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Bonn setzt sich im Halbfinal-Krimi durch

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Basketball - BBL  

Bonn setzt sich im Halbfinal-Krimi durch

05.06.2008, 22:51 Uhr | dpa

Bonns Bernd Kruel bejubelt den Finaleinzug. (Foto: dpa)Bonns Bernd Kruel bejubelt den Finaleinzug. (Foto: dpa) Die Telekom Baskets Bonn haben erstmals seit 2001 wieder das Playoff-Finale der Basketball-Bundesliga erreicht und fordern nun im Endspiel Hauptrundensieger ALBA Berlin heraus. Die Rheinländer gewannen das entscheidende fünfte Halbfinalspiel bei den Skyliners Frankfurt 75:74 (46:41). Damit entschied Bonn die Serie mit 3:2 für sich. Bester Bonner Werfer war Jeremiah Davis mit 18 Punkten. Bei den Frankfurtern kam Ilian Evtimov auf 17 Zähler. Das erste Finale findet am Sonntag in Berlin statt. ALBA hatte sich im Halbfinale mit 3:1 gegen die Baskets Oldenburg durchgesetzt.

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Spieler sollen nun erst einmal feiern

"Das ist einfach nur geil. Wir haben den Start verschlafen, doch dann waren wir hellwach. Jetzt freuen wir uns auf Berlin", sagte Telekom-Spieler Johannes Strasser. Sein Coach Michael Koch war ebenfalls hochzufrieden: "Das war ein tolles Spiel bei toller Atmosphäre. Basketball-Herz, was willst du mehr. Jetzt dürfen die Spieler erstmal feiern." Skyliners-Coach Murat Didin war dagegen enttäuscht, sprach aber insgesamt von einer guten Saison. "Die meisten meiner Spieler haben erstmals in den Playoffs gestanden. Sie haben wichtige Erfahrungen gemacht", meinte der Türke.

Playoff-Halbfinale ALBA ist schon durch

Roller patzt im entscheidenden Moment

In einer bis zum Schluss dramatischen Begegnung machten die Bonner den Finaleinzug erst in den letzten Sekunden perfekt. Tragische Figur bei den Gastgebern, die zuvor alle Heimspiele in der K.-o.-Runde gewonnen hatten, war Nationalspieler Pascal Roller, der in der Schlusssekunde einen Korbleger vergab. Zuvor hatte Bonns Winsome Frazier zwei Freiwürfe verworfen und damit die Vorentscheidung verpasst.

Reboundstärke gegen Treffsicherheit aus der Distanz

Anders als in den vorausgegangenen Partien erwischten dieses Mal die Skyliners den besseren Start und zogen auf 14:4 davon. Die Gäste, die auf ihren beiden verletzten Leistungsträger John Bowler und und Ronald Burrell verzichten mussten, ließen sich davon aber nicht beirren. Bis zum Ende des ersten Viertels hatte das Team von Trainer Michael Koch den Rückstand auf einen Punkt verkürzt. Vor allem unter den Körben hatte Bonn trotz der Ausfälle von Bowler und Burrell ein deutliches Übergewicht. 18 Rebounds fischten sich die Spieler des dreifachen Vize-Meisters im ersten Durchgang, nur sieben die Akteure der Hessen. Lediglich ihre Treffsicherheit von der Dreipunkt-Linie hielt die Skyliners in der Partie. Neun Dreier, davon einer von Derrick Allen mit der Pausensirene aus der eigenen Hälfte, gelangen den Hausherren im ersten Durchgang.

Immer wieder wechselt die Führung

Der Glückswurf des bisher in den Playoffs so enttäuschenden Allen gab den Frankfurtern neues Selbstvertrauen. Bonns Jeremiah Davis verhinderte mit erfolgreichen Dreiern jedoch zunächst, dass die Skyliners die Partie zu ihren Gunsten wenden konnten. So gingen die Baskets mit einem knappen 58:56-Vorsprung in den Schlussabschnitt. Dort wurde es dramatisch, die Führung wechselte hin und her, ehe sich am Ende die Bonner jubelnd in den Armen lagen.

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