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Test zu Halo Wars 2: Alles, was ein Strategiespiel braucht

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Test zu Halo Wars 2 | Echtzeitstrategie-Spiel | PC, Xbox One  

Generalsache

27.02.2017, 14:03 Uhr | Richard Löwenstein (tz/ta)

Test zu Halo Wars 2: Alles, was ein Strategiespiel braucht. "Halo Wars 2" hat alles, was ein modernes Echtzeit-Strategiespiel braucht. (Quelle: Microsoft)

"Halo Wars 2" hat alles, was ein modernes Echtzeit-Strategiespiel braucht. (Quelle: Microsoft)

In der Zukunft kämpft die Menschheit mal wieder um ihr Überleben, so wie seit jeher in Microsofts Halo-Reihe. Der neueste Ableger aus der Serie ist diesmal zwar kein Egoshooter, lässt´s aber trotzdem ordentlich krachen: als temporeich inszeniertes Echtzeit-Strategiespiel, das komplexes Geschehen auf futurisischen Schlachtfeldern schmuck verpackt und cineastisch anrichtet. Das Kommando haben Windows- und Xbox One-Generäle.

Wenn es nach den Geschichtschreibern der Halo-Reihe geht, dann ist die Menschheit in ferner Zukunft mit dem Kampf gegen diverse Alienspezies voll und ganz ausgelastet. Halo Wars 2 birgt insofern keine Überraschungen: Diesmal, so erzählt es das handwerklich schön gemachte und ordentlich synchronisierte Introvideo, trudelt das Serienkennern wohlbekannte XXL-Kriegsschiff namens UNSC Spirit of Fire 28 Jahre lang durch das All. Als die Menschen an Bord aus dem Kälteschlaf erwachen, befindet sich das Schiff an einem unbekannten Ort inmitten eines nicht kartografierten Sternenmeeres. In unmittelbarer Nähe schwebt eine gewaltige künstliche Welt zwischen den Sternen. Folgerichtig entsendet Schiffskapitän Cutter einen Soldatentrupp zur Erkundung. Könnte ja sein, dass es etwas aufzumischen gibt.

Science Fiction Action

Also landen Trupps auf dieser geheimnisvollen Welt, die später nur noch als Arche bezeichnet wird. Warum und wieso, erschließt sich aus der Rahmenhandlung. In der ersten Mission wagen sich ein paar Fußsoldaten in Begleitung ein Warthog-Armeebuggies durch das vorrangig aus Fels, Wald und Steppe bestehende Gelände. Wie zu erwarten, baut sich binnen weniger Augenblicke Widerstand auf. Eine ganz Menge grimmig dreinschauender Alienkreaturen unter Führung eines finsteren Gesellen namens Atriox halten sich erst verschanzt, geben dann richtig Zunder. Auf eine kurze Kampfszene folgt eine panische Flucht, bei der der Spieler einen Jeep unter Zeitdruck von Etappe zu Etappe lotst. Das Lotsen funktioniert per indirekter Steuerung, also durch Markieren von Wegpunkten. Buggy und Fußsoldaten suchen sich ihren Pfad von A nach B nach C selbst. Das klappt auch später noch gut, wenn teils mehrere Dutzend Boden- und Lufteinheiten durch das Gelände trampeln und schwirren.

Praktische Gameplay-Automatismen

Halo Wars 2 legt eine ähnliche Gangart vor wie Command & Conquer: Das Tempo ist hoch und das Schlachtfeld stets gut gefüllt mit balgenden Einheiten zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Passiert nicht oft, dass eine indirekte Steuerung so souverän für Konsolen-Controller optimiert ist wie bei Halo Wars 2. Hier geht alles locker von der Hand. Anfänglich unterstützen Hinweispfeile die Orientierung, in späteren Missionen darf und muss der Spieler selbst den Überblick behalten – wie beim Schach. Am Etappenziel angekommen, attackieren Einheiten automatisch. Oder aktivieren Schalter, setzen Brücken intakt, befreien Geiseln oder erobern Kommandotürme, je nachdem was in den abwechslungsreich zusammengestellten Missionen eben gefragt ist. Viele Aktionen löst das Spiel also automatisch aus. Das entschlackt die Bedienung und vermeidet Zwei- oder Dreifach-Belegung des Controllers.

Komfortable Bedienhilfen

Trotzdem darf der Spieler situationsbedingt etliches von Hand beeinflussen. Er kann beispielsweise einen Cyclops-Mech aus seinem Verband herauslösen, eine Gegnereinheit anvisieren und per Tastenkommando als Ziel für einen Stampfangriff auswählen. Das Krachen und Bersten bildet eine schöne Belohnung für derlei Aktionen. Eine aussagekräftige Minikarte und mehrere Schnellumschalt-Tasten auf dem D-Pad des Controllers leisten weitere wertvolle Unterstützung. Schön, dass man recht nah an die Action heranzoomen und Kampfszenen en detail beobachten darf.  Weniger schön, dass das Herauszoomen zwecks optimiertem Überblick über das Schlachtfeld nur begrenzt gestattet ist. Kompliment dennoch an die Entwickler von Creative Assembly und 343 Industries für die Steuerung. Sie geht nicht nur am PC mit Maus und Tastatur, sondern auch auf der Konsole mit dem Controller intuitiv von der Hand.

Abwechslungsreiche Missionen

Es sind die Details, die das Handling so komfortabel machen. Per D-Pad schaltet der Betrachter in Windeseile zwischen stationären Haupt- und Nebenbasen, mobilen Einheiten und Heldenfiguren hin- und her, denen in einigen Missionen eine hervorgehobene Rolle zukommt. Halo Wars 2 pfeffert die Action punktuell durch besondere Ereignisse. Es fokussiert zum Beispiel für einige Momente auf einen besonders starken Spartan-Krieger und dessen David-gegen-Goliath-Kampf gegen heranrückende Panzer- und Mech-Verbände der Verbannten. Solche spielentscheidenden Höhepunkte werden anhand von Videos, Sprechfunk und Kamerafahrten veranschaulicht. Dadurch kommt keine Verwirrung auf, stattdessen bedingen die Wechsel von Aufgaben und Tempo einen angenehmen und motivierenden Spielfluss.

Einsteigerfreundliches Gameplay

So kann sich der Feldherr auf taktische und strategische Winkelzüge konzentrieren: Er sorgt zum Beispiel dafür, dass sich einige Truppenverbände der Beschaffung der Basisressourcen Energie und Nachschub widmen. Er kümmert sich um den Bau und die Sicherung seiner Hauptbasen und darum, dass die angegliederten Fabriken ausreichend Infanterie und Lufteinheiten produzieren. Alles keine intellektuelle Herausforderung auf dem niedrigsten der vier Schwierigkeitsgrade. Wer gerne entspannt binnen dreier langer Abende durch die Kampagne spazieren mag, kann das tun. Nach Abschluss der Kampagne sollten Reaktionsvermögen und taktisches Wissen ausreichend trainiert sein für spannende Duelle mit Online-Mitspielern.

Herausforderung für Kenner

Ganz anders auf dem Schwierigkeitsgrad „Legendär“. Hier sind Ressourcen knapp. Außerdem attackieren Computergegner zahlreicher und aggressiver. Während auf „Einfach“ eine kluge Reaktion auf aktuelle Ereignisse häufig zum Sieg ausreicht, müssen „Legendär“-Spieler die Umgebung genau sondieren und Züge der Computergegner vorausahnen. Eine vorausschauende Spielweise ist Pflicht. Das gilt erst recht für den optionalen Bonus-Spielmodus namens Blitz. In kompakten Skirmish-Partien trifft der Spieler auf Computergegner oder Online-Mitspieler, erobert über mehrere Etappenziele eine Arena und schließlich den Sieg. Die Besonderheit daran: Einheiten werden nicht per Basis generiert, sondern per Kartenset beschworen.

Was wir mögen

Spätestens Blizzards Kartenspiel Hearthstone hat eine Flutwelle von Spielkarten-basierten Taktikgames ausgelöst. Auch Halo Wars 2 addiert einen Bonus-Spielmodus, in dem die Mitspieler ihre Einheiten nicht per Operationsbasis bauen und ins Schlachtfeld entsenden, sondern durch Aufruf einer Spielkarte sozusagen beschwören. Der Modus heißt „Blitz“. Vor Beginn einer Partie stellen die Teilnehmer aus einer Reihe von Karten ihre Favoriten zusammen. Sie bestimmen damit, welche offensiven Boden- und Lufteinheiten sie in der Folge einsetzen können. Das Ergebnis spielt sich nach kurzer Eingewöhnung im Wettkampf mit Online-Mitspielern temporeich und schnittig, ein bisschen wie beim Mobile-Game Star Wars Force Arena. Das Duell Einzelkämpfer gegen Computergegner ist möglich, aber wenig reizvoll.

Was wir nicht mögen

Halo Wars 2 macht Einsteiger per Tutorial mit den Basiseigenschaften des Echtzeit-Strategiegenres vertraut. Der Drill Sergeant erläutert Auswahl und Gruppierung von Einheiten, Bewegung, Kampf, Basisbau und Ressourcenbeschaffung effektiv und anschaulich. Trotzdem ist etwas Basiswissen in Sachen Halo-Universum und Strategiegenre zu empfehlen. Andernfalls verliert die grundsätzlich banale Überlebenskampf-Story an Reiz, und die sich schnell auftürmende Flut an Ereignissen auf dem Schlachtfeld droht einen zu übermannen.

Fazit

Dem cineastischen Rahmenprogramm muss man austauschbare Handlung und ein Übermaß an Pathos nachsehen. Davon abgesehen hat Halo Wars 2 alles, was ein modernes Echtzeit-Strategiespiel braucht: schmucke Optik, reichlich Tempo, abwechslungsreiche Missionen und nicht zuletzt bärenstarke Einheiten, die mit richtig Schmackes zuschlagen. Ein besonderes Kompliment verdient sich die Steuerung, da sie einerseits Einsteiger nicht überfordert und gleichzeitig Kennern genug Raum zur Entfaltung komplexer Taktiken und Strategien lässt.

Titel: Halo Wars 2
Genre: Echtzeit-Strategie
Publisher: Microsoft
Hersteller: Creative Assembly, 343 Industries
Release: Bereits erhältlich
Preis: ca. 60 Euro
System: PC, Xbox One. Play Anywhere-Titel, d.h. Käufer der digitalen Xbox-One-Version dürfen Halo Wars 2 auch auf dem PC laden und installieren
USK-Freigabe: ab 12 Jahren
Wertung: Sehr gut

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