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Basketball - Bundesliga  

Bayer Giants Leverkusen stehen vor dem Aus

20.12.2007, 14:42 Uhr | sid

Zack Whiting von Bayer Leverkusen. Der Sponsor hat den Ausstieg angekündigt (Foto: imago).Zack Whiting von Bayer Leverkusen. Der Sponsor hat den Ausstieg angekündigt (Foto: imago). Dem erfolgreichsten Klub der deutschen Basketball-Geschichte droht ausgerechnet ein Jahr nach seinem Jubiläum das bittere Aus. In 40 Bundesliga-Jahren feierten die Bayer Giants Leverkusen 14 Meisterschaften, zehn Pokalsiege und Festtage auf der Europacup-Bühne. Doch im Frühjahr kündigte das Chemie-Unternehmen an, sein Engagement bei den Basketballern am Saisonende einzustellen. Ein neuer Hauptsponsor ist derzeit nicht in Sicht. "Es wäre das Ende einer im Basketball noch nie dagewesenen Erfolgsstory", sagt Abteilungsleiter Otto Reintjes.

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Schrempf bietet seine Hilfe an

Die Verantwortlichen des Rekordtitelträgers ziehen im Kampf ums Überleben alle Register. "Ich kann es nicht glauben, dass so etwas zu Ende geht. Ich werde versuchen, zu helfen, wo ich kann", ließ selbst der ehemalige NBA-Star Detlef Schrempf in Telefonaten aus seiner amerikanischen Wahlheimat Seattle wissen. Schrempf ist der populärste Vertreter der über Jahrzehnte erfolgreichen Leverkusener Nachwuchsarbeit.

Bayer konzentriert sich voll auf Fußball

Reintjes und die Mitarbeiter in der Basketball-Abteilung haben die Entscheidung der Konzern-Bosse, ihr Sport-Sponsoring auf die Fußballer zu konzentrieren, schweren Herzens akzeptiert. "Es ist zwar bedauerlich, andererseits hätte ich vielen anderen Vereinen über diesen langen Zeitraum einen so verlässlichen Sponsor gewünscht", ergänzt Reintjes. Die Mannschaft liefert derzeit - ungeachtet ihrer ungewissen Zukunft - mit guten Leistungen und Tabellenplatz vier beste Referenzen. Reintjes: "Die Spieler gehen vorbildlich mit dieser Situation um. Auch ich werde kämpfen bis zum Schluss und alles tun, was in meiner Macht steht, damit es hier weitergeht. Andererseits bin ich auch Realist."

Nicht der erste Traditionsklub

Auch die Basketball-Bundesliga (BBL) werde die Leverkusener unterstützen, wo es möglich ist, bestätigte BBL-Chef Jan Pommer. Grundsätzlich stellt er fest: "Das Ende von Traditionsklubs, so etwas hat es auch im Handball und Eishockey schon mehrfach gegeben. Ein Phänomen, dass im Fußball kaum vorkommt, weil er breiter verankert ist." Die Argumente der Bayer-Verantwortlichen, wegen der mangelnden Fernsehpräsenz fehle die Rechtfertigung der Ausgaben gegenüber den Aktionären, lässt Pommer allein nicht gelten. Die Basketballer werden mit nur rund eineinhalb, die Fußballer hingegen mit 25 Millionen Euro pro Saison unterstützt.

Hamburg und Düsseldorf haben Interesse

"Sollte es in Leverkusen nicht weitergehen, hat der Erhalt der Arbeitsplätze in der Abteilung Priorität", sagt Reintjes. Daher sei auch ein Umzug in eine andere Stadt nicht ausgeschlossen. Hamburg und Düsseldorf zeigen starkes Interesse, Erstliga-Basketball zu installieren und haben ihre Bewerbung für die Leverkusener Lizenz bereits angekündigt. Verhandlungen wurden bereits geführt. Gesucht werden finanzkräftige Investoren. Die Leverkusener prüfen derzeit alle Angebote. Einige entpuppen sich jedoch als äußerst unseriös, so auch das geplante Engagement eines israelischen Diamantenhändlers.

Gespräche laufen

Am Donnerstag vor dem Bundesligaspiel gegen Jena trafen sich nunmehr sämtliche Kleinsponsoren, um nach Lösungen, Ideen und neuen Kontakten zu suchen. Weitere Gespräche laufen, Ausgang ungewiss. "Wenn in Leverkusen die Lichter ausgehen, das wäre ein Rückschlag für die ganze Bundesliga. Die Bayer-Basketballer haben einen Riesennamen. Außerdem ginge ein für uns zuschauerträchtiger rheinischer Rivale verloren", meint Ex-Nationalspieler Michael Koch, derzeit Trainer der Telekom Baskets Bonn, der mit Bayer fünf Meistertitel gewann. Der Europameister von 1993 sieht jedoch die Zukunft seines Ex-Klubs - zumindest in Leverkusen - mit großer Skepsis.

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