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Switch: Nintendo erwartet Verkaufszahlen wie bei der Wii

03.02.2017, 11:30 Uhr | jr / ams

Switch: Nintendo erwartet Verkaufszahlen wie bei der Wii. Nintendo Switch: Eine Konsole für daheim und unterwegs (Quelle: dpa/Nintendo)

Nintendo Switch: Eine Konsole für daheim und unterwegs (Quelle: Nintendo/dpa)

Nintendo erwartet nach den Worten von Präsident Tatsumi Kimishima für seine neue Spielkonsole Switch ähnliche Verkaufszahlen wie für die Original-Wii, von der man mehr als 100 Millionen Stück weltweit absetzen konnte. Das jedenfalls erklärte Kimishima im Gespräch mit Nikkei. Branchenanalysten wie Michael Pachter von Wedbush sind da weniger positiv gestimmt und sehen die Konsole mehr auf Wii U-Niveau.

Nintendo Switch: Die Erfolgsprognosen gehen auseinander

Sein Erfolgsprognose begründete der Nintendo-Boss damit, dass die Switch ganz ähnlich wie die wie die Nintendo Wii eine einzigartige Art und Weise biete, Videospiele zu erleben.

Dass Nintendo mit seiner neuen Spielkonsole Switch der ersehnte Befreiungsschlag gelingt, hält Spiele-Analyst Michael Pachter für wenig wahrscheinlich. Mit einem aktuell von Online-Händlern aufgerufenen Preis von 329 Euro ist die Switch nach Einschätzung von Pachter zu teuer, um mit den leistungsstärkeren Konkurrenten PS4 und Xbox One konkurrieren zu können.

Viel hängt nach Einschätzung von Pachter davon ab, ob es Nintendo gelingt, die Switch im Massenmarkt als glaubwürdige Alternative durchzusetzen. Dazu müssten die Kunden davon überzeugt werden, dass das Mobil-Design der Konsole mehr als nur ein Gimmick sei.

Bis Ende März 2017 will Nintendo zwei Millionen Switch-Konsolen in den Handel bringen. Bis zum Ende des Jahres, prognostiziert Pachter, sei die Hälfte davon verkauft. Im Geschäftsjahr 2017/18 könnte die Installationsbasis der Switch-Konsolen auf zirka fünf Millionen Stück ansteigen.

Das sei zu wenig, um über die Einführungsphase hinaus Third-Party-Softwarehersteller im Boot zu halten beziehungsweise ins Boot zu holen. Die meisten Studios und Publisher würden zunächst die Entwicklung der Hardware-Verkäufe abwarten, bevor sie sich für die Switch ins Zeug legten. Bei einem schwachen Start drohe das Schicksal der Wii U, und der Dritthersteller-Support würde schnell versiegen. Allein gestützt auf die starken Nintendo-Eigenmarken sei kein durchschlagender Erfolg auf dem Konsolenmarkt zu erzielen.

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