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Tom Clancy's Ghost Recon: Wildlands: Zu viert gegen das Kartell

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Hands-on-Preview zu Tom Clancy's Ghost Recon: Wildlands | Actionspiel | PC, PS4, Xbox One  

Zu viert gegen das Kartell

08.02.2017, 16:04 Uhr | Olaf Bleich (jr / ams), Medienagentur plassma

Tom Clancy's Ghost Recon: Wildlands: Zu viert gegen das Kartell. Bolivien als Schauplatz für Ghost Recon: Wildlands begeistert und sorgt gleich reihenweise für Postkarten-Motive.  (Quelle: Ubisoft)

Bolivien als Schauplatz für Ghost Recon: Wildlands begeistert und sorgt gleich reihenweise für Postkarten-Motive. (Quelle: Ubisoft)

"Tom Clancy's Ghost Recon" war einst ein Synonym für knackige Taktik-Shooter. Für den kommenden Serienteil "Ghost Recon: Wildlands" münzt Hersteller Ubisoft die populäre Lizenz nun auf eine launige Koop-Ballerei für bis zu vier Spieler um. In einer Spezialeinheit kämpft man in der offenen Welt Boliviens gegen ein mächtiges Drogenkartell. Im Probespiel entpuppt sich der am 7. März 2017 für PC, PS4 und Xbox One erscheinende Titel als munteres Actionspektakel mit Rollenspiel-Elementen, das aber erst im Mehrspieler-Modus seine volle Stärke ausspielt.

Drogenkrieg in Bolivien

Drogenbaron El Sueno treibt in Bolivien sein Unwesen. Mit seinem Kokain möchte er ein Paradies aufbauen, doch das beduetet die Hölle für alle anderen: Das Land versinkt in Gewalt, Korruption und Chaos. Aus diesem Grund schicken die USA die Ghosts ins Rennen: Die Spezialeinheit soll sich unauffällig ins Land schleichen und El Sueno und seine Mitstreiter ausschalten.

Nachdem man sich im überschaubaren Editor einen eigenen Charakter gebastelt haben, fliegt man mit dem Hubschrauber ins fiktive Bolivien. Imposant: "Wildlands" verfügt über die bislang größte Spielwelt in einem Ubisoft-Spiel - im Spielverlauf erkundet man unter anderem Dschungel, Berge und Dörfer. Sie können zu Beginn allerdings noch längst nicht alle Gebiete bereisen. Zwar gibt es im Spiel keine künstlichen Grenzen, die von El Suenos Schergen kontrollierten Regionen muss man aber erst nach und nach befreien.

Die Rebellion kann beginnen

Überall in den über 20 Provinzen treiben sich Gangster herum, die auf den Straßen patrouillieren oder in ihren Lagern lauern. Die bolivianischen Rebellen planen den Widerstand, ihnen mangelt es jedoch an Durchschlagskraft. Und an dieser Stelle kommen die Ghosts ins Spiel.

Sonderlich innovativ mutet Ubisofts Open-World-Actionspiel mit diesem Ansatz zunächst nicht an. Ähnlich wie in "Far Cry 3" erobert man Stück für Stück Gebiete zurück und unterstützt den Widerstand. In der Anspielrunde sichern die Ghosts zu diesem Zweck zunächst wertvolle Daten und nehmen danach eine Radiostation ein. Kaum ist der Funkspruch abgesetzt, rücken schon El Suenos Männer an, die man für eine bestimmte Zeit abwehren muss. Gelingt einem das, erhält man Zugriff auf die Rebellen. Über ein Radialmenü ruft der Spieler die KI-Kameraden zur Hilfe oder benutzt sie als Ablenkung. Haben Sie ein Gebiet befreit, sieht man infolgedessen immer wieder, wie sich die Rebellen mit den Gangstern anlegen.

Teamwork ist Trumpf

Apropos Kameraden: In den Missionen ist man nie allein unterwegs. Selbst im Einzelspielermodus begleiten Sie drei Computer-Kollegen, die man ebenfalls über ein Befehlsmenü kommandiert. In der Hands-on-Session agierten die Burschen clever, waren aber zuweilen etwas arg effektiv. Ubisoft verleiht den Soldaten etwas Charakter, indem man sie - ähnlich wie in "Watch Dogs 2" - in Zwischensequenzen einbindet. Auf dem Weg zum nächsten Einsatz etwa diskutieren sie über frühere Missionen oder über die aktuelle Situation. Das erzeugt zwar Atmosphäre, wirkt aber aufgrund des militärischen Jargons nicht ganz so sympathisch.

Dafür überzeugt Ghost Recon: Wildlands als Actionspiel, denn Ubisoft gönnt einem alle Freiheiten und fordert sogar ein wenig Taktik ein. Mit dem Fernglas oder der Drohne erkundet man vor dem Angriff auf Lager oder Basen zunächst das Gebiet und markiert Gegner oder Zielpersonen. Sie kontrollieren die Spielfigur stets aus der Verfolgerperspektive, beim Anvisieren wechselt das Spiel in die Ich-Ansicht. Als Shooter funktioniert Ghost Recon sehr ordentlich, auch wenn das Deckungssystem etwas direkter hätte ausfallen dürfen.

Praktisch: Spieler rüsten Waffen direkt auf dem Schlachtfeld um, tauschen Visiere oder Aufsätze. Sobald man neue Ballermänner in Ausrüstungskisten entdeckt hat, erhält man dauerhaft Zugriff darauf und kann so selbst unterwegs schnell das Equipment wechseln.

Für eine Prise Rollenspiel-Flair sorgt das Erfahrungssystem des Spiels. Damit schaltet man neue Funktionen frei, etwa den Granatwerfer oder den Fallschirm für Luftangriffe.

Mehr Spaß mit Freunden

Während Ghost Recon: Wildlands im Solomodus schon ordentlich unterhält, kommt im Vier-Spieler-Modus deutlich mehr Spielspaß auf. Gemeinsam mit Kumpels werden trockenen Militäreinsätze zur Baller-Party. Zu viert im Hubschrauber oder Panzer übernehmen Teammitglieder verschiedene Rollen, beispielsweise als Pilot oder Bordschütze. Bei Verfolgungsjagden im Auto hängen sich die Mitspieler aus dem Fenster und feuern auf die Feinde.

Die Spieler koordinieren ihre Aktionen mithilfe der Markierungsfunktion: Auf Tastendruck legt man fest, wer welche Schurken erledigen soll. Die Angriffsmöglichkeiten gestalten sich dank der riesigen Spielwelt vielfältig. Letztlich entscheiden die Teams selbst, ob sie aggressiv oder leise vorgehen wollen.

Was uns gefällt

Ubisoft setzt bei Ghost Recon: Wildlands auf typische Open-World-Tugenden. Bolivien als Schlachtfeld für den Drogenkrieg sieht nicht nur wunderschön aus, sondern bietet auch eine Fülle von Möglichkeiten. Ob man nun leise schleichend oder chaotisch und mit viel Waffeneinsatz vorgeht, bleibt jedem selbst überlassen. Gerade im Zusammenspiel mit Freunden entsteht so eine tolle Dynamik, die nicht selten im actionreichen Spektakel endet. Traditionelle Spielelemente wie spontane Nebenaufgaben oder das Erfahrungssystem unterfüttern die launige Koop-Ballerei sinnvoll.

Was uns nicht gefällt

Das neue Ghost Recon spielt sich mitunter wie ein schick verpacktes "Best of" bekannter Ubisoft-Games. Die Verwandtschaft zu "Far Cry" und Co. erleichtert Kennern zwar den Einstieg, zeigt aber auch die Innovationsarmut des Titels auf. Die meisten Ideen kennt man eben bereits aus anderen Spielen. Obendrein trüben noch einige kleine Schwächen den Spielspaß: Die Fahrzeuge steuern sich zu schwammig und schlittern teils schwer kontrollierbar über die Straßen. Zudem macht das Fehlen eines praktikablen Deckungssystems Stellungskämpfe unnötig schwierig.

Fazit

Bewährte Gameplay-Elemente und gute Technik versprechen durchaus unterhaltsame Stunden im virtuellen Bolivien. Die Schusswechsel überzeugen gerade im Multiplayer-Modus, und die offene Spielwelt dürfte mit ihren vielfältigen Inhalten auch langfristig motivieren. Die ganz große Euphorie bleibt nach der Anspiel-Session bislang allerdings noch aus. Eine Shooter-Revolution steht Spielern mit Tom Clancys Ghost Recon: Wildlands offenbar nicht bevor. 

Infos zum Spiel

Titel: Tom Clancy's Ghost Recon Wildlands
Genre: Actionspiel
Publisher / Hersteller: Ubisoft
Release-Termin: 7. März 2017 
Preis: zirka 60 Euro (PC) / zirka 65 Euro (Konsolen)
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Ab 18 Jahren
Eindruck: Gut

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