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Test zu For Honor: Die Rückkehr der Online-Ritter

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Test zu For Honor | Action-Spiel | PC, Xbox One, PS4  

Die Rückkehr der Online-Ritter

20.02.2017, 14:22 Uhr | Olaf Bleich (tz/amr), Medienagentur plassma

Test zu For Honor: Die Rückkehr der Online-Ritter. In "For Honor" treten Ritter, Samurai und Wikinger in brachialen Mittelalterschlachten gegeneinander an.  (Quelle: Ubisoft)

In "For Honor" treten Ritter, Samurai und Wikinger in brachialen Mittelalterschlachten gegeneinander an. (Quelle: Ubisoft)

Vorbei die Zeiten von Maschinengewehren, Energieschilden und Drohnen: In Ubisofts Online-Actionspiel "For Honor" treten Ritter, Samurai und Wikinger in brachialen Mittelalterschlachten gegeneinander an. Aber überzeugt der Schwertkampf-Simulator auch im Einzelspielermodus? Oder richtet er sich in erster Linie an beinharte Multiplayer-Profis? Die Redaktion hat das anspruchsvolle Kampfspektakel für PC, PS4 und Xbox One getestet.

Schwert und Schild

Grundlage für For Honor ist das äußerst robuste Kampfsystem. Die Gefechte basieren auf einem erweiterten Schere-Stein-Papier-Prinzip: Spieler attackieren und verteidigen auf Tastendruck nach links, rechts oder oben. Dazu gesellen sich fortgeschrittene Manöver, etwa ein Tritt zum Aufbrechen der gegnerischen Deckung oder Spezialaktionen. Jede der zwölf Kriegerklassen verfügt über individuelle Kombinationen und Schläge. Einige lösen Effekte wie Benommenheit aus, andere vergiften den Verteidiger oder schlagen blutende Wunden.

In der Praxis stellt sich schnell heraus, dass in For Honor meist der Spieler gewinnt, der über die bessere Defensive verfügt. Gute Reaktionen und der notwendige Überblick über das Geschehen sind Garanten für den Sieg. Schließlich müssen Sie im Kampfverlauf auch die Umgebung im Blick behalten. Mit Tritten beispielsweise kicken sich die Krieger gegenseitig in Abgründe oder schleudern sich in Stachelfallen. For Honor erlernt man nur auf die harte Tour. Die Ubisoft-Produktion ist kein Spiel für Gelegenheitsspieler, sondern erfordert Training und Muße.

Der geballte Online-Kampf

For Honor ist - trotz aller Einzelspielerfunktionen - in erster Linie ein Online-Titel. Daher bedarf es auch stets einer funktionierenden Internet-Verbindung. Ubisoft bündelt den Kampf zwischen Wikingern, Samurai und Rittern im sogenannten Fraktionskrieg. Das Spiel sammelt alle Daten der bestrittenen Matches und richten in regelmäßigen Abständen die Grenzen der Weltkarte neu aus. Dadurch verändert sich die Optik der zur Verfügung stehenden Maps. Darüber hinaus erhalten aktive Spieler Belohnungen.

Die Spielmodi wiederum muten sich zunächst nach einem typischen Action-Game an. In "Duell" stehen sich etwa zwei Kontrahenten ohne andere Teilnehmer gegenüber. In "Herrschaft" kämpfen zwei Vierer-Teams um Flaggenpunkte. Diese Schlachten sind herrlich dynamisch und ebenso toll präsentiert. For Honor sieht zweifellos erstklassig aus und bietet mit geschmeidigen Animationen und teils heftigen Finalschlägen einiges fürs Auge.

Als Belohnung erhalten Spieler neben Erfahrungspunkten neue Ausrüstungsgegenstände zum Individualisieren des eigenen Charakters. Von der Speerspitze bis zum Helm gibt es hier alles, was das Mittelalterherz begehrt. Sämtliche Upgrades verändern die Kampfeigenschaften in vielfältigen Kategorien. Ferner erhalten Sie stets eine kleine Summe Stahl, die Premium-Währung des Spiels. Sie dient zum Einkauf neuer Ausrüstungspakete sowie für zusätzliche kosmetische Verzierungen. Spieler können Stahl allerdings auch gegen Echtgeld im Ingame-Shop erstehen. Im Klartext bedeutet das: Wer bereit ist, erneut Geld in For Honor zu investieren, macht es sich spürbar leichter. Diese Option kratzt leider arg am Gesamteindruck des sehr starken Mehrspielermodus.

Kampagne für Einsteiger

Solisten kommen in For Honor in den Genuss einer in drei Feldzüge unterteilten Kampagne. Leider mangelt es der Geschichte an glaubwürdigen Charakteren und Spannung. Der rote Faden um die intrigante Kriegsherrin Apollyon geht inmitten der drei Fraktionen und den ständig wechselnden Protagonisten unter. Zudem erinnert die Kampagne zu stark an ein erweitertes Training für den Online-Modus. Man spielt nahezu jede Klasse mindestens ein Mal und durchläuft alle Situationen des Multiplayers.

Den Missionen des Solo-Parts mangelt es insgesamt an Tiefe. Zwar präsentiert For Honor einige seiner Schlachten ganz ausgezeichnet, doch erreicht der Story-Modus leider nie den Anspruch der Online-Duelle. Viel zu oft prügelt man sich lediglich durch Armeen von Vasallen, und am Ende sind es nur die wenigen Bosskämpfe, die richtig Laune bereiten. Immerhin: Spieler können die Kampagne wahlweise auch zu zweit per Online-Modus erleben. Sämtliche Mehrspielermodi bestreitet man zudem auf Wunsch auch mit Computer-Bots, die – abhängig vom Schwierigkeitsgrad – durchaus gute Sparringspartner darstellen.

Was uns gefällt

Auf dem Schlachtfeld macht For Honor so schnell keiner etwas vor: Das Kampfsystem funktioniert tadellos, erfordert zwar einiges an Übung, bietet dafür im Gegenzug ordentlich Tiefgang. Die Kämpfe spielen sich extrem intensiv und geizen nicht mit Pixelblut. Als kompromissloser Schwertkampf-Simulator für Erwachsene ist For Honor aufgrund der gelungenen Balance, den stark designten Karten und den reichhaltigen Optionen eine Wucht. Zusätzlich motiviert das Aufrüsten des eigenen Lieblingskriegers enorm – speziell die vielen optischen Möglichkeiten überzeugen und begeistern.

Was uns nicht gefällt

Der penetrante Ingame-Store stört den positiven Gesamteindruck. Spieler, die Geld investieren, erzielen schnelleren Fortschritt – das hinterlässt einen schlechten Beigeschmack und darf bei einem Vollpreisspiel wie For Honor nicht sein. Darüber hinaus erreicht die Einzelspieler-Kampagne längst nicht das Niveau des Mehrspielermodus. Ständig prügelt man sich schnurstracks durch Level-Schläuche. Die sechs- bis achtstündige Solo-Session fühlt sich eher wie ein erweitertes Tutorial an.

Fazit

For Honor besitzt alle Tugenden eines gelungenen Actionspiels und überzeugt speziell im stark umgesetzten Multiplayer-Modus. Die Einzelspieler-Kampagne indes enttäuscht, auch Faktoren wie der Online-Zwang und die Mikrotransaktionen stören. Dennoch: Ambitionierte Hobby-Ritter und Samurai sollten schon einmal die Klinge schärfen.

Titel: For Honor
Genre: Action
Publisher: Ubisoft
Hersteller: Ubisoft Montreal
Release-Termin: erhältlich
Preis: zirka 60 Euro
System: PS4, PC, Xbox One
USK-Freigabe: Ab 18 Jahren
Wertung: Gut

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