchaus zum postapokalyptischem Spieluniversum passen.

Was uns gefällt

Unterhält man sich mit Spieldirektor Neil Druckmann und den Schauspielern Ashley Johnson und Troy Baker - sie spielen Ellie respektive Joel -, dann fällt auf: Alle Beteiligten strahlen eine unglaubliche Zuversicht aus. Oder anders formuliert: Man hat zu jeder Zeit das wohlige Gefühl, die Beteiligten wüssten ganz genau, worauf es den Fans bei einer Fortsetzung ankommt.

Doch auch andere Elemente stimmen optimistisch. Das gilt zum einen für ein neues Performance-Capture-Verfahren, welches die Mimik der Schauspieler detaillierter rüberbringt als im ersten Spiel. Zum anderen überzeugt die brillante Musik, die einmal mehr der Argentinier Gustavo Santolalla verantwortet.

Was uns nicht gefällt

Auch wenn Neil Druckmann betont, man hätte es den Fans zuliebe getan: In unseren Augen hätte Naughty Dog das Spiel ruhig auch erst zu einem späteren Zeitpunkt ankündigen können, dann allerdings begleitet von mehr Fakten und einem Release-Termin in nicht allzu ferner Zukunft. Was bleibt, ist eine zweischneidige Angelegenheit. Einerseits freut sich die Community über die endlich erfolgte Bestätigung. Andererseits jedoch sagt selbst der Entwickler, dass es noch eine ganze Weile dauern wird, bis das Spiel überhaupt erscheint, und spannt die Fans damit unnötig auf die Folter. Wir jedenfalls tippen auf eine Veröffentlichung nicht vor Ende 2018. 

Fazit

Ziemlich gewagt, aber auch ziemlich faszinierend: Naughty Dog traut sich, eine Geschichte fortzusetzen, die für sich gesehen eigentlich schon auf die bestmögliche Weise ihren Abschluss fand. Oder doch nicht? Zumindest wenn es nach Naughty Dog geht, scheint man noch tonnenweise Stoff in der Hinterhand zu haben, um Fans ein weiteres Mal auf eine äußerst emotionale Achterbahnfahrt mitzunehmen.

Infos zum Spiel

Titel: The Last of Us Part Two
Genre: Action-Abenteuer
Hersteller: Naughty Dog
Publisher: Sony
Release: nicht vor 2018 
Preis: Noch nicht bekannt
System: PS4
USK-Freigabe: Noch nicht geprüft
Eindruck: Sehr gut 

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