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Preview zu Tiger Knight: Empire War | Actionspiel | PC  

Massenschlachten im Alten China

09.02.2017, 14:05 Uhr | Olaf Bleich (jr / ta), Medienagentur plassma

Massenschlachten im Alten China. Die Online-Schlachten in "Tiger Knight: Empire War" haben es in sich und überzeugen mit starker Atmosphäre. (Quelle: Oasis Games)

Die Online-Schlachten in "Tiger Knight: Empire War" haben es in sich und überzeugen mit starker Atmosphäre. (Quelle: Oasis Games)

Mittelalterliche Schlachten mit hunderten Spielern und einer Extraportion China-Flair: Das in Hongkong ansässigen Studio NetDragon hat mit "Tiger Knight: Empire War" ein Free-to-Play-Actionspiel in der Mache, das vor allem Fans von Titeln wie "Mount & Blade" oder "Dynasty Warriors" ansprechen dürfte. Das PC-Spiel überrascht bereits in der noch jungen Early-Access-Version mit launigen Gefechten und reichlich Spieltiefe. Hier könnte ein echtes Liebhaber-Game für Action-Fans heranwachsen.

Foto-Serie mit 8 Bildern

Kostenloser Spaß

Entwickler NetDragon veröffentlicht für sein Online-Actionspiel regelmäßig Updates mit Verbesserungen und neuen Inhalten. "Tiger Knight" steht seit Oktober 2016 kostenlos in der Early-Access-Version auf Steam bereit und soll im Laufe dieses Jahres ins normale Angebot von Valves Download-Plattform wandern. Einen genauen Termin dafür gibt es allerdings nicht.

Wie nahezu jedes Free-to-Play-Spiel bietet auch Tiger Knight eine kostenpflichtige Premium-Währung. Im Probespiel konnte die Kreditkarte jedoch im Portemonnaie bleiben. Denn wer ein bisschen mehr Zeit investiert, kommt hier ausgezeichnet klar, ohne Echtgeld investieren zu müssen. Es ist zumindest im Augenblick nicht so, als würden zahlende Spieler häufiger den Sieg davontragen.

Der eigene General

Haben Sie das Tutorial des im mittelalterlichen China im Zeitalter der drei Königreiche angesiedelten Actionspiels absolviert, kreieren Sie Ihren eigenen General. Aktuell stehen lediglich chinesische Streitkräfte zur Verfügung, in Zukunft sollen aber unter anderem noch die Römer hinzukommen.

Prima: Der Editor erlaubt das minutiöse Erschaffen einer eigenen Spielfigur - von der Größe der Augen bis zur kleinsten Gesichtsfalte. Die Menüführung des Spiels ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig, denn NetDragon bringt sehr viele Informationen auf kleinem Raum unter.

Launige Multiplayer-Action

Der "Command-Modus" ist aktuell die größte und damit auch chaotischste Spielvariante von Tiger Knight. Hier führen zehn bis 14 Hobby-Generäle ihre Streitkräfte ins Feld. Richtig gehört: Ähnlich wie in Koeis Dynasty-Warriors-Reihe kommandiert der Spieler seine eigenen Streitkräfte.

In der ersten Schlacht bestehen die Truppen zwar noch aus Bauern mit rostigen Schaufeln, doch mit der Zeit wächst die eigene Armee zu einem ernstzunehmenden Haufen heran. Jeder General besitzt bis zu 40 Soldaten. Haben sämtliche Kämpfern das Zeitliche gesegnet, holt man an Nachschubpunkten neue Truppen dazu. Eine wichtige Rolle übernehmen die vom Computer gesteuerten Adjutanten. Sie vertragen deutlich mehr Schaden und stärken das normale Fußvolk.

Zum "Command-Modus" gesellt sich der "Epic War", in dem sich Spieler zusammenschließen und gigantische Schlachten austragen. Erneut fliegen hier ordentlich die Fetzen, jedoch muss man sich mit anderen Teilnehmern koordinieren. "Duell" erinnert dagegen fast schon an Ubisofts kommenden Action-Konkurrenten "For Honor" und legt den Fokus auf den Kampf zwischen den Generälen. Nachschub-Truppen gibt es hier nicht.

Legt an, Männer!

Das Kampfsystem von Tiger Knight erweist sich als ausgesprochen handlich. Es fällt zwar längst nicht so detailliert aus wie in For Honor, dennoch ist die Mischung aus Schlägen, Blocks und dem richtigen Timing gut gelungen und das Trefferfeedback überzeugend. Allerdings fällt das Zielen häufig relativ schwer, da man inmitten feindlicher Soldaten oder gar im hohen Gras schnell die Übersicht verliert.

Sehr schön hingegen: Die Generäle übernehmen Pferde und können von deren Rücken aus sowohl zuschlagen, als auch den Bogen einsetzen. Solche Attacken richten noch einmal mehr Schaden an.

Für zusätzliche Motivation sorgt ein Erfahrungssystem: Mit Standardpunkten rüsten Sie Ihren General auf, schalten so neue Ausrüstungsgegenstände frei und verbessern sich auf dem Schlachtfeld. Mit Prestige-Punkten baut man seine eigene Armee auf und kann im späteren Spielverlauf verschiedene Truppengattungen wie die bereits erwähnten berittenen Bogenschützen oder schwere Kavallerie aktivieren.

Was uns gefällt

Tiger Knight geizt nicht mit chaotischen Gefechten und reichlich Optionen. Und siehe da: Die Mischung aus Mount & Blade und chinesischen Armeen funktioniert klasse. Das Kampfsystem selbst punktet mit hoher Zugänglichkeit und wuchtigen Hieben. Während die Duelle bislang eher weniger überzeugen, machen gerade die großen Spielarten mächtig Spaß. Das Aufrüsten des eigenen Generals und seiner Armee motiviert. Allerdings bleibt abzuwarten, ob der Free-to-Play-Titel auch auf lange Sicht ohne Echtgeld-Einsatz auskommen wird.

Was uns nicht gefällt

Die Menüführung lässt aktuell noch zu wünschen übrigen - vieles wirkt arg unstrukturiert und bedarf gerade in den ersten Spielstunden unnötiger Einarbeitung. Darüber hinaus muss Entwickler NetDragon weiterhin einige Ecken und Kanten abschleifen: Speziell im PvP-Modus stört die unpräzise Treffererkennung.

Fazit

Für ein Early-Access-Spiel macht Tiger Knight schon einen ziemlich  guten Eindruck. Speziell die an ähnliche Spiele wie Mount & Blade oder Dynasty Warriors erinnernden Online-Schlachten haben es in sich und überzeugen mit starker Atmosphäre. Freunde fernöstlicher Action-Kost sollten einen intensiven Blick riskieren. 

Infos zum Spiel

Titel: Tiger Knight - Empire War
Genre: Actionspiel
Publisher: Oasis Games
Hersteller: NetDragon
Release-Termin: Erhältlich (Steam Early-Access), 2017 (fertiges Spiel)
Preis: Free-to-Play mit optionaler Ingame-Währung
System: PC
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Eindruck: Gut

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